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Die unglaubliche Reise ins Universum von Stephen Hawking

Rezension von Cronn

 

Es existiert die landläufige Meinung, dass Wissenschaft ausschließlich etwas für Erwachsene sei und man Kindern die oftmals schwierigen wissenschaftlichen Theorien niemals zumuten könne, da diese sie nicht verstehen würden.

Diese vorgefasste Meinung wird von Lucy und Stephen Hawking mit ihrem Werk „Die unglaubliche Reise ins Universum“ durchbrochen und als das gezeigt, was sie ist – nicht haltbar.

Stephen Hawking sollte auch jedem an der Wissenschaft interessierten Laien bekannt sein. Der Professor für Mathematik im britischen Cambridge ist seit jeher für seine Öffentlichkeitsarbeit bekannt. Bereits im Jahr 1988 brachte er ein populäres Buch heraus mit dem Titel „Eine kurze Geschichte der Zeit“.

Lucy Hawking, geboren 1970, ist die Tochter von Stephen Hawking. Nach dem Studium französischer und russischer Literatur an der Universität von Oxford wurde sie Journalistin und schrieb bald für zahlreiche bekannte englische Tageszeitungen. Nach der Veröffentlichung von zwei viel beachteten Romanen, begann sie gemeinsam mit ihrem Vater an ihrem ersten Kinderbuch zu arbeiten, das den Titel trägt: „Der geheime Schlüssel zum Universum“. Das Buch wurde ein großer Erfolg und daher lag es nahe, dass die beiden ein zweites Werk verfassten, das nun im Verlag cbj vorliegt. Sein Titel lautet: „Die unglaubliche Reise ins Universum“.

 

Inhalt:

Seit seinem ersten Abenteuer mit dem Wissenschaftler Eric und dessen Tochter Annie weiß George, dass der Super-Computer seiner Freunde die Tür ins Universum öffnet.

Nun stößt George diese Tür weiter auf als je zuvor: Eine abenteuerliche Reise ins Universum führt ihn und seine Freunde in die eisige Polarregion des Mars und zu schwarzen Methanseen auf dem Saturnmond Titan, zu Überresten der legendären Landesonde Huygens und auf eine unglaublich aufregende Spurensuche nach fremdem Leben im All.

Auslöser ist dabei eine Nachricht, die Annie auf dem Supercomputer Cosmos vorfindet. Diese scheint von außerirdischen Lebewesen zu kommen, welche die Menschen auf den Mars locken wollen. Andernfalls drohe die Zerstörung der Erde, so mutmaßen Annie und George aus den geheimnisvollen Zeichen.

Selbstverständlich lassen die beiden nichts unversucht, um die Erde vor diesem schrecklichen Schicksal zu bewahren. Dabei stellt sich die Reise ins Universum nicht nur als spannend, sondern auch als lehrreich heraus.

 

Kritik:

„Die unglaubliche Reise ins Universum“ ist als zweiter Teil herausgekommen, wirkt aber recht eigenständig lesbar. Dabei ist gerade am Anfang die Lesemotivation schwierig. Allzu wenig greifbar ist die Handlung. Sie nimmt erst mit dem Mars-Flug so langsam Fahrt auf.

Als Annie und George schließlich außerhalb unseres Sonnensystems sind, macht die Geschichte Spaß und man liest begeistert, wie sich die Verhältnisse weiterentwickeln.

Eingestreut in die Handlung des Buches sind Abhandlungen wissenschaftlicher Theorien, heruntergebrochen auf die Verstehensmöglichkeiten von Zehnjährigen. Das tut den Erkenntnissen keinen Abbruch, sie sind aber dadurch wesentlich einfacher zu verstehen. Auch wenn dabei manches natürlich vereinfacht dargestellt wird und nicht in aller Komplexität zu zeigen ist, erhalten Kinder jedoch dadurch einen ersten Einstieg in das Hintergrundwissen.

Es sind große Namen vertreten.

So berichtet beispielsweise Dr. Brandon Carter über die Frage, ob das Leben vom Mars kam. Lord Martin Rees fragt nach der Möglichkeit außerirdischen Lebens. Wie man einen Planeten im Weltraum findet erklärt Professor Geoff Marcy, ebenso was die bewohnbare Zone ist. Am Abschluss zeigt Stephen Hawking, wie man das Universum versteht.

All diese Theorien werden durch eine farbliche Unterlegung des Textes kenntlich gemacht. Sie sind Teil eines fiktiven Werkes mit dem Titel „Das universelle Handbuch“.

 

Fazit:

„Die unglaubliche Reise ins Universum“ ist ein Werk, das von seiner leichtfüßigen Wissenschaftlichkeit lebt. Die eigentliche Handlung des Romans tritt dagegen vermehrt in den Hintergrund. Das erschwert dem Leser anfangs recht den Einstieg in das Geschehen. Dies wird später aber dank einer kosmischen Schnitzeljagd besser. Spannung baut sich jedoch nur halbwegs auf.

Die vorhandenen Theorien sind verständlich geschrieben, was sehr erfreulich für all diejenigen ist, die sich dafür interessieren. Den Kindern wird somit der Zugang zur Wissenschaft leicht gemacht.

Für kleine Einsteins ist „Die unglaubliche Reise ins Universum“ ein guter Einstieg in die Raumfahrt-Wissenschaft.

 

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MEDIUM:

Die unglaubliche Reise ins Universum

Autor: Stephen Hawking

Gebundene Ausgabe: 304 Seiten

Verlag: cbj (7. September 2009)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3570133923

ISBN-13: 978-3570133927

Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 11 Jahre

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 30.09.2009, zuletzt aktualisiert: 08.01.2015 12:04