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Die Tücher der Erinnerung von Manfred Weinland

Reihe: Das Volk der Nacht Band 13

Rezension von Michael Schmidt

 

Das Volk der Nacht ging aus einer Bastei-Heftserie heraus. Nach 50 Romanheften und 60 Taschenheften übernahm der Zaubermond Verlag die Herausgabe in Buchform. Neben den bisher 12 Bänden von „Das Volk der Nacht“ erschienen bisher 5 Bücher der Classic-Reihe jeweils sieben Romanhefte , teilweise mit neuen Texten ergänzt.

Dies ist der zweite Roman über die Werwölfin Nona, eine Subserie innerhalb der „Das Volk der Nacht“„-Reihe. Der erste Roman erschien als Band 3 der Serie mit dem Titel „Erbin des Fluchs“.

Rückblick:

Nona wurde 1511 in Perpignan, Frankreich mit dem Keim des Wolfsfluches geboren. Als sie mit ihrem Vater auf Reisen ist, stirbt dieser und Nona droht die Versklavung in Afrika. Ein rätselhafter Mann, El Nabhal, der Tuchmagier, kauft sie auf und schenkt ihr die Freiheit und ein Zaubertuch, das sie beschützen soll. Nebenbei speichert das Tuch die Erinnerung der Trägerin. Als Bedingung verpflichtet sich Nona, das Tuch wieder zu ihm zurück zu bringen.

Im Jahr 1527 trifft sie auf Landru, den Hüter des Lilienkelches. Der Vampir und sie werden ein Paar, Landru gibt ihr sein Blut aus dem magischen Kelch zu trinken, fortan ist Nona quasi unsterblich.

 

Inhalt:

Nona entschließt sich, das magische Tuch zu El Nabhal zurück zu bringen, um ihre Schuld abzugleichen. In der Hafenstadt Agadir wird sie direkt in eine Vergewaltigung verwickelt, sie befreit die betroffene Frau und tötet die Verursacher.

Die gerettete Tamar und ihre Freundinnen Taina und Samira sind ebenfalls Tuchträger und beschließen, zusammen mit Nona zu El Nabhal zu reisen. Schnell finden sie eine Karawane und trotzen den Mühen der Wüste. Als ein Sandsturm aufzieht, suchen sie Schutz in einer Speicherburg. Doch dort geht es nicht mir rechten Dingen zu. Nona dringt in einen Keller ein, um ihre Gefährtinnen vor einem Wesen, das sich der Schwarze nennt, zu retten. Doch sie versagt. Einzig die Tücher ihrer Gefährtinnen bringt sie an sich.

Sie selbst rettet sich nur durch die Hilfe von kleinen Spinnen, die in ihren Körper wandern. Auf geistigem Wege kann sie mit ihnen kommunizieren. Diese drängen sie dazu, endlich El Nabhal aufzusuchen. Dafür unterdrücken sie Nonas Keim, sie übersteht die Vollmondphase ohne Verwandlung zum Wolf.

Nach weiteren Gefahren in der Wüste, bei der Nona sogar fast unter einer Sanddüne begraben starb, erreicht sie El Nabhals Oase.

Die Spinnen eröffnen ihren Wunsch. Die Insel der Tücher ist in Gefahr. Die Tücher der Erinnerung werden auf einer geheimnisvollen Insel im ionischen Meer hergestellt. Doch diese ist in ihrer Existenz bedroht. Nona erhält den Auftrag, dorthin zu reisen, um die weitere Herstellung der Tücher zu retten.

 

Die Geschichte beginnt recht zäh und langweilig, als hätte der Autor Mühe, sich wieder in die Figur der Nona zurück zu versetzen. Doch als Nona mit der Karawane aufbricht, wird die Erzählung besser. Zwar beginnt die Wüstenreise wie ein Reiseführer, doch als Nona auf den Schwarzen trifft, nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Doch letztendlich besticht der Roman durch wenig Handlung, am Ende bleibt mehr offen, als aufgelöst wurde.

Die Erzählung Walter von Forchheim und seine Erlebnisse während der Kreuzzüge in Jerusalem und seine Strandung auf der Insel der Tücher sind gut gelungen, man darf gespannt sein, welche Rolle er noch in den Nona-Geschichten einnehmen wird.

Absoluter Höhepunkt des Romans ist immer dann, wenn der Autor tief in Nonas Charakter abtaucht. Dann ist es einem fast unmöglich, das Buch auch nur für einen kurzen Moment zur Seite zu legen.

Fazit:

Inhaltlich eher knapp bemessen, ist es trotzdem immer wieder ein Erlebnis, von Nona zu lesen.

 

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Titel: Die Tücher der Erinnerung

Autor: Manfred Weinland

Das Volk der Nacht Band 13 (2002) / Zaubermond Verlag

ISBN: 3931407632

Erhältlich bei: Amazon

 

weitere Infos:


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Erstellt: 11.11.2005, zuletzt aktualisiert: 04.02.2019 15:57