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Der Vampir auf dem heißen Blechdach von Kerrelyn Sparks

Rezension von Christel Scheja

 

Mit ihrer im Original als „Vampire at a Stake“ bezeichneten Reihe hat sich Kerrelyn Sparks ihr eigenes Universum erschaffen. Die Romane drehen sich nicht immer um die gleiche Gruppe von Figuren, es kann aber durchaus vorkommen, dass der ein oder andere Protagonist aus früheren Büchern einen kleinen Auftritt hat. Gemeinsam ist den Geschichten nur die Welt, in der Vampire, Werwölfe und andere Kreaturen unter den Menschen leben.

 

Olivia, ihres Zeichens FBI-Psychologin steht unter Stress, denn irgendwer schickt ihr immer wieder Äpfel zu. Sie hat auch schon eine Ahnung, wer der Stalker sein könnte, der es schafft, in ihre Wohnung einzudringen, doch der Typ sitzt eigentlich sicher verwahrt in einem Hochsicherheits-Bundesgefängnis.

Dennoch sucht sie Abstand von den Erinnerungen an den irren Serienkiller Otis, der dreizehn Mädchen und junge Frau auf dem Gewissen hat und reist nach Griechenland, um dort einen längeren Urlaub bei ihrer Großmutter Eleni zu machen und so die düsteren Erinnerungen und die Angst zu vergessen.

Während des Aufenthalts lernt sie Robbie MacKay kennen, einen charmanten Schotten, der genau dem Bild entspricht, den sie sich von ihrem Traummann gemacht hat. Deshalb kann sie den leidenschaftlichen Urlaubsflirt nicht vergessen und beginnt nach einer Spur von ihm zu suchen.

Was sie nicht weiß ist, dass Robert Alexander MacKay bereits seit dreihundert Jahren lebt und ein Vampir ist. Gemeinsam mit seinem Onkel und anderen Wesen der Nacht betreibt er eine Detektivagentur, die dafür sorgt, dass übelwollende Unsterbliche den Menschen keinen Schaden zufügen.

Aber auch er kann sie nicht vergessen und so bahnt sich zwischen den beiden ein Katz-und-Maus-Spiel an, das sie bald auch beruflich zusammenführt.

 

„Der Vampir auf dem heißen Blechdach“ nutzt das Agentenmilieu und die übersinnliche Welt nur als Setting um die selbstbewusste junge Frau mit den süßen Geheimnis, die eigentlich doch nur nach „dem Einen“ sucht, um sie mit dem rastlosen und getriebenen Mann zusammenzuführen, der trotz der Umstände immer noch ritterlich geblieben ist.

Zwar sorgen Bedrohungen aus dem beruflichen Umfeld der beiden immer wieder für Gefahren, die Spannung in die Geschichte bringen, aber man hat nie das Gefühl, dass die Autorin ihre Helden wirklich in Gefahr bringen möchte.

Viel mehr Wert legt Kerrelyn Sparks auf das Spiel zwischen der nur nach außen hin starken FBI-Agentin und dem charmanten Unsterblichen, der dank der modernen Wissenschaften nicht mehr den vampirischen Einschränkungen unterliegt und ein ganz normaler Mann sein kann.

Der Roman liest sich sehr flüssig, er bietet genau die richtige Mischung an Humor und Spannung, so dass keine Langeweile aufkommt. Allerdings sollte man keine überraschenden Wendungen oder gar neue Erkenntnisse über die Wesen der Nacht erwarten. Genrefans sollten sich bewusst sein, dass die Liebe dominiert und die ihnen wichtigen Dinge eher zu kurz kommen oder zu oberflächlich behandelt werden.

 

Damit ist „Der Vampir auf dem heißen Blechdach“, das, was schon Titel und Cover suggerieren, eine heitere Liebesgeschichte mit ein paar übernatürlichen Einflüssen, die allerdings kaum eine Rolle spielen. Vor allem Fans leidenschaftlicher Romantic Thriller werden ihren Spaß am Roman haben.

 

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Der Vampir auf dem heißen Blechdach

Autorin: Kerrelyn Sparks

broschiert, 364 Seiten

Mira, erschienen April 2012

Übersetzung aus dem Englischen von Justine Kapeller

Titelbildgestaltung von pecher und soiron

ISBN-10: 3862783162

ISBN-13: 978-3862783168

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 19.04.2012, zuletzt aktualisiert: 04.02.2019 15:57