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Die verlassene Geschichte von Andres Ibanez

Rezension von Christoph Weidler

 

Prinz Adenar lebt in dem Land Amuala, dem Reich des "Ewigen Augenblick", ein Ort in dem Zeit keine Rolle spielt. Es gibt kein Gestern, Heute, Morgen, Sekunden, Minuten oder Stunden. Was geschieht geschieht im ewigen Augenblick des Jetzt. Ebenso sind Bücher unbekannt, alles was man festhalten möchte wird Mithilfe von Bildern im Gedächtnis, des inneren Ichs, erreicht. Bilder welche auch kollektiv übergreifend ausgetauscht werden kann. Desweiteren haben die Bewohner von Amuala die Gabe sich durch Gedanken mit geliebten Menschen in Verbindung zu setzen. Eines Tage gelingt es Prinz Adenar nicht mehr sich mit seiner Mutter, welche vor langer Zeit dazu entschloß als Drache in den Wolken zu leben, in Verbindung zu setzen. Sie scheint verschollen, wenn nicht sogar Tot zu sein. Zeitgleich schafft es der Adenar auch nicht mehr in sein inneres Ich zu gelangen, Insekten scheinen es in ihrer Gewalt gebracht zu haben und verweigern ihm den Zugang. Eine Bedrohung, welche allen Anschein nach ganz Amuala zukünftig betreffen wird.

So beauftragt Adenars Vater, welcher sich Sorgen um seinen Sohn macht, einen Magier sich dem Problem anzunehmen und seinen Sohn zu heilen. Der Magier untersucht und beobachtet Adenar und kommt zu dem Schluß das dessen Seele verloren gegangen ist. Einzig wenn Adenar seine Seele sucht und findet wird er geheilt sein.

Mithilfe von Magie macht sich Adenar auf die Reise um seine Seele zu suchen, aber er verfehlt seinen angedachten Zielort und landet in einer Odysee auf der Suche nach sich selbst.

 

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Der Roman "Die verlassene Geschichte" ist ein poetisches, vom Stil her leicht orientalisches gehaltendes Werk voller kraftvoller bildlicher und magischer Poesie, welches teilweise von der Handlung her aufmerksam zu verfolgen ist. Aber wer den Faden behält, dem enthüllt sich hier eine stimmungsvolle und gelungende Geschichte mit wichtigen Aspekten wie der Suche nach sich selbst und was einen in der Welt wirklich wichtig ist. Gekonnt weiß der Autor Andres Ibanez diese Punkte in den Blickpunkt der Geschichte umzusetzen. Einzig das Ende des Buches läßt den Leser ein wenig im Trockenen sitzen, Fragen wie "Was ist nun mit der Mutter von Adenar geschehen? Wie hat sich die Bedrohung auf das Reich Amula entwickelt? Was passiert mit Adenars Vater und findet Adenar wirklich die gesuchte Heilung und sein Glück? bleiben offen. Fragen, die somit leider unbeantwortet bleiben und entweder durch das halboffene Ende auf eine Fortsetzung des Romanes weisen, oder das unglückliche Ende eines sonst wunderbaren und perfekt umgesetzten Buches bedeuten.

"Die verlassene Geschichte" entführt den Leser in eine gelungene wunderbar umgesetzte Traumwelt und hinterläßt denoch am Ende leider einen leichten unbefriedigten Nachgeschmack.

 

Eure Meinung:

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Anzeige: 1 - 2 von 2.

Honey
Donnerstag, 08. Februar 2007 18:27 Uhr
Ich habe das Buch gerade gelesen und war begeistert! Aber auch mir kam das Ende eigentlich so vor, als wäre es prädestiniert für eine Fortsetzung... die, wie ich nun glaube feststellen zu müssen, leider gar nicht existiert! Schade!!

sasa
Mittwoch, 15. Februar 2006 16:45 Uhr
Ich persönlich finde das buch super es ist voll kuul und voll spanndend ich würde gerne noch andere bücher von andres ibanez lesen.

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Buch:

Die verlassene Geschichte

Autor: Andres Ibanez

Gebundene Ausgabe

475 Seiten

ISBN: 3-471-79490-5

Verlag: List Verlag

erschienen August 2004

Erhältlich bei Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 29.07.2005, zuletzt aktualisiert: 28.10.2019 13:53