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Die unsterbliche Braut von Aimee Carter

Rezension von Christel Scheja

 

Schon in „Das göttliche Mädchen“ präsentierte Aimee Carter ihre ganz persönliche Vision der griechischen Götterwelt. Die bekannten Gestalten leben mittlerweile mit ganz profanen Namen auf der Erde, wenn auch gründlich abgeschottet in einen Anwesen namens Eden Manor. Kate, die bisher ihre schwerkranke Mutter gepflegt hatte, kommt nicht nur mit ihnen in Berührung, sondern erfährt auch, dass sie dazu bestimmt ist, die Gefährtin von Henry alias Hades zu werden ... und dies nicht nur Willkür ist, sondern das Ergebnis langer Planungen.

 

In „Die unsterbliche Braut“ hat sich das bisher sterbliche Mädchen mit ihrem Schicksal angefreundet und sogar in Henry verliebt. Sie kann eigentlich zufrieden sein, denn sie ist am Ziel ihrer Träume. Aber etwas verändert sich in Henry, er scheint nun auf einmal die Distanz zu suchen? Oder steckt etwas anderes dahinter?

Kate vermutet zunächst Calliope dahinter, die Götterkönigin Hera, die sie von Anfang an nicht leiden konnte und immer wieder zu verhindern suchte, dass eine Sterbliche zur immerwährenden Gefährtin von Hades aufsteigt. Sinnt diese nach ihrer ersten Niederlage vielleicht um so mehr auf Rache?

Als jedoch die Zeremonie, in der Henry sie heiraten und zu seiner Königin machen will, rüde gestört und der Herr der Unterwelt entführt wird, stellt sich heraus, dass noch mehr dahinter steckt – der Zorn der Titanen nämlich, die die ursprünglichen sechs Göttergeschwister vor undenklichen Zeiten besiegen und verbannen konnten.

Auch wenn sie durch ihren Jugend noch die Schwächste unter allen Unsterblichen ist, lässt sich Kate nicht davon abhalten, ihren geliebten Henry zu suchen und zu retten ... auch wenn sie damit ihrer ärgsten Rivalin begegnet - ihrer Schwester Persephone, die Hades immer noch nicht vergessen kann.

 

Wieder vermischt Aimee Carter Elemente klassischer Sagen mit allen Details einer modernen Liebesgeschichte, denn natürlich steht die junge Beziehung zwischen Henry und Kate noch einmal auf dem Prüfstand, ehe sie vollendet werden kann. Deshalb schließt auch der zweite Band direkt an den ersten an, so dass es notwendig wird, „Das göttliche Mädchen“ zu kennen, da die Autorin darauf verzichtet, etwas zu erklären.

Der Ablauf der Geschichte ist interessant. Zwar bietet die Handlung Potential für Action und Abenteuer, diese werden aber zugunsten der Beziehungsgeflechte ziemlich zurückgeschraubt und vereinfacht. Wieder ist die schlimmste Gegenspielerin die rachedurstige und unzufriedene Hera, aber zumindest in der Romanze gibt es noch eine neue Rivalin. Persephone ist natürlich nicht ganz so perfekt wie Kate.

Alles in allem dürften sich Genrefans mit Schaudern abwenden, denn im Grunde dient der Hintergrund nur für eine klassische Liebesgeschichte zwischen jungen Leuten, das magische Brimborium erlaubt es, Gefahren abzuschwächen und zu vereinfachen.

Auch die Figuren sind auf das Notwendigste reduziert und bleiben eher oberflächlich. Und das Ende wartet diesmal mit einem herben Cliffhanger auf.

 

Alles in allem dürfte „Die unsterbliche Braut“ wie auch schon „Das göttliche Mädchen“ vor allem jungen Leserinnen gefallen, denen die griechische Götterwelt im Großen und Ganzen egal ist, wenn ihnen die Beziehungen und Entwicklungen der Liebe viel wichtiger sind als aus dem Hintergrund entstehende Konflikte und Abenteuer.

 

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Jugendroman:

Die unsterbliche Braut

Autorin: Aimee Carter

Original: Goddess interrupted

Paperback, broschiert - 300 Seiten

Mira, erschienen November 2012

Übersetzung aus dem Englischen von Freya Gehrke

Titelbild von Harlequin Enterprises

ISBN-10: 3862784797

ISBN-13: 978-3862784790

Erhältlich bei: Amazon

Kindle Edition

ASIN: B009SP4GN0

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 07.11.2012, zuletzt aktualisiert: 15.11.2019 09:07