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Die Steinerne Pforte von Guillaume Prévost

Rezension von Bine Endruteit

 

„Die steinerne Pforte“ von Guillaume Prévost ist der erste Teil der Reihe „Das Buch der Zeit“. Es geht um den Jungen Sam, der plötzlich entdeckt, dass er Zeitreisen unternehmen kann.

 

Sam geht es gar nicht gut, denn sein Vater hat sich schon seit zehn Tagen nicht mehr gemeldet, deswegen lebt der Junge zurzeit bei seinen Großeltern. Zwar ist er es gewohnt, dass sein Vater immer mal wieder für eine Weile verschwindet, aber gleich für zehn Tage? Das ist ungewöhnlich. Außerdem hat Sam Geburtstag und kann es sich kaum vorstellen, dass sogar das für seinen Vater nicht wichtig genug sein sollte, um wenigstens mal etwas von sich hören zu lassen. Enttäuscht macht er sich auf in das Haus und den Buchladen, in dem er und sein Vater normalerweise leben. Es könnte ja doch sein, dass er irgendwo eine Nachricht für ihn hinterlassen hat. Natürlich findet er nichts dergleichen, aber im Keller macht er trotzdem eine erstaunliche Entdeckung. Normalerweise sollte er hier nicht sein, dass ist das Reich seines Vaters, der sich hier um alte Bücher kümmert, die restauriert werden müssen, aber irgendetwas zieht ihn dort hin. Voller Erstaunen entdeckt er in einem abgegrenzten Teil des Kellers einen kleinen Raum. Dort findet er einen Stein, auf dem eine Sonne abgebildet ist. Außerdem entdeckt er noch eine Münze und als er diese dort auf den Stein legt, wo eine Einsparung genau dafür gemacht zu sein scheint, wird ihm plötzlich schwarz vor Augen und er fühlt sich, als würde er brennen.

 

Als er wieder zu sich kommt und seine Übelkeit überwunden hat, stellt er fest, dass er sich weit weg zu zuhause befindet. Zu Anfang kann er noch nicht richtig einordnen, was mit ihm passiert ist, aber schnell begreift er, dass er eine Zeitreise gemacht hat. Sein erster Ausflug hat ihn auf eine Insel verschlagen. Mönche bereiten sich hier auf den Angriff von Wikingern vor. Durch einen Zufall entdeckt er auch hier eine Münze und reist mit deren Hilfe weiter in ein anderes Zeitalter. Seltsamerweise scheint sich an seinen Reisezielen immer einer dieser eigenartigen Sonnensteine zu befinden. Er muss nur dort, wo er ankommt, eine passende Münze auftreiben und kann dann weiterreisen. Aber wie kommt er wieder zurück in seine eigene Zeit? Und wo ist sein Vater? Sam glaubt, dass auch der sich auf einer Zeitreise befindet, aber wo ist er und wie kann Sam ihm helfen?

 

„Die steinerne Pforte“ ist der Auftakt zu einem spannenden Zeitreise-Abenteuer. Der Einstieg in die Geschichte fällt noch etwas schwer, da man Sam lediglich von einem Zeitalter ins nächste folgt, der Sinn seiner Reise aber noch etwas verschwommen bleibt. Nachdem er aber wieder in seiner eigenen Zeit angekommen ist und sich mit seiner Cousine verbündet hat, kommt die Story schlagartig in Schwung. Gemeinsam entdecken die beiden das Geheimnis des Buches, das sie neben dem Stein gefunden haben, und finden durch pfiffige Tüfteleien heraus, wo sich Sams Vater befindet. Ab diesem Zeitpunkt machen die Zeitreisen auch wirklich Sinn, da der Junge ja nun ein Ziel hat: Er will seinen Vater finden und ihn zurückholen.

 

Die Charaktere von Sam und seiner Cousine sind sehr gut ausgearbeitet. Besonders in den Protagonisten kann man sich gut hineinversetzen und seine Abenteuer mit Spannung verfolgen. Dagegen bleiben die Personen, denen er auf seinen Zeitreisen begegnet, oft etwas farblos, denn kaum angekommen, reist er meist auch schon weiter. Aus diesem Schema stechen allerdings die Vorfahren des Mädchens, in das er in seiner Zeit verliebt ist, hervor. Hier wird deutlich, dass es der Autor es versteht, geschickte Verknüpfungen zwischen den einzelnen Episoden und Zeiten herzustellen.

 

Das Buch endet mit einem Cliffhanger und man möchte gerne möglichst schnell erfahren, wie es weitergeht. Man darf also hoffen, dass der zweite Teil der Serie nicht zu lange auf sich warten lässt.

 

Eure Meinung:

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Johann
Sonntag, 01. November 2009 14:50 Uhr
Ich bin durch Zufall an dieses Buch geraten und wollte eigentlich nur mal kurz reinlesen, aber da es schon auf den ersten Seiten sehr spannend und witzig ist konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen.

Johann
Sonntag, 01. November 2009 14:50 Uhr
Ich bin durch Zufall an dieses Buch geraten und wollte eigentlich nur mal kurz reinlesen, aber da es schon auf den ersten Seiten sehr spannend und witzig ist konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen.

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Buch:

Die Steinerne Pforte

Autor: Guillaume Prévost

Reihe: Das Buch der Zeit 1

Original: Le Livre du Temps

Übersetzerin: Anke Knefel

Titelgestaltung: Christian Broutin

Arena Verlag 2007

Gebundene Ausgabe, 297 Seiten

ISBN-10: 3401060708

ISBN-13: 978-3401060705

Erhältlich bei Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 23.05.2007, zuletzt aktualisiert: 10.09.2019 19:06