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Die verbotene Welt von Irene Salzmann

Reihe: Rettungskreuzer Ikarus, Band 51

Rezension von Christel Scheja

 

Mit dem 50. Band der “Rettungskreuzer Ikarus”-Reihe beendet das Team die Tradition, gemeinsam an einem längeren Zyklus zu schreiben. Nun will man sich kleineren und in sich geschlossenen Geschichten widmen, die nicht mehr als drei oder vier Romane – dann auch nur noch von einem Autor geschrieben – umfassen. Den Anfang macht Irene Salzmann mit „Die verbotene Welt“.

 

Zwar wurde die Wanderlustseuche besiegt, aber die Schäden sind immer noch deutlich sichtbar, viele Planeten leiden unter der Abwanderung der arbeitsfähigen Bevölkerung und nicht wenige sind Plünderern und anderen dunklen Gesellen ausgeliefert. Auch für die Rettungskreuzer gibt es eine Menge zu tun.

Die „Phoenix“ empfängt überraschend einen Notruf vom Planeten Gamorrha III, der eigentlich für Fremde gesperrt ist. Allerdings finden sie im Orbit tatsächlich ein verlassenes Raumschiff, dessen Datenbanken manipuliert und teilweise auch zerstört wurden. Noch übler ist der Fund einer Leiche, die Spuren von Kannibalismus zeigt. Ein weiteres Besatzungsmitglied kann zumindest betäubt geborgen werden. Was ist hier vorgefallen? Liegt die Antwort vielleicht auf dem Planeten selbst? Wer hat die Welt schon einmal betreten und dort überlebt?

Die Nachforschungen verraten, dass Junius Cornelius einer der wenigen ist, die Gamorrahs heimtückischen Bewohnern und der erbarmungslosen Natur entkommen konnten. Aber auch bei seiner Expedition kamen andere ums Leben. Kann er vielleicht die notwendigen Antworten geben, um eine Lösung für das Rätsel zu finden?

 

Das bleibt allerdings nicht das einzige Thema des Romans. Tatsächlich umfassen die Ereignisse über Gamorrah III nur einen kleinen Teil der Handlung, bilden mit der Zeit aber auch einen verbindenden Faden zwischen den einzelnen Szenarien.

Denn auch Jason Knight macht seine Erfahrungen mit der Welt und die Fragen der Phönix-Besatzung könnten eine willkommene Abwechslung für Cornelius werden, der selbst mit Problemen zu kämpfen hat.

Zum einen hat sich die Beziehung zu Pakcheon so entwickelt, dass er nicht mehr ohne ihn sein kann, zum anderen braucht er den Vizeaner, um die Entwicklungen in seinem Geist zu beobachten, die er selbst nicht versteht.

Nicht zuletzt muss sich Sally McLenanne einer Bedrohung stellen, die schon lange über ihr geschwebt hat.

Nicht die titelgebende „Ikarus“-Besatzung steht diesmal im Mittelpunkt der Handlung, tatsächlich sind es überwiegend die eigenen Charaktere, die die Autorin in den Mittelpunkt stellt. Sie baut die Geschehnisse zwar sehr geradlinig aber mit einer gewissen Spannungskurve auf und hat jederzeit die Fäden in der Hand. Zwar sollte man nicht allzu viel Tiefe bei den Figuren erwarten, aber sie werden einem sympathisch genug um ihr Schicksal weiter zu verfolgen.

 

Alles in allem ist „Die verbotene Welt“ der Auftakt zu einem durchaus spannenden Kleinzyklus der „Rettungskreuzer Ikarus“-Reihe, der dem Universum interessante weitere Facetten verleiht ohne dabei die vorhergehenden Ereignisse zu verleugnen.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Die verbotene Welt

Serie: Rettungskreuzer Ikarus 51

Autorin: Irene Salzmann

Atlantis Verlag, April 2013

Taschenbuch, 104 Seiten

Titelbild: Lothar Bauer

 

Kindle-ASIN: B00CEHI6LM

 

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 22.09.2013, zuletzt aktualisiert: 07.06.2019 15:11