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Die Jagd von Narroway von Rhiannon Williams

Reihe: Wild Creatures Band 1

 

Rezension von Christel Scheja

 

Die australische Autorin Rhiannon Williams studiert noch Englisch und Geschichte an der Universität von Sydney und teilt sich ihre Wohnung mit Freunden. Sie hat bereits Erfahrungen im Theater gesammelt und schreibt seit einiger Zeit. Die Jagd von Narroway ist ihr Debüt und gleichzeitig der Auftakt der Wild Creatures-Reihe.

 

Ottilie und ihr jüngerer Bruder sind in den Sumpfgrotten groß geworden und haben sich schon eine ganze Weile alleine durchgeschlagen, so dass das Mädchen zum Mutterersatz geworden ist. Deshalb ist sie auch ziemlich wütend, als Gulliver eines Tages entführt wird. Sie macht sich auf die Suche nach ihm, auch wenn das bedeutet, dass sie ihre Haare abschneiden und selbst zu einem Jungen werden muss.

Denn dort, wo Gull hingebracht werden soll, sind Mädchen gerade einmal als billige Dienerinnen erlaubt, aber nicht als Novizen für eine schwere und gefährliche Aufgabe.

Ottilie lässt sich dennoch auf das Abenteuer ein, zu lernen, wie man die Schattenschlinger besiegt und tötet, die immer wieder über die Menschen herfallen. Aber kann sie ihre Tarnung ewig aufrecht erhalten?

 

Der Roman richtet sich an selbstbewusste junge Mädchen um die zehn Jahre, die nicht länger nur Prinzessin oder Edeldame sein wollen, sondern selbst Abenteuer erleben möchten, genau so wie die Jungs. Die Autorin hat aber bei ihrer Geschichte darauf geachtet, dass auch Jungs ihren Spaß haben können – denn die junge Heldin benimmt sich teilweise nicht viel anders als ihr Bruder und die anderen Lehrlinge.

Die Geschichte ist natürlich klassisch und bedient sich der üblichen Handlungsmuster – die Kinder werden in einen – wenn auch speziellen - Schulalltag eingebunden, es bilden sich Freundschaften, kristallisieren sich aber auch erste Feindschaften heraus, genau so wie es bei den Lehrern die entsprechenden Typen gibt.

Ottilie schafft es längere Zeit, ihre Tarnung aufrecht zu erhalten, sie findet aber auch eine Verbündete, die sie tatkräftig und aktiv unterstützt.

Romantische Gefühle spielen noch überhaupt keine rolle. Wichtiger ist es für die Figuren einander absolut vertrauen zu können, zu dem zu stehen, was sie sind und was sie können und ihre eigenen Entscheidungen zu treffen.

Das Geschlecht spielt dabei gar keine Rolle – genau so werden alte Rollenmuster immer wieder durchbrochen, auch wenn sie erst einmal Bestand zu haben scheinen. Ottilie wird wieder einmal diejenige, die die Männerwelt zum Umdenken zwingt.

Zudem ist das Buch lebendig geschrieben, hat einen warmherzigen Tonfall und die junge Heldin weiß durch ihr keckes Verhalten auch Jungs in den Bann zu schlagen. Es macht auf jeden Fall Spaß den Abenteuern zu folgen, die für Ottilie und ihre Freunde gerade erst angefangen haben.

 

Fazit:

Damit ist »Die Jagd von Narrowa«, der erste Band von »Wild Creatures« ein Buch für alle Jungen und Mädchen ab zehn, die spannende und lebendige Abenteuer vor einer liebenswert gestalteten Fantasy-Kulisse erleben wollen.

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Eure Meinung:

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Buch:

Titel:Die Jagd von Narroway

Reihe: Wild Creatures Band 1

Original: Ottilie Colter and the Narroway Hunt, 2018

Autorin: Rhiannon Williams

gebunden, 388 Seiten

cbj, September 2019

Übersetzung: Dagmar Schmitz

Cover: Bente Schlick

Karte: Georg Behringer

 

ISBN-10: 3570165582

ISBN-13: 978-3570165584

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B07QLB5C8Q

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Weitere Infos:


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Erstellt: 15.10.2019, zuletzt aktualisiert: 16.10.2019 13:35