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Die Vögel der Finsternis von Victoria Hanley

Rezension von Christel Scheja

 

"Die Vögel der Finsternis" führen den Leser zurück auf die Welt, die sie durch "Das Auge der Seherin" bereits kennen gelernt haben. Diesmal ist jedoch nicht Prinzessin Torina die Heldin des Buches, sondern ihre Tochter Saravelda, kurz Sara genannt.

 

Die jetzige Königin sucht mit ihrer Tochter die Burg der Heiler auf, denn das Mädchen möchte dort diese magische Kunst erlernen. Zusammen mit ihr kommen auch noch zwei andere junge Leute an, Bern, der eine Verwandte in der Burg hat, und Dorjan, ein Fremder, der nicht einmal aus dem Königreich stammt.

Die obersten Heiler, die Ellowen, sind nicht ganz so glücklich über die Neuankömmlinge, denn sie erinnern sich noch gut an Torinas Vater, der das Land vor einer Generation verwüstet hatte und auch den Heilern Schaden zufügte. Doch sie fügen sich dem Wunsch der Herrscherin, auch wenn Sara gar nicht zu ihnen zu passen scheint, da sie wild und unbändig ist, und sehr viele Wesenszüge des Großvaters zeigt. Dorjan wird Misstrauen entgegengebracht, weil sein Vater aus einem Sklavenhalterstaat stammt, und man bisher noch nie jemanden von außerhalb aufgenommen hat.Nur Bern macht sich mit seinem einnehmenden und scharmanten Wesen eine Menge Freunde.

Die Ellowen stellen sehr bald fest, dass die drei jungen Leute besondere Gaben besitzen: Bern scheint wie zum Heiler geboren, auch wenn die feinfühlige Renaya ahnt, dass hinter der schönen und wohlerzogenen Fassade mehr steckt. Dorjan ist ein mehr als begabter und auch schon halb ausgebildeter Traumheiler, Saravelda schließlich wurde mit der seltenen Gabe der Seelenkrieger geboren. Kann man diese jungen Magier in der Nähe der Silbergrenze lassen, die den Schattenkönig davon abhält in die diesseitige Welt einzudringen, um Leid und Verderben über die Menschen zu bringen?

Zur selben Zeit flieht das junge Mädchen Maeve auf Geheiß seiner Mutter aus der Sklaverei. Der grausame Lord Morlen zeigt großes Interesse an ihr, das weit über das Körperliche hinaus geht. Ganz offensichtlich interessiert er sich für ihre inneren Kräfte. Denn Maeve ist eine Traumgängerin, eine Traumwen und besitzt einen Stein, der die Kräfte desjenigen verstärkt, der ihn trägt. Und Lord Morlen braucht ihn, um seinem dunklen Herrn, dem Schattenkönig, den Weg in die Welt zu ebnen.

 

Auch wenn ab und zu Bezug auf den ersten Teil "Das Auge der Seherin" genommen wird, so benötigt man diesen doch nicht zum weiteren Verständnis des Buches. Es konzentriert sich vor allem auf Maeve, Dorjan und Sara, die schon bald in ein Netz aus Intrigen gezogen werden, dass sich immer enger um sie schlingt. Die Diener des dunklen Herrn wollen sie als Werkzeuge für ihre Zwecke missbrauchen und sind dabei in der Wahl ihrer Methoden nicht gerade zimperlich.

Einen ziemlich großen Raum nimmt die Magie in diesem Buch ein. Die Heilkunst findet nicht nur auf einer rein materiellen Ebene statt, sie ist auch dazu da, um das Gefüge der Welt zusammen zu halten und ein Gleichgewicht zwischen den Mächten des Lichts und der Finsternis zu schaffen. Victoria Hanley weiß dem Leser das komplexe System durchaus nahe zu bringen, dafür vernachlässigt sie allerdings die Charakterzeichnung der Helden und ihre Weiterentwicklung. Dorjan, Sara und auch Maeve bleiben auf wenige Charaktereigenschaften reduziert und daher recht oberflächlich. Sie haben es gerade zum Ende hin sehr einfach, da sich eines ins andere zu fügen scheint. Das macht es auch für unerfahrenere Leser einfach, der Handlung zu folgen, die mehr oder minder ausgetretenen Pfaden folgt, und kaum überraschende Wendungen bietet.

 

Aus meiner Sicht wendet sich der Roman wohl vor allem an etwas ältere Mädchen, die die Fantasy für sich entdeckt haben, sich aber noch nicht an die Bestseller aus dem Erwachsenenprogramm heran trauen. Sie finden dort starke und mutige Frauen mit netten Freunden an ihrer Seite, gefährliche und unheimliche Situationen mit einem spannenden Showdown, fiese Bösewichte und nicht zuletzt auch ein zufriedenstellendes Happy-End.

 

Eure Meinung:

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Sandra
Samstag, 15. August 2009 03:31 Uhr
ich ahb es war noch nicht ganz durch aber bis jetzt kann ich nur sagen das ich es wunderschön finde

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Buch:

Die Vögel der Finsternis

The Healer's Keep, 2002

Autorin: Victoria Hanley

Aus dem Englischen von Cornelia Stoll

Gebundene Ausgabe - Beltz

Erscheinungsdatum: Februar 2004

ISBN: 3407809190

476 Seiten

Erhältlich bei Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 12.08.2005, zuletzt aktualisiert: 12.04.2019 10:59