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Der schwarze Hexenmeister von Michael Scott

Reihe: Die Geheimnisse des Nicholas Flamel 5

 

Rezension von Christel Scheja

 

„Der schwarze Hexenmeister“ ist der fünfte und vorletzte Band um „Die Geheimnisse des Nicholas Flamel“. Daher merkt man schon, dass der Autor langsam aber sicher alles für den großen Showdown vorbereitet und noch einmal alles mögliche an Mythen und Legenden auffährt um das Bild zu vervollständigen.

 

Allerdings sieht es Anfangs nicht sehr gut aus. Nicholas Flamel liegt im Sterben und nichts scheint ihn mehr retten zu können. Die Mitstreiter sind in alle Winde, sprich, über verschiedene Schattenwelten verstreut und was sich als besonders schlimm erweist: Josh ist zu Dr. Dee und seinen Spießgesellen übergelaufen, nachdem dieser und Virginia Dare ihm glaubhaft versichern konnten, dass sie das Richtige tun und ihn Flamel eigentlich die ganze Zeit über nur belogen hat.

Aus diesem Grund arbeitet der Junge mit ihnen zusammen, als es darum geht, Alcatraz zu erreichen und dort die Monster zu befreien, die dort seit längerem gefangen sind. Mit ihnen soll nicht nur das Grauen über die Menschen kommen, die Wesen sollen auch den Weg für die noch älteren Wesen ebenen, die immer ungeduldiger darauf warten, dass sie endlich wieder in die Welt zurückkehren können.

In dieser schweren Zeit erkennen Scathach und ihre Freunde, dass sie nicht ohne Grund in die ferne Vergangenheit und nach Danu Talis verschlagen wurden. Denn dort beginnt die Geschichte, die in San Francisco enden soll.

Sophie hadert noch eine ganze Weile mit dem Verlust ihres Bruders, spürt aber dann, dass es nun an ihr liegt, das Schicksal zu wenden? Doch was ist richtig – und was falsch? Immerhin erfährt sie noch mehr über die Vergangenheit und die Entwicklungen die vor mehr als zehntausend Jahren in Gang gebracht wurden und nun auch Bekannte auf den Plan rufen, die bisher auf keiner Seite standen.

Derweil entscheidet sich Perenelle zu einem ebenso gefährlichen wie entgültigen Zauber, denn sie ist nicht bereit, ihren geliebten Nicholas so einfach gehen zu lassen.

 

Sah es im letzten Band noch recht übel für die Helden aus, weil sich die Waage zu ihren Ungunsten verschob und Josh auch noch die Seiten wechselte, so schimmert in diesem Buch bereits wieder Hoffnung durch, da nicht alles verloren ist.

Michael Scott beginnt nun die Fäden seiner Urban-Fantasy-Saga zusammenzuführen und die Helden zu positionieren. Weitere Geheimnisse erweitern den Hintergrund und fügen das Bild besser zusammen als je zuvor. Denn noch ist das Schicksal der Zwillinge und der Welt tatsächlich nicht entschieden, kann sich das Blatt noch einmal um 180 ° wenden. Denn so wie Josh Zweifel bekommt, ob er das Richtige getan hat, so wird auch Sophie darauf aufmerksam gemacht, dass ihre Rolle nicht so festgelegt ist, wie die anderen ihr gegenüber behaupten.

Wieder gelingt es dem Autor den Leser zu fesseln. Man muss zwar bei den stetig wechselnden Handlungsebenen etwas aufpassen, um nicht durcheinander zu kommen, findet den Faden aber rasch wieder, da man die Figuren mittlerweile alle doch etwas besser kennt und sie mittlerweile fast alle einen facettenreicheren Charakter und einen Hintergrund bekommen haben, der ihr Handeln plausibel macht.

Die Geschichte bleibt phantasievoll und flicht weiterhin viele Andeutungen als den Mythen, Sagen und der klassischen Literatur der Welt ein, verzichtet aber darauf, all zu weitschweifig zu werden, damit auch die Action noch ein wenig Raum bekommt.

Alles in allem zieht die Spannung in der noch immer gefällig geschriebenen Geschichte deutlich an, da die Fronten keineswegs so klar sind, wie man nach dem letzten Band vermuten konnte. So bleibt man neugierig auf die Fortsetzung und den Abschluss.

 

Im Gegensatz zu „Der unheimliche Geisterrufer“ ist „Der schwarze Hexenmeister“ wieder spannender geworden, auch wenn der Autor die Figuren nur positioniert und eigentlich kaum vom Fleck bewegt. Allerdings nimmt er sich die Zeit, die letzten Mosaiksteine in den Hintergrund einzufügen, so das Bild abzurunden und damit letztendlich besonders neugierig auf den letzten Band um „Die Geheimnisse des Nicholas Flamel“ zu machen.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Der schwarze Hexenmeister

Reihe: Die Geheimnisse des Nicholas Flamel Band 5

Autor: Michael Scott

Original: The Secrets of the Immortal Nicholas Flamel – The Warlock, USA 2011

gebunden, 430 Seiten

cbj, im März 2012

Übersetzerin: Ursula Höfker

Titelbild: Max Meinzold

 

ISBN-10: 3570154335

ISBN-13: 978-3570154335

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B00739NK12

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

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Erstellt: 20.08.2012, zuletzt aktualisiert: 28.10.2019 13:53