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Die Wächter von David Baldacci

Rezension von Martin Hammerschmidt

 

Rezension:

David Baldacci zählt seit einigen Jahren schon zu den besten Autoren im Thrillergenre. 1996 veröffentlichte er sein erstes Buch, „Der Präsident“, welches gleich zu einem Weltbestseller forcierte und zudem kurze Zeit später verfilmt wurde. Seine Bücher waren allesamt in den Bestsellerlisten der New York Times vertreten und sind mittlerweile in 40 Sprachen übersetzt. Die unglaubliche Anzahl von 50 Millionen verkauften Exemplaren deutet schon daraufhin, was in Baldacci steckt. In seinem neuen Thriller beschäftigt er sich mit den Problemen des amerikanisch-moslemischen Konflikts und beschwört einen Krieg herauf, der die Menschheit vernichten könnte.

 

Oliver Stone ist Vorsitzender eines exklusiven Clubs am Rande Washingtons. Der „Camel Club“ besteht aus nur vier Mitgliedern, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Wahrheit hinter all den Fassaden des Weißen Hauses zu finden.

Eines Nachts werden sie bei einer ihrer geheimen Sitzungen Zeugen eines Mordes, der so geschickt als Selbstmord getarnt wird, dass die Behörden und Geheimdienste vorerst auf die falsche Fährte gelockt werden.

Stone und sein „Camel Club“ versuchen nun die Wahrheit und die Absicht hinter dem rätselhaften Mord herauszufinden.

Zeitgleich wird Alex Ford, Mitarbeiter beim Secret Service, für den gleichen Fall abgestellt und fängt mit seiner Gehilfin Jackie Simpson an, genauere Informationen über den Fall einzuholen. Als Alex jedoch hartnäckiger als gefordert an den Fall herangeht und in einer anderen Geheimdienstzentrale anfängt herumzuschnüffeln, wird er sogleich wieder zum Außendienst abgestellt.

Dabei schneiden sich die Wege des „Camel Clubs“ und Alex Fords und gemeinsam beginnen sie die Ermittlungen wieder aufzunehmen, bis Ford nach Brennan geschickt wird, zum Heimatort des Präsidenten der Vereinigten Staaten, James Brennan.

Derweil plant dort eine islamitische Terrororganisation ein Verbrechen, welches ein wahres Horrorszenario für den Secret Service darstellen würde.

Auch der Geheimdienstchef, Carter Gray, ahnt noch nichts von der bevorstehenden Bedrohung, welche den Präsidenten direkt betreffen wird.

Als die Terroristen schließlich beginnen, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen, steht Amerika und die ganze Welt unter Schock.

Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, dessen Ziel ist, die Welt vor ihrer größten Katastrophe zu retten.

Und mittendrin befinden sich der „Camel Club“, Alex Ford, eine weitere FBI-Agentin und Jackie Simpson. An ihnen liegt es nun, die Welt zu retten.

 

Der Leser ist von dem Klapptext erst einmal etwas voreingenommen und wird die ganze Geschichte für unglaubwürdig finden. Ein Mord, vier ausgesonderte Armeemitglieder und das Ende der Welt. Hört sich auf den ersten Blick sehr rätselhaft an. Doch im Laufe des Buches verstrickt Baldacci die verschiedenen Handlungen so gekonnt miteinander, dass am Ende alles einen Sinn ergibt und den Leser nicht mehr loslässt.

Die Charaktere des Thrillers sind sehr gut ausgearbeitet, was bisweilen am Anfang etwas auf die Spannung niederschlägt. Nichtsdestotrotz verliert Baldacci nie den Faden und schafft es den Leser in den Fortgang der verschiedenen Handlungen Einblick zu gewähren. Somit kann jener die Handlungsweise jedes Protagonisten sehr gut nachvollziehen und fühlt sich in die Geschichte und den ganzen Verschwörungskomplott regelrecht hineinkatapultiert.

Nach anfänglichen Längen zeigt Baldacci dann, was ihn zu einem gefeierten Bestsellerautor gemacht hat. Die letzten 150 Seiten sind so von Spannung gespickt, dass man am liebsten schon zum Ende vorblättern würde, um zu sehen, wie alles ausgeht. Baldacci bringt eine Wendung nach der anderen in seinen Thriller hinein, ohne die Glaubwürdigkeit groß zu verlieren. Bis auf wenige Stellen hätte der Leser wahrscheinlich genauso gehandelt wie die Protagonisten. Auch das Ende ist ein gelungener Abschluss des Buches, bei dem sich alles schlüssig aufklärt.

Die Spannung, die Baldacci bis dahin aufgebaut hat, ist zum Zerreisen gut. Die letzten 150 Seiten sind die Crème de la Crème, die ein Autor in seinem Buch überhaupt bringen kann. Besser geht es nicht.

 

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass „Die Wächter“ ein sehr guter Thriller ist, der nach anfänglichen Längen immer mehr in Fahrt kommt, bis er schließlich nicht mehr aus der Hand zu legen ist. Das Ende entschädigt in vollem Umfang für den lahmen Anfang.

Baldacci zeigt den Lesern ebenso auf, wie weit doch die Kluft zwischen der westlichen Kultur und des Islams liegt. Nach dem Buch kann man nur beten, dass es nie so weit kommen wird, wie beschrieben!

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Die Wächter

Autor: David Baldacci

Gebundene Ausgabe: 592 Seiten

Verlag: Lübbe (11. Dezember 2007)

ISBN-10: 3785722737

ISBN-13: 978-3785722732

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 15.01.2008, zuletzt aktualisiert: 12.04.2019 16:18