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Die Stunde des Sehers von Dennis Foon

Reihe: Das Vermächtnis von Longlight Bd.1

Rezension von Carmen Huber

 

Lesen ist wie Atmen. Worte sind wie Luft.

 

Mitten in der Nacht wird das friedliche Dorf Longlight von maskierten Reitern überfallen. Nur die Geschwister Roan und Stowe überleben das Massaker – doch hilflos muss Roan mitansehen, wie seine Schwester von den Angreifern entführt wird, während er verletzt zurückbleibt. Als er am nächsten Morgen wieder zu sich kommt, ist Longlight völlig zerstört, seine Bewohner brutal ermordet. Nur mehr verbrannte Ruinen erinnern an das Dorf, in dem er sein ganzes Leben verbracht hat.

 

Nur wenig später wird Roan von Saint gefunden, dem charismatischen Anführer einer religiösen Bruderschaft. Er findet Unterkunft bei „Den Freunden“, wie sie sich selbst nennen, und wird ein Teil ihrer Gemeinschaft. Zum Austausch dafür, dass er Saint aus alten Büchern vorliest – Lesen ist eine seltene Fähigkeit, die nur wenige beherrschen – wird er in anderen Fähigkeiten von den Brüdern unterrichtet. Roan lernt zu kämpfen und muss sich in Geduld, Ausdauer und Konzentration üben. Und schon bald zeigt sich, dass Roan eine unglaubliche Begabung in diesen Dingen hat. Um Rache an den maskierten Reitern zu nehmen und seine Schwester zu retten, vervollkommnt er seine Fähigkeiten immer mehr ...

 

Zugleich mit dem Verlust seiner Heimat gewinnt er jedoch auch einen neuen Gefährten: Eine Schneegrille schließt sich ihm an und wird zum geheimnisvollen Beschützer und treuen Freund Roans. Und immer öfter hat er seltsame Visionen, Träume, in denen er in eine andere Wirklichkeit, das „Traumfeld“ eintaucht – und wo er auch erstmals den Staubessern begegnet, die ihm helfen ... Doch dann muss er erkennen, dass er von Saint und den anderen betrogen wurde und erfährt die tragische Wahrheit über den Untergang Longlights. So beschließt er zu fliehen und sich allein auf die Suche nach Stowe zu machen ...

 

 

Dennis Foon ist bereits Autor zahlreicher Drehbücher für Film und Fernsehen und wurde auch schon vielfach ausgezeichnet, u.a. erhielt er für „Invisible Kids“ den British Theatre Award. „Das Vermächtnis von Longlight“ ist sein erstes Fantasyprojekt und als Trilogie geplant, deren zweiter Teil „Die Stadt der vergessenen Kinder“ bereits erhältlich ist. Gleich auf den ersten Blick fällt die angenehme Gestaltung des Romans auf: „Die Stunde des Sehers“ ist ein schönes Hardcover mit einem gelungenen Coverbild, das wunderbar zum Inhalt des Buches passt – etwas, das ja leider keine Selbstverständlichkeit ist.

 

Die Geschichte selbst ist interessant und gut gelungen, wobei Dennis Foon geschickt verschiedenste Elemente zusammenmixt: Einerseits begegnet man in „Die Stunde des Sehers“ typischer Fantasy wie z.B. Traumreisen oder Visionen, dann wieder tauchen plötzlich Motorräder, moderne Städte und Technik auf. Die Story selbst ist dabei gut durchdacht, die Handlung der Charaktere schlüssig. Die vielen gelungenen Ideen machen das Lesen kurzweilig, wobei v.a. die Staubesser und das Traumfeld sehr interessant sind. Die Charaktere sind sympathisch, wenn auch Roan zwischendurch fast schon zu perfekt ist. Doch dafür schließt man seine Gefährten Beule und auch die Heilerin Alandra bald ins Herz. Viele Andeutungen von noch verborgenen Geheimnissen und ungelöste Fragen machen schon auf den zweiten Band neugierig und zusammen mit dem angenehmen Schreibstil ist „Die Stunde des Sehers“ ein schönes Jugendbuch.

 

Fazit: Ein gut gelungenes Jugendbuch mit interessanten Ideen, das schon neugierig auf die Fortsetzung macht.

 

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Die Stunde des Sehers

Reihe: Das Vermächtnis von Longlight Bd.1

Autor: Dennis Foon

Gebundene Ausgabe: 284 Seiten

Verlag: Sauerländer; Auflage: 1 (Januar 2006)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3794180429

ISBN-13: 978-3794180424

Erhältlich bei: Amazon

 

Weitere Infos:


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Erstellt: 23.05.2007, zuletzt aktualisiert: 20.09.2019 15:49