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Die Rückkehr der Novakin von Dennis Foon

Reihe: Das Vermächtnis von Longlight, Band 3

Rezension von Christel Scheja

 

Die „Longlight“-Trilogie von Dennis Foon gehört zu den etwas stilleren Werken der Fantasy, die im Jugendbuchsektor erscheint, obwohl sie mit vertrauten Versatzstücken und Elementen der Fantasy spielt.

Aber da die Romane von den jungen Lesern etwas mehr Aufmerksamkeit fordern, sind sie nicht ganz so leicht verdauliche Kost wie viele andere Bücher des Genres.

 

Inzwischen weiß der junge Roan, was von ihm erwartet wird. Er muss den letzten Kampf gegen Darius, den Herrscher von Metropolis anführen und diesen mit den Mitteln besiegen, die ihm durch das Vermächtnis seines Urgroßvaters in die Hand gegeben wurde.

Seit sein Dorf überfallen, seine Schwester Stowe entführt und alle anderen Einwohner getötet wurde, hat sich der Junge stark verändert. Die Verantwortung und das Wissen über die Vergangenheit seiner Familie und seines Volkes hat ihn vor der Zeit erwachsen werden lassen.

Genau so wie der vergebliche Versuche, Stowe aus der Gewalt der Stadtbewohner zu befreien. Darius selbst hat sie zu einer mystischen Figur gemacht, die von den Menschen in den Mauern von Metropolis angebetet wird. Bei den Bemühungen sie zurück zu holen hat er nicht nur seinen Freund, sondern auch seine Schwester verloren, denn sie hat sich ganz offensichtlich von dem unsterblichen Herrn der Stadt in den Bann schlagen lassen. Geschlagen und frustriert zieht sich der junge Mann zurück und findet bei stolzen Amazonen mit seinem Freund Beule Unterschlupf.

Dennoch weiß Roan, dass er nicht einfach aufgeben darf. Er muss für die Freunde und Gefährten, die von Darius unterdrückten Menschen weiterhin das Licht der Hoffnung sein und ihren Kampf auch ohne Stowe anführen.

Doch weil sein Gegner inzwischen herausgefunden hat, wie er den Willen der Menschen lähmen kann, braucht er die Hilfe des stierköpfigen Gottes. Doch um diese zu erlangen muss Roan ein großes Opfer bringen. Werden er oder jemand aus seiner Schar bereit dazu sein, alles zu geben?

 

Im Prinzip erzählt Dennis Foon eine einfache Geschichte, die man in Grundzügen sogar schon in der Heroic-Fantasy finden kann: Ein junger Mann verliert seine Heimat durch den Angriff eines finsteren Zauberers, der die ganze Welt unter seine Herrschaft bringen will. Was den Kampf um so bitterer macht ist die Tatsache, dass der Gegenspieler etwas in seinem Bann gezogen hat, was dem jungen Helden sehr viel bedeutet. Nachdem Roan viele Antworten auf das Warum gefunden hat, und die Vergangenheit kennt, nimmt er seine Rolle als Auserwählter an und rüstet sich mit den treuen Freunden zu einem letzten Kampf, der entsprechende Opfer fordern wird.

Was die Trilogie, im Speziellen den letzten Band „Die Rückkehr der Novakin“ so anders macht ist das Setting, das nicht nur einfache Fantasy ist sondern sehr stark von Science-Fiction-Elementen durchsetzt wird.

Immer wieder blitzen technische Errungenschaften und Relikte aus der Vergangenheit durch - und wenn es nur die Erwähnung von literarischen Werken wie „Alice im Wunderland“ ist. Darius und all die anderen gebieten über Psi-ähnliche Geisteskräfte und handeln die meisten ihrer Konfrontationen in einer Art Traumland ab, physisch begegnen sie sich so gut wie nicht. Erst zum Ende hin wird das anders.

Das ist nicht immer geradlinig erzählt, und die bewusst gewählte Gegenwartsform des Erzählstils machen es nicht immer leicht, der Geschichte zu folgen, zumal sie leider auch einige Längen aufweist. Auch wenn die zusätzlichen Szenen stimmungsvoll den Hintergrund erläutern, die eigentliche Handlung kommt dadurch hin und wieder zum Erliegen.

 

Wer sich darauf einlassen kann, erhält mit „Die Rückkehr der Novakin“ eine faszinierende und spannende Lektüre, die allerdings auch nicht in einem Stück genossen werden kann, da der Autor einfach zu viele Elemente einbringt die erst einmal verdaut werden müssen.

Eure Meinung:

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Anzeige: 1 - 1 von 1.

Anne
Freitag, 24. Oktober 2008 13:59 Uhr
Die ganze Geschichte ist sehr gut. Ich kann dieses Buch nur empfehlen.
Aber der Rezensent hat recht, es ist oft sehr schwer alles in einem durchzulesen. Die Informationsgehalt ist auch sehr hoch, manchmal sogar etwas zu hoch....
Aber trotzdem sind die Bücher schön gegliedert und man weiß immer, wo man ist...
Ein Buch zum Sich-Drin-Verlieren

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Buch:

Die Rückkehr der Novakin

Reihe: Das Vermächtnis von Longlight

Autor: Dennis Foon

gebunden, 406 Seiten

Sauerländer, erschienen Juni 2007

ISBN: 978-3-7941-8044-8

Übersetzung aus dem kanadischen Englisch von Petra Koch-Pawis

Titelbild von Emil Landgreen

ab 12 Jahre

Erhältlich bei Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 07.08.2007, zuletzt aktualisiert: 28.10.2019 13:53