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Der Mann, der nichts vergessen konnte von Ralf Isau

Rezension von Katrin Kress

 

Klappentext:

Tim Labin kann, was sich viele Menschen wünschen: Er vergisst nichts, was er erlebt, sieht oder liest. Die Gabe hat ihn zum anerkannten Wissenschaftler, Sprachgenie und Schachweltmeister gemacht. Nur an ein Ereignis aus seiner Kindheit kann Tim sich nicht erinnern – an die Nacht, in der seine Eltern ermordet wurden. Als er der faszinierenden Computerspezialistin JayJay begegnet, führt sie ihn auf die Spur seiner Vergangenheit. Ein Geheimnis liegt darin verborgen, das von mächtigen Institutionen gehütet wird und dessen Enthüllung unsere Welt vollkommen verändern würde. Tim ist der einzige Mensch, der alle Puzzleteile zusammenfügen kann – falls er lange genug lebt …

 

Rezension:

Ein Gerücht erschüttert die Geheimdienste der Welt. Die amerikanische Unabhängigkeitserklärung soll eine Fälschung sein. Doch wo ist das Original abgeblieben, dies soll in 3 verschollenen Papieren stehen, welche entschlüsselt werden müssen. Die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, auf die politische und militärische Vormachtstellung der USA im Kampf gegen den Terror sind unübersehbar. Panik, Krisen, der Zusammenbruch des mühsam aufrechterhaltenen Gleichgewichts droht, sollte sich herausstellen, dass die amerikanischen Kolonien immer noch dem Commonwealth tributpflichtig sind.

 

Bislang gelang es nur eines der 3 Schriftstücke zu entschlüsseln, bei den anderen beiden ist jeder Versuch fehlgeschlagen. Selbst ausgefeilte PC-Technik muss vor dieser Aufgabe kapitulieren. Nur Tim Labin, aufgewachsen in der sozialistischen Hauptstadt der DDR, ein Mensch, der nichts vergessen kann, ein Mensch, der Bücher in Minuten in seinen Geist scannt, amtierender Schachweltmeister und Gewinner sämtlicher Wissensquiz´ der Welt könnte in der Lage sein, das Rätsel zu lösen.

 

Doch wie ködert man einen solch menschenscheuen Exzentriker? Geld ist ihm egal, er hat genug, Frauen gegenüber ist der menschenscheue Einzelgänger, dem jede Berührung unangenehm ist, immun, doch die geistige Herausforderung, sie reizt ihn.

So macht er sich, vermeintlich im Auftrag eines englischen Professors in Cambridge an die Entschlüsselung der Papiere, begegnet Intrige, Gewalt, Terror, aber auch einer betörenden, mehr noch, einer intelligenten Frau.

 

Bestsellermaterial – atemberaubende Action, zeitlose Aktualität und der Kampf zweier Geistesgrößen.

 

Wie so üblich, nutzt Isau seine spannende Handlung dazu, vor aktuellen Gefahren und Entwicklungen zu warnen. Sei es die zunehmende Radikalisierung politischer und religiöser Gruppen – und hier ist nicht nur die Al-Kaida gemeint – die Gefahren des Internets und die realistische Furcht vor einem immer umfassenderen Überwachungsstaat, dies alles und viel mehr verbindet der Autor mit einer mitreißenden Handlung. Dieses Buch liest sich einfach nur spannend und flüssig auf einen Rutsch weg. Außerdem glänzt der Autor wieder durch sorgfältig recherchierte Fakten, welche den Plot umso glaubwürdiger und realistischer wirken lassen. Auch die Figuren zeichnet er vielschichtig und tiefgründig.

 

Ein altes Mysterium, Geheimgesellschaften, Forscher der berühmtesten anglo-amerikanischen Universitäten, die NSA und ihre Agenten, islamische Terroristen und Computer-Hacker – das ist der Stoff, aus dem Bestseller sind.

Im Gegensatz zu anderen Thrillern aus diesem Bereich die sich eher wie ein Kinohit lesen, hat Ralf Isau natürlich etwas zu sagen und lässt das den Leser auch spüren. Wer den Autor kennt weiß das auch.

 

Ein absoluter Pageturner - nicht nur für Fans von Ralf Isau!

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Titel: Der Mann, der nichts vergessen konnte

Reihe: -

Original: -

Autor: Ralf Isau

Übersetzer: -

Verlag: Piper (August 2008)

Seiten: 480 Gebunden

Titelbild: Unbekannt

ISBN-13: 978-3492701419

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 27.09.2008, zuletzt aktualisiert: 04.02.2019 15:57