Der Gesandte des Teufels (Horrorschocker 57)
 
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Der Gesandte des Teufels

Reihe: Horrorschocker 57

 

Rezension von Cronn

 

In schöner Regelmäßigkeit veröffentlicht Levin Kurio mit seinem Verlag Weißblech Comics die Reihe Horrorschocker. Langlebig ist die Comic-Serie, die bereits mit der Ausgabe 57 vorliegt. Enthalten sind jeweils abgeschlossene Comic-Strips, die im Bereich dunkle Phantastik anzusiedeln sind. Dabei ist Trash-Charme durchaus gewollt, aber immer wieder finden auch ernste Themen oder auch historische Themen Einzug in das Heft. So auch im vorliegenden Band 57, der den Titel Der Gesandte des Teufels trägt.

 

Inhalt und Kritik:

Nach der Einführung durch den Conferencier Charon, den Fährmann, beginnt der Reigen an Storys mit titelgebenden Geschichte Der Gesandte des Teufels. Sie wurde getextet von Alexander Querengässer. Skizzen stammen von Levin Kurio, Zeichnungen und Farben von Erol Lorenzo Debris. Die Geschichte findet vor dem historischen Hintergrund der Auseinandersetzung des Deutschen Ordensstaates mit dem Königreich Polen-Litauen statt. Sie beschreibt die Belagerung der Engelsburg und den sich daraus resultierenden Verwicklungen.

Die Zeichnungen sind gelungen ausgeführt, die Farben wurden im Farbspektrum eher im rötlich-braunen Bereich gehalten, was die Wirkung von »Geschichts-Comics« bewirkt und an die eingeschränkte Farbgebung der alten Prinz Eisenherz-Comics erinnert. Die Story selbst folgt typischen Pfaden, was aber nicht automatisch schlecht ist. Ein gut gelungenes Comic.

 

Dem folgt mit Der Fluch der Kristallhöhle ein Comic, die im modernen Umfeld spielt. Sie wurde von The Lep gezeichnet und getextet, wobei Levin Kurio und Florian Meusel die Farben beisteuerten. Erzählt wird die Geschichte von einem Geologen, der auf Island eine neue Höhle entdeckt. Darin befindet sich Erstaunliches: Kristalle, die riesengroß sind. Aber sie bergen auch eine tödliche Gefahr…!

Die Geschichte ist wunderbar trashig geraten und erinnert von einigen Panelen her an den ersten Alien-Film (ohne zuviel verraten zu wollen). Sehr gelungen!

 

Der Tod ist ein Landbus ist als Titel klasse gewählt, denn er weckt Erwartungen. Geschrieben wurde das letzte Comic des Heftes von Levin Kurio, der auch die Skizzen anfertigte. Gezeichnet wurde es von Michael Musal, Farben steuerten Lina Leihkam und Michael Musal bei. Die Koordination des Teams übernahm Nina Beier.

Das Comic beginnt mit einer typischen Horror-Situation: Ein Mann bleibt auf der Landstraße mit seinem Wagen liegen, da dieser defekt ist. Zu Fuß macht er sich auf den Weg in das nächste Dorf. Doch die Dorfbewohner machen auf ihn einen seltsamen Eindruck …

Die Story folgt etwas zu sehr ausgetretenen Pfaden, obgleich die Bilder in der ersten Hälfte gelungen atmosphärisch sind. Später allerdings verliert sich der positive Eindruck und weicht einem recht gewöhnlichen.

 

Fazit:

»Horrorschocker 57« bietet eine sehr gute, eine gute und eine mittelmäßige Geschichte und daher lohnt sich für Fans des Genres daher recht gut, einen tieferen Blick darauf zu werfen.

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Heft:

Der Gesandte des Teufels

Reihe: Horrorschocker 57

Herausgeber: Levin Kurio

Zeichnungen und Farben: Erol Lorenzo Debris, The Lep, Levin Kurio, Michael Musal,Lina Leihkam und Florian Meusel

WeiĂźblech Comics, August 2020

Heftformat, 36 Seiten

Cover: Levin Kurio

 

ISSN: 1860-983X

Erhältlich bei: Weißblech Comics

Inhalt:

  • Das hammerharte Horrorkind – The Lep und Levin Kurio

  • WĂĽstung – Levin Kurio

  • Wurzeln – Falko Kutz

SerienGuide:

Horrorschocker


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Erstellt: 19.09.2020, zuletzt aktualisiert: 20.02.2023 19:18