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Der Junge mit den roten Haaren von Marcel Schmeyer

Reihe: Tengoku Band 1

 

Rezension von Frank W. Werneburg

 

Klappentext:

»Ich werde ihn zurückbringen, egal wer mein Gegner sein wird.«

Was tust du, wenn dir dein jüngerer Bruder von zwei geheimnisvollen Männern entrissen wird? Für den 13-jährigen Tadashi könnte die Antwort gar nicht eindeutiger sein. Er verlässt sein geliebtes Dorf und zieht in die weite Welt Aramor, die es ihm allerdings nicht so einfach macht, wie er das gerne hätte. Er trifft auf Menschen, die ihre eigenen (zum Teil finsteren) Pläne verfolgen, sowie auf gefährliche Kreaturen. Zu seinem Glück begegnet er auch der jungen Schwertkämpferin Akemi und deren Mentor, mit denen er einer bedrohlichen Verschwörung auf die Schliche kommt.

 

Rezension:

Um nach seinem entführten Bruder zu suchen, verlässt der Waisenjunge Tadashi sein Dorf. Schon bevor er die Stadt erreicht, wird er Zeuge, wie Männer ein Mädchen überfallen. Tadashi sieht zu, wie gekonnt sich Akemi, wie das Mädchen heißt, verteidigen kann. Nachdem sie einen der Räuber gefangennehmen können, bringen sie ihn zusammen in die Stadt, um ihn dort der Wache zu übergeben. Erst hier erfährt Tadashi, dass Akemi die Tochter des Bürgermeisters ist – der seiner Tochter allerdings streng verboten hat, die Stadt zu verlassen. Das bringt dem Mädchen statt Ehre Hausarrest ein. Als kurz darauf allerdings ein Attentat auf den Bürgermeister verübt wird, machen sich Akemi und Tadashi auf die Suche nach den Tätern und Hintermännern.

 

Marcel Schmeyer siedelt sein Jugend-Fantasy-Abenteuer in einer mittelalterlich anmutenden Welt an. Nach einem etwas holprigen Anfang nimmt die Geschichte schnell Fahrt auf und somit ihre Leser gefangen. Die beiden jugendlichen Protagonisten (13 beziehungsweise 12 Jahre alt) müssen sich immer wieder mit Gefahren auseinandersetzen und lernen schnell, sich gegenseitig zu vertrauen. Etwas widersprüchlich wirkt, dass beide einerseits wie Kinder behandelt werden (was bei ihrem Alter natürlich nicht ungewöhnlich ist), andererseits ihre gefährlichen Vorhaben von vielen Erwachsenen ohne ernsthafte Verhinderungsversuche akzeptiert und unterstützt werden. Wirkt es zu Beginn noch verwunderlich, dass sich die beiden jungen Helden überhaupt so gut verteidigen können, wird eine Erklärung dafür im Laufe der Handlung nachgereicht. Leider ist der Endkampf eine Schwachstelle des Buches. Der körperliche Kampf des 13-jährigen Tadashi gegen einen erwachsenen und erfahrenen Krieger müsste – berücksichtigt man, was Akemi während dieser Zeit alles erlebt – mehrere Stunden dauern. Das ist wohl selbst für den erwachsenen Kämpfer unrealistisch.

 

Auch wenn der Stil des Autors an manchen Stellen noch etwas Feinschliff vertragen könnte, wird das von der interessanten Geschichte völlig ausgeglichen. Abgesehen von den erwähnten kleineren Kritikpunkten macht das Abenteuer beim Lesen Spaß. Die Grundlage für eine Fortsetzung wird am Ende bereits gelegt.

 

Fazit:

Freunde von Fantasy-Abenteuern mit jungen Protagonisten sollten diesem Buch einen Blick gönnen.

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Eure Meinung:

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Buch:

Der Junge mit den roten Haaren

Reihe: Tengoku Band 1

Autor: Marcel Schmeyer

Taschenbuch, 248 Seiten

Selbstverlag, 10. Dezember 2018

 

ISBN-10: 3746791901

ISBN-13: 978-3746791906

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B07L9LVRQP

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Weitere Infos:


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Erstellt: 12.04.2019, zuletzt aktualisiert: 10.09.2019 19:06