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Die ewige Flamme von T. A. Barron

Reihe: Der Zauber von Avalon, Band 3

Rezension von Christel Scheja

 

Wenn sich eines auch gegenüber der breiten Masse als zugkräftig erweist, dann sind es die Zauberworte "Merlin" und "Avalon". Sie sind der Inbegriff für keltisch angehauchte Fantasy, wie man sie aus bekannten Sagen kennt, man denke nur an die Legenden um König Artus und seine Ritter. Sie versprechen Mystik und Abenteuer im vertrauen irdisch angehauchten Rahmen, Einblicke in die mystische Anderswelt der Märchen und Begegnungen mit zauberhaften Wesen wie Feen, Drachen und anderen mythischen Geschöpfen, von denen man immer schon mehr lesen wollte.

T.A. Barron ist einer der wenigen Autoren, die anhand der bekannten Mythen ein eigenes Universum erschaffen haben. Er hat bereits in den Zauberer Merlin, seinen Werdegang und sein Wirken in unserer und anderen Welten in einem fünfbändigen Werk vorgestellt.

 

In der Trilogie „Der Zauber von Avalon“ müssen sich andere einer neuen Gefahr stellen, denn der grausame Rhita Gawr, will den magischen Bann brechen, der ihn von der Welt trennt und das, was Avalon ausmacht zerstören, um damit bittere Rache an Merlin zu nehmen. Dafür bringt er nach und nach die sieben Sterne des „Zauberstabes“ zum Verlöschen, die die magische Welt beschützen, seit sie existiert.

Avalon ist einst aus den Trümmern des untergegangenen Fincarya erwachsen ist, nachdem der Zauberer Merlin in die verbrannte Erde des Samen eines mächtigen Weltenbaumes gesetzt hat. Andere magiekundige Menschen, Riesen, Elfen, Feen und Naturgeister oder Fabelwesen aller Art haben hier eine Zuflucht gefunden.

Tamwyn, der Waldläufer hat endlich erfahren, wer er ist, und dass ihn sein Blut dazu bestimmt hat, die Sterne wieder zu entzünden. Nur muss er sie zuerst einmal erreichen und das geht nur, wenn er den Weltenbaum bis zur Spitze ersteigt und dort dann Ahearna die Stenenstürmerin bittet, ihn noch weiter hinauf zu tragen.

Zusammen mit seinem Stiefbruder Scree hat er sich auf die lange Reise gemacht und viele Gefahren überwunden. Doch an der Spitze des Weltenbaumes angekommen, muss er erkennen, dass die Lage bereits bedrohlicher ist, als erwartet.

Rhita Gawr hat die einstigen Sterne in Tore verwandelt, hinter denen seine Geisterkrieger schon lauern, um das Land zu verheeren. Und er macht sich daran, den Bann des letzten Sternes zu zerstören. Nun ist Eile geboten. Doch ist Ahearna überhaupt die Richtige, um ihn in den Himmel zu tragen und sich dem schwarzen Drachen zu stellen, in den sich sein Gegenspieler verwandelt hat?

Derweil haben seine Gefährten, die Priesterin Elli und die Elfenkriegerin Brianna in den Wurzeln des Weltenbaumes eigene Abenteuer zu bestehen. Sie müssen dem heimtückischen Hexer Kulwych das Handwerk legen, ehe dieser seinem Herrn Rhita Gawr den Weg bereiten kann, und das ist einfacher gesagt als getan.

 

"Die ewige Flamme" enthält praktisch alles, was für keltische Fantasy seit mehr als zwanzig Jahren so typisch ist: mystische Prophezeiungen und magische Begebenheiten, eine sehr enge Naturverbundenheit der Menschen, die sie scheinbar problemlos mit allerlei magischen Wesen zusammen leben lassen und düstere Gefahren, die die Harmonie langsam zu verderben und zerstören beginnen.

Vor allem die walisischen Sagen haben Pate gestanden. Rhita Gawr ist kein anderer als Arawn, der Herr der Unterwelt, der mit seinem Geistern nur darauf lauert, die Bannkreise zu durchbrechen und die von dem Segen Dagdas ins Leben gerufene Welt zu verheeren und ein Reich der Toten zu verwandeln.

Tamwyns Reise ist gleichzeitig seine letzte Prüfung und am Ende besitzt er die Weisheit um die richtige Entscheidung zum Wohle Avalons zu treffen.

Doch bis es so weit ist, wartet der Autor noch mit einer wahrhaft epischen Schlachtenbeschreibung auf. Die Helden führen einen scheinbar aussichtslosen Kampf gegen das vereinte Böse - und wie so oft ist es das Unscheinbare und Kleine, das ihnen doch noch den Sieg und die Rettung bringt. Sie lernen über sich hinaus zu wachsen und ihr Leben zum Wohl aller loszulassen.

Man merkt aber dennoch, das man ein Jugendbuch vor sich hat, denn der Autor walzt die Kämpfe und Grausamkeiten nicht all zu sehr aus und konzentriert sich lieber auf seine Figuren und ihrem Empfindungen, auch wenn erstere eher einfach gehalten sind. Die Handlung trotz der voneinander getrennten Erzählebenen eher geradlinig, bietet aber dennoch auch für Kenner der keltischen Mythologien und erfahrene Leser genügend Überraschungen um bis zum Ende hin spannend zu bleiben.

 

„Die ewige Flamme“ sprüht wie auch schon die vorherigen Romane „Sieben Sterne und die dunkle Prophezeihung“ und „Im Schatten der Lichtertore“ aus der Trilogie um den „Zauber von Avalon“ vor lebendiger Phantasie und weiß durch eine farbenprächtige Abenteuerhandlung in den Bann zu schlagen, vor allem wenn man ein Faible für die Sagen und Märchen der britischen Inseln hat.

Eure Meinung:


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Buch:

Die ewige Flamme

Reihe: Der Zauber von Avalon, Band 3

Autor: T. A. Barron

broschiert, 462 Seiten

dtv, erschienen November 2007

ISBN 978-3-423-71266-8

Übersetzung von Irmela Brender

Titelbild von Ludvig Glazer-Naude

ab 12

Erhältlich bei: Amazon

 

Weitere Infos:


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Erstellt: 25.12.2007, zuletzt aktualisiert: 28.10.2019 13:53