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Die Chimäre- Silben der Macht von Martin Alexander

Rezension von Christel Scheja

 

Martin Alexander hat mit seinem Debütroman eine Welt geschaffen, in die er immer wieder gerne zurück kehrt. Die Chimäre – Silben der Macht ist vielleicht keine direkte Fortsetzung von Der Meister der Türme, schließt aber locker an deren Ereignisse an und wendet sich einem ganz anderen Thema zu, das nicht mehr viel mit den Magiern zu tun hat, oder?<

 

Die drei Türme sind Geschichte und ganz andere Gegebenheiten herrschen nun in den Landen. Die Sonnenkirche regiert allerdings mit harter Hand über die Lande und lässt all jene töten, die Zeichen von Veränderungen an oder in sich tragen. Wann immer vor allem Frauen Missbildungen zeigen, gelten sie als dämonische Kreaturen, die vernichtet werden müssen. Meistens werden sie nur aufgehängt, oft genug aber auch verbrannt.

Ezra wächst in einem kleinen und abgelegenen Dorf auf. Die Menschen meiden sie, weil sie schon immer anders war, aber das junge Mädchen versteht nicht wirklich warum, denn sie kennt keinen Grund dafür, weder an ihrem Verhalten noch Aussehen. Nur ganz wenige wie der etwas Odo stehen zu ihr und helfen ihr wo sie können.

Dann allerdings kommen Kopfgeldjäger in ihr Dorf. Sie haben es auf Ezra abgesehen, scheint die Sonnenkirche doch ihre Ergreifung zu fordern. Die junge Frau muss fliehen, denn auch sie beginnt nun langsam zu spüren, dass sie anders ist, denn etwas geht in ihr vor, auf das sie Antworten sucht.


Auch wenn der Autor mit Magie und fremdartigen Wesen spielt, so verwendet er diese Versatzstücke doch eher zurückhaltend. Sein Hauptaugenmerk liegt in erster Linie auf den Figuren und dabei im Besonderen auf Ezra. Diese versucht ein Teil ihrer Dorfgemeinschaft zu sein, scheint aber keine wirkliche Chance dazu zu bekommen, da nur wenige sich überhaupt mit ihr beschäftigen wollen.

Das schafft immer wieder Unsicherheiten, weil die junge Frau viele Fragen hat, deren Antworten sich eigentlich erst finden lassen, als sie gezwungen ist ihre Heimat zu verlassen und durch die Flucht nach und nach ihre neuen Fähigkeiten zu ergründen und am Ende das Gesamtbild aus vielen Stücken zusammen zu fügen.

Um Spannung zu erzeugen, springt der Autor immer zwischen verschiedenen Zeiten hin und her. Ob das so gut ist, sei dahin gestellt, denn so kann sich der Leser auch kein klares Bild über die Heldin machen, zusammen mit ihr herausfinden was sie eigentlich ist – denn die Antwort fällt eigentlich schon im ersten Band.

Auf der anderen Seite ist man immer gezwungen am Ball zu bleiben, um zu erfahren, was in der einen oder anderen Handlungsebene weiter passiert und so zu verstehen, warum die Sonnenkirche wissen will, was los ist.

Enttäuschend ist allerdings der Abschluss des Romans, denn viele der Fäden werden nicht wirklich zusammengeführt und man hat das Gefühl, als sei Ezras Geschichte noch nicht wirklich zu Ende geschrieben.

Die Figuren selbst sind recht interessant gestaltet, weil sie durchaus ihre Ecken, Kanten und Geheimnisse haben und so den Leser im Kleinen immer wieder überraschen können. Beim Hintergrund macht sich der Autor allerdings nicht ganz so viel Mühe, er bietet einen Standard, den sich jeder noch so neuen Fan gut vorstellen kann.

 

Fazit:

Alles in allem ist »Die Chimäre – Silben der Macht« ein solide geschriebener Fantasy-Roman mit interessanten Ideen und Ansätzen bei der Gestaltung des Themas, der allerdings an zu vielen Zeitebenen und einem unbefriedigenden Ende krankt.

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Buch:

Die Chimäre – Silben der Macht

Autor: Martin Alexander

Taschenbuch, 414 Seiten

Bastei Verlag, Juli 2016

Titelbild: Kamille Cuo

ISBN-10: 3404208250

 

ISBN-13: 978-3404208258

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B017RLB1FC

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Weitere Infos:


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Erstellt: 12.01.2019, zuletzt aktualisiert: 17.01.2019 10:19