Zurück zur Startseite


  Platzhalter

Der Leere Raum

Hörspiel

Reihe: Point Whitmark 28

 

Rezension von Markus Mäurer

 

Rezension:

Point Whitmark geht in die 28. Runde und Tom, Jay und Derek in den Knast. Allerdings nur zu Besuch. Der ist wiederum ein Vorwand für die Drei vom Radio, ihren Nachforschungen über eine Ausbruchsserie nachzugehen. Das Gefängnis ist mit einem neuen, vollelektronischen Computersicherheitssystem von der Firma Full Guard Security ausgestattet. Kaum sind die drei Freunde hinter Gittern, spielt dieses System auch schon verrückt. Kurze Zeit später verlassen sie das Gefängnis ohne große Erkenntnisse aber mit einem neuen Laptop. Bevor sie dazu kommen, diesen ihrem Besitzer bei Full Guard zurückzugeben, geht der Computer von selber an und begrüßt sie im geheimnisvollen leeren Raum, in dem ihnen ein »Zimmerservice« die Erfüllung ihrer Wünsche verspricht. Kurze Zeit später landet Dereks Biolehrerin im Krankenhaus und für Jay, Tom und Derek beginnt eine gefährliche Jagd gegen einen Computer.

 

Nach 27 Folgen läuft eine Hörspielserie Gefahr, dass ihr die Ideen ausgehen, dass sich Routine einspielt und sie ins Mittelmaß abrutscht. Da ist es wichtig, dass man sich nicht wiederholt, oder die Geschichten zu unglaubwürdig und abstrus werden. Point Whitmark deckte bisher ein erstaunlich weites Themenspektrum ab, vom Mittelalter, über Spukgeschichten zu der Geschichte der Indianer. Es wurden unterschiedliche Legenden aufgegriffen, um eine mystisch bedrohliche Atmosphäre zu erschaffen. In der Der leere Raum hat man die Herangehensweise geändert. Der Gegner bleibt unsichtbar, versteckt hinter der künstlichen Intelligenz eines Computersystems. Die Jungs wissen nicht wer oder was dahinter steckt. Diese »Nicht-Greifbarkeit« eines Gegners, der doch jeden ihrer Schritte verfolgt, kreiert ein Bedrohungsszenario der ganz anderen Art. Diesmal geht es nicht um Mysterien oder klar erkennbare Kriminelle. Dieses Mal ist die moderne Technik der Feind. Es wird deutlich, wie abhängig wir uns von Computern gemacht haben – wie sehr wir uns ihnen ausliefern, ohne uns der Risiken bewusst zu sein.

 

Die Folge beginnt sehr spannend und man weiß lange nicht, worum es eigentlich geht. Wie die drei Jungs tappt der Hörer im Dunkeln und muss versuchen, seine eigenen Schlüsse zu ziehen. Die bedrohliche Spannung wird schrittweise gesteigert, bis sie in einer spektakulären Actionszene gipfelt. Damit ist »Der Leere Raum« fast über die gesamte Strecke eine hervorragend inszenierte Folge mit steigender Spannungskurve, die leider kurz vor dem Endspurt wieder abfällt. Die Auflösung kommt zu abrupt. Nach der geradlinigen Handlung, die fast in Echtzeit erzählt wird, wird plötzlich ein Teil ausgelassen und am Ende als Nacherzählung bei der Auflösung präsentiert. Damit schneidet sich die Folge ein wenig ins eigene Fleisch. Bei einer Spielzeit von ca. 55 Min. hätte man hier ruhig noch 10 Minuten mit der ausgelassenen Handlung fühlen können, um ein stimmiges Gesamtbild zu schaffen.

 

Fazit:

Nichtsdestotrotz schafft es die aktuelle Folge, den hohen Standard der Serie zu halten. Die Sprecher überzeugen auch in der kleinsten Nebenrolle, und diesmal ganz ohne überzogenes Verhalten. Musik und Geräusche erzeugen eine passende Atmosphäre, die dafür sorgt, dass man zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hat, jemanden zu lauschen der in einem Aufnahmeraum sitzt. Das Cover wirkt auf den ersten Eindruck irritierend, aber wenn man die Folge gehört hat, versteht man, dass es sehr passend ist.

Eure Meinung:


Keine Einträge
Keine alten Kommentare vorhanden.

Zum Seitenanfang

Platzhalter

Hörspiel:

Der Leere Raum

Reihe: Point Whitmark 28

Autor: Bob Lexington

Idee & Konzeption: Volker Sassenberg

Drehbuch: Andreas Gloge und Decision Products

Musik: Matthias Günthert, Markus Segschneider, Volker Sassenberg und Manuel Rösler

Ton & Schnitt: Volker Sassenberg und Marc Sander

Illustration: Ingo Masjoshusmann

Regie: Volker Sassenberg

Produktion: Volker Sassenberg

Aufgenommen und Gemischt unter Finians Regenbogen

Verlegt durch ROBIL BOR Music

Folgenreich (Universal), 26.02.2010

Dauer: ca. 54 Min

Umfang: 1 CD

 

ASIN: B0034A8AFK

 

Erhältlich bei Amazon

 

Sprecher:

Erzähler: Jörg Löw

Jay Lawrence: Sven Plate

Tome Cole: Kim Hasper

Derek Ashby: Gerrit Schmidt-Foss

Dora Manning: Daniela Thuar

Lance Bindek: Raphael Kübler

Warden Archer: Gerald Paradies

Bernie Feldmann: Mario von Jascheroff

Delphi: Norman Matt

Nachtwächter Bueller: Karl Schulz

Weitere Infos:

Serienguide


Platzhalter
Platzhalter
Erstellt: 26.03.2010, zuletzt aktualisiert: 15.10.2018 10:58