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Die Sims 2 – Freizeitspaß (PC)

Rezension von Silke Koske

 

Inhalt:

Am 28. Februar 2008 erschien die siebente Erweiterung des Simulationsspiels Die Sims 2. Neben Beruf, Familie, Gartenarbeit etc., werden Deine Sims nun völlig ausgelastet sein - unter den zehn Rubriken: Musik und Tanz, Kreativität und Kunst, Sport, Fitness, Natur, Spiele, Kochkunst, Basteln, Film- und Literatur und Wissenschaft suchen sie sich ein Hobby. Jedes Hobby lässt sich an verschiedenen Gegenständen oder mit Interaktionen ausüben.

 

Hier einige Beispiele.

Ist dein Sim kreativ, lohnt sich die Anschaffung der Töpferscheibe oder der Nähmaschine. Sportliche Sims freuen sich, wenn sie am Radio trainieren dürfen, dann sollte man ein Fußballtor oder den Basketballkorb kaufen. Technisch interessierte Sims schrauben an der Mikrowelle herum, was angesichts fehlender Mechanikpunkte zum Fiasko wird - kauf ihnen lieber einen ferngesteuerten Hubschrauber für den Anfang oder lass sie am Schrottauto rumschleifen.

Wie schon immer sind Aktionen nicht nur mit Gegenständen verbunden. Draußen auf den Rasen klicken, dort können Naturliebhaber Insekten sammeln oder Vögel beobachten. Weniger aktive Sims werden fortan viel am Computer sitzen und für das nächste Videospiel-Turnier trainieren. Eine Teilnahme am Kochwettbewerb lohnt sich schon um die Gesichter zu beobachten, die Freude beim Gewinner und Unverständnis bei den Mitstreitern ausdrücken.

Erwähnt seien noch Geige und Ballettstange für Musik / Tanz, Modelleisenbahn zum selbst gestalten für Bastler, und eine Ameisenfarm für Wissenschaftsfreaks.

 

Die Sims zeigen durch Gesten und Mimik ja sehr deutlich, was sie mögen oder verabscheuen. Hat der Sim Spaß bei seiner Tätigkeit, erscheint vielleicht eine Meldung wie: „Das hat Spaß gemacht!“ oder „Ich bin froh, das ausprobiert zu haben“. Nun sollte man den Hobbybegeisterungsbalken (hinzugekommen unter dem Persönlichkeitsbalken) im Auge behalten. Erscheint ein Rahmen um ein Hobby, hat er seine Obsession gefunden. Nun gilt es, am Ball zu bleiben, denn nur durch regelmäßige Beschäftigung steigen die Begeisterungspunkte. Töpfere bis zum Umfallen, eines Tages kann er hoffentlich mehr als nur Wandteller produzieren. Nebenbei labere andere Sims mit deinem Hobby zu, lese den Artikel in der Zeitung oder recherchiere im Internet, auch dadurch wächst der Begeisterungsbalken. Sind die zehn Punkte voll, ist der Sim „in der Zone“, er leuchtet, geht nun völlig in seiner Leidenschaft auf.

 

Spielspaß und Motivation

In jeder Erweiterung steckt mehr als das Hauptthema. So gibt es hier z.B. fünf neue Berufe, eine neue Lebenslaufbahn, optional eine Nebenlaufbahn, passende Outfits für die Hobbys, Schnick und Schnack zum Dekorieren (z.B. komplette Einrichtung eines Fitnessstudios oder eines Ateliers). Kleinkinder können endlich am Basteltisch zum Buntstift greifen und sogar zu zweit spielen, und die neuen Kinderbettchen waren überfällig.

Immer ein Anreiz sind die Belohnungen. Ob Plakette fürs Gewinnen beim Kochwettbewerb, Mitgliedskarte für den geheimen Hobbyclub, oder der schicke Orden für die höchste Stufe der Hobbybegeisterung – es gibt noch mehr zu entdecken und zu sammeln. Die Geheimgrundstücke bieten die Möglichkeit, alles auszuprobieren (hat man zu Hause keine Nähmaschine, kann man dort seine Topflappen nähen), man trifft Gleichgesinnte – Spannenderes passiert aber nicht.

 

Wer mit „Open for Business“ ein eigenes Geschäft eröffnete, könnte nun sein Warenangebot vergrößern. Leider ist nicht absehbar, ob sich das Schrottauto noch zu Lebzeiten des Sim in eine Edelkarre verwandelt, oder wann die Töpferkunst über die Produktion von Wandtellern hinausgeht, denn die Fortschrittsanzeige über dem Sim- Kopf betrifft nur den Teller, der gerade in Arbeit ist. Bis zu dekorativen Vasen, Krügen oder zum Teeservice wird der Sim es also nicht so schnell bringen. Wer vom eigenen Keramikladen oder gar Autohaus träumt, muss noch auf das übliche Sortiment zurückgreifen, und im Modeladen kann man auch nicht nur Topflappen und Spültücher anbieten. Andererseits ist dadurch die Motivation gegeben weiterzumachen, denn man will ja wissen, was kommt als nächstes. Schließlich kann man seit „Gute Reise“ auch alles an andere Sims verschenken, was sich im Inventar so ansammelt.

 

Ab jetzt werden Sims mit Werbung bombardiert, in Form von Anrufen und dem Aufdrängeln eines Zeitschriften-Abos. Ebenso ärgerlich wie realistisch. Frech finde ich, dass Gäste sich wie selbstverständlich an den Heim-PC setzen, um erstmal im Internet zu surfen! Wo kommen wir denn da hin.

 

Über den Sinn einer „Käse“ - Laufbahn kann man streiten. Über gegrillten Käse reden, gegrillten Käse servieren, jemanden dazu überreden zu servieren und als Lebensziel 200 Hawaiitoasts essen?! Ist sicher machbar, aber ohne die anderen Dinge des Lebens sind diese Wünsche eben nur Käse.

Sinn macht schon eher die Nebenlaufbahn (ja, die Entwickler haben es geschafft, noch einen Balken in die Menüleiste reinzuquetschen). Die erzielten Laufbahnpunkte bei großen Ereignissen wie z.B. Geburt eines Babys, Erreichen der Karrierespitze lassen sich hier in lebenserleichternde Fähigkeiten umwandeln. Ein Romantik-Sim wäre mit der Nebenlaufbahn Ruf gut bedient, denn jede/r gewonnene Freund/in lässt sich schneller umgarnen und ist somit ein potentieller Liebhaber.

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Grafik

Sicher ist „Freizeitspaß“ nicht die aufwändigste Erweiterung in Sachen Grafik. Wer aber fast (oder) alle besitzt, ist spätestens mit den „Jahreszeiten“ mit den oben genannten Mindestanforderungen an Grenzen gestoßen. Angesichts des Detailreichtums bei Sims sollte man unter Grafikoptionen alles auf Maximum einstellen, denn hiervon profitiert das Spiel deutlich. Nicht nur Gegenstände bekommen Struktur, auch die Gesichter der Sims sehen glatter aus, und wozu gibt es Spiegel, wenn man keine Reflexionen darin sehen könnte. Licht- und Schatteneffekte, sowie Dampf und Qualmwolken tragen zur Verschönerung bei.

Mehr Arbeitsspeicher lohnt sich ebenso, denn in einer Großfamilie wo jeder Sim aktiv ist könnte das Spiel schon mal ruckeln.

 

Fazit:

Angesichts der Fülle der Möglichkeiten fällt es schwer, sich auf irgendwas zu konzentrieren, Electronic Arts hat hier noch mal alles gegeben. Nach anfänglicher Verwirrung stellt sich jedoch auch beim Spieler die „Hobbybegeisterung“ ein. Das Spiel wird mit dieser Erweiterung wieder um viele realitätsnahe Aktivitäten und lustige Animationen reicher, Gegenstände sind detailgetreu - man könnte schon detailverliebt sagen – dargestellt. Sims-Fans der ersten Stunde werden auch hierzu sicher ja sagen. Wem das alles über den Kopf wächst, der sollte so spielen wie bisher und einfach sehen, was passiert. Schließlich ist der Spieler der Sim–Gott und entscheidet, was sie zu tun oder gefälligst zu lassen haben.

 

Eure Meinung:

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BiF
Freitag, 28. März 2008 22:22 Uhr
Naja, langsam wird Sims 2 zu einer Wissenschaft, es kommen immer mehr Balken und Anzeigen dazu.

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PC-Spiel:

Die Sims 2 Freizeitspaß

Erweiterungspack (PC)

Simulation

Electronic Arts, 2008

USK: ohne Altersbeschränkung

 

ASIN: B00112ZEPC

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Minimale Systemvoraussetzungen:

Betriebssystem: Windows Vista / XP/ ME / 98 / 2000

Grundspiel “Die Sims 2” wird benötigt

CPU: ab 1,3 GHz

RAM: ab 512 MB

Grafik: ab 32 MB + T&L fähig

DVD-ROM

HDD: 1,5 GB frei

 

Rezensionen:

Die Sims 2 Deluxe Edition


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Erstellt: 21.03.2008, zuletzt aktualisiert: 10.05.2019 10:50