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Die Grube von Christian Endres

Reihe: Saramee - Stadt der Vertriebenen Bd.8

Rezension von Christel Scheja

 

„Die Stadt Saramee – ein Schmelztiegel von Abenteurern, Glücksrittern, Vertriebenen und verlorenen Existenzen auf der Suche nach Ruhm, Reichtum und einen Neuanfang in ihrem Leben.“

 

 

Saramee, auch die „Stadt der Vertriebenen“ genannt ist auf drei Seiten von hohen Gebirgszügen umschlossen, die so gut wie gar nicht zu passieren sind, und das an der vierten angrenzende Meer ist von Piraten verseucht, die den Handel erschweren. Trotzdem kann sich der von einem Rat beherrschte Stadtstaat gut halten. Durch seine absolute Neutralität bietet er eine Freihandelszone für alle Parteien, auch wenn diese sonst vielleicht im Krieg miteinander liegen und auch Schutz für diejenigen, die auf der Flucht sind oder etwas zu verbergen haben.

 

So findet sich in den Gassen Saramees neben Kaufleuten, Handwerkern und Magiern auch noch recht zwielichtiges Gesindel ein. Vor allem in der Unterstadt sind die Bewohner und auch ihre Vergnügungen recht derber Natur.

In der „Grube“ stehen sich Maskierte, wenn auch nicht immer ganz freiwillig dazu rekrutiert, in Kämpfen bis zum Tod gegenüber. Auch der junge Nitsua wird immer wieder hinein geschickt, um sich zu bewähren. Er kennt nichts anderes als diesen Ort, in dem er sich immer wieder aufs Neue bewähren muss und gehorcht allen Befehlen, die man ihm gibt.

Zur gleichen Zeit bittet die wohlhabende Alinae den bekannten Privatermittler Argus Panoptes um Hilfe: Schon seit vier Monaten ist ihr Bruder aus der Schwertschule von Mangernath verschwunden. Die junge Frau befürchtet das Schlimmste und hat bereits die Hoffnung aufgegeben, denn alle Spuren verliefen sich früher oder später hier in Saramee.

Nicht einmal Hauptmann Balwin Croft, ein guter Freund der Familie hat einen Hinweis auf den Verbleib des Jungen finden können.

Aber gerade das macht den Ermittler neugierig, fügt er seinem Rivalen, dem Kommandanten der Stadtwache, doch gerne einmal wieder eine Schlappe zu. Mit Vergnügen macht er sich auf die Suche nach dem verschwundenen jungen Mann und hört sich in Saramee um, entdeckt dabei Querverbindungen, die bisher keinem anderen aufgefallen sind, und ihn schließlich auf die richtige Spur führen.

 

Christian Endres mischt sich in „Die Grube“ nicht in die große Politik ein wie andere Autoren der Serie, er erzählt eher ein Krimiabenteuer, dessen Ausgang zwar absehbar ist, aber dennoch einige unerwartete Überraschungen bietet.

Die Geschichte ist trotz der beiden Handlungsstränge gut zu überschauen und man wartet gespannt darauf, ob sich Panoptes und Nitsua noch rechtzeitig begegnen. Denn während der Ermittler seine Informationen Stück für Stück in Gesprächen sammelt, muss der junge Mann sich immer wieder schweren Kämpfen stellen, die jederzeit sein Ende bedeuten könnten. Während der Schwertkämpfer eher blass bleibt, besitzt der Gentleman-Ermittler ein wenig mehr Profil und überraschende Seiten.

Auch wenn „Die Grube“ vielleicht nicht zu Highlights der Reihe gehört, sondern stilistisch wie inhaltlich guter Durchschnitt ist, beweist auch dieser Band einmal wieder, dass gute Fantasy-Unterhaltung nicht nur aus den großen Verlagen oder Amiland kommen muss.

 

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Titel: Die Grube

Autor: Christian Endres

Reihe: Saramee Bd.8

Illustration: Chrissi Schlicht

A5 Paperback – 70 Seiten

ISBN: 3-936742-70-7

Verlag: Atlantis Verlag

erschienen Mai 2006

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 16.05.2006, zuletzt aktualisiert: 16.05.2019 14:35