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Die Gotteswelle von Patrick Hemstreet

Rezension von Christel Scheja

 

Patrick Hemstreet hat in der Navy gedient, als Schauspieler und Erfinder gearbeitet und nicht zuletzt auch an der Universität von Houston Geschichte studiert. Nun versucht er sich mit seinem Debütroman Die Gotteswelle als Autor.

 

Chuck Brenton ein Neurowissenschaftler, der selbst mit einer Tragödie leben muss, möchte Menschen wie seiner Frau helfen. Daher ist er dabei ein Verfahren zu entwickeln, durch das Menschen, die vollständig gelähmt sind über ihre Gehirnströme mit Computern agieren können, um so wieder am normalen Leben teilnehmen zu können.

Als sich trotz des begrenzten Budgets erste Erfolge einstellen, kommen plötzlich von allen Seiten die Leute auf Chuck und sein Team zu – Regierungsorganisationen wie auch private Forschungsinstitute, die die Erkenntnisse für sich nutzen wollen.

Aber die Wissenschaftler ahnen, dass sie – wenn sie auch nur auf einen von denen eingehen, damit rechnen müssen, dass man ihnen alles schneller aus der Hand nimmt als ihnen lieb ist.

Deshalb entschließen sie sich etwas gegen die Bedrohung, vor der sie stehen, zu unternehmen, ohne zu wissen, ob ihnen das wirklich gelingen kann …

 

„Die Gotteswelle“ steht in bester Tradition mit Michaal Crichtons Romanen, denn auch in Patrick Hemstreets Debüt geht es um Entwicklungen, die einen futuristischen Anstrich haben, aber immer noch so nahe an der Realität sind, so dass die Beschreibungen durchaus glaubwürdig wirken und man fast versucht ist, die Ideen zu glauben.

Doch nicht nur die Entwicklung der Geräte, die es möglich machen, direkt durch die Gehirnströme mit Computern zu agieren und zu kommunizieren, steht im Mittelpunkt der Geschichte, sondern auch die Folgen für die Wissenschaftler.

Wie in jedem guten Thriller tauchen die Geier mit dem ersten Erfolg sofort auf und versuchen sich ihren Teil vom, Kuchen zu angeln. Sie haben keine Scheu dabei, auch über Leichen zu gehen, wie Chuck und seine Freunde bald merken.

Die Figuren rund um den Wissenschaftler sind sehr gut gezeichnet und entwickeln ein gewisses Maß von Profil, was man leider nicht von den Gegenspielern und Charakteren am Rand sagen kann. Letztendlich entsprechen diese mehr dem Klischee als die durchaus differenziert gezeichneten Hauptfiguren.

Die Handlung ist solide aufgebaut, hat viele Spannungsmomente und enthüllt die Details natürlich nur Stück für Stück, so dass man am Lesen bleibt. Und auch die wissenschaftlichen Erklärungen wirken glaubwürdig und nachvollziehbar.

 

Alles in allem erfüllt „Die Gotteswelle“ alle Anforderungen an einen spannenden Sci-Fi-Thriller, auch wenn die Handlung selbst eher konventionell wirkt. Aber der Unterhaltsamkeit der Geschichte tut das absolut keinen Abbruch, eher im Gegenteil, denn man weiß so durchweg,was man bekommt.

 

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Buch:

Die Gotteswelle

Autor: Patrick Hemstreet

gebunden, 448 Seiten

Harper Collins, Juli 2016

Übersetzer: Fred Kinzel

 

ISBN-10: 395967032X

ISBN-13: 978-3959670326

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B0198KOD6O

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

weitere Infos:


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Erstellt: 17.09.2016, zuletzt aktualisiert: 19.10.2017 21:44