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Die Schlucht von Tina Sabalat

Rezension von Thomas Jeenicke

 

Verlagsinfo:

Ein abgelegenes Dorf ohne jede Verbindung zur Außenwelt, eine verbotene Schlucht und ein harmloser Ausflug, aus dem ein Kampf auf Leben und Tod wird: Die siebzehnjährige Siena läuft um ihr Leben, verfolgt von einem Wesen aus längst vergangener Zeit …

 

Rezension:

Sommerferien zum Davonlaufen. Alles andere als begeistert muss Siena ihre alleinerziehende Mutter auf einen wichtigen Ingenieursauftrag begleiten. Die Reise führt in ein Südtiroler Dorf, in solcher Abgeschiedenheit gelegen, dass nicht einmal ihr Mobiltelefon Empfang hat. Ausgerechnet dort soll sie ihren siebzehnten Geburtstag feiern. Einziger Lichtblick ist die Begegnung mit dem etwa gleichaltrigen Thomas und seinem liebenswert-nervigen kleinen Bruder, doch bald schon verfinstert sich die Lage wieder, als Siena in einer nahe gelegenen Schlucht buchstäblich um ihr Leben rennen muss. Hat Thomas sie bewusst in eine Falle gelockt? Will gar das ganze Dorf sie der urzeitlichen Bestie, die ihr jetzt auf den Fersen ist, opfern?

 

Die Schlucht könnte man (wenn man sich denn für solche Etiketten interessiert) wohl als »Mystery-Thriller« bezeichnen. Es ist jedenfalls kein Fantasy-Roman; letztendlich findet sich für alles eine rationale Erklärung. Wie glaubhaft der Hintergrund dieser Sauriergeschichte dabei tatsächlich sein mag, ist nicht von Belang. Der Leser wird sich kaum mit der Frage beschäftigen, dazu erzählt Tina Sabalat einfach zu spannend. Oder genauer: sie lässt Siena selbst erzählen, nicht ohne trockenen Humor und bisweilen etwas salopp. Glücklicherweise vermeidet es die Autorin aber, ihrer Protagonistin allzu viel »Jugendsprache« in den Mund legen zu wollen (so etwas wirkt immer bemüht und künstlich). Überhaupt erweist sich Sabalat als souveräne Stilistin. Die Dialoge sind überzeugend, die Liebesgeschichte zwischen Siena und Thomas (obgleich an sich recht konventionell) ohne Peinlichkeit erzählt.

 

Freilich liegt der Schwerpunkt von »Der Schlucht« nicht auf der Charakterentwicklung, sondern auf der Handlung – und die ist packend geschildert. Als kleines Manko muss man ein gewisses repetitives Moment nennen, kommt es doch gleich zweimal zu einer Verfolgungsjagd in der Schlucht, Allerdings sind beide Instanzen hinreichend verschieden und diese kleine kompositorische Schwäche ändert auch nichts an dem Gesamturteil: grundsolide Unterhaltung.

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Eure Meinung:

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Buch:

Die Schlucht

Autorin: Tina Sabalat

Taschenbuch, 308 Seiten

neobooks, März 2014

 

ISBN-10: 3847679392

ISBN-13: 978-3847679394

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B00J0VX8MM

 

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Erstellt: 10.10.2014, zuletzt aktualisiert: 31.05.2019 18:27