Die weißen Schwestern (Autorin: Astrid Vollenbruch; Einhornzauber Bd. 2)
 
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Die weißen Schwestern von Astrid Vollenbruch

Reihe: Einhornzauber, Bd. 2

Rezension von Christel Scheja

 

Die pferdeverrückte Sonja hat aufregende Tage hinter sich. Nicht nur, dass der Waldhof Frickel, auf dem sie sich immer um die Tiere gekümmert und all ihre Liebe den Ponies Mickey und Bjarni geschenkt hatte, überraschend aufgelöst wurde – nach einem Vorfall mit den frechen Jungs einer Fahrradbande aus der Nachbarschaft ist sie auch noch auf dem Rücken eines schwarzen Einhorns in ein magisches Land voller seltsamer Wesen und düsterer Gefahren geraten. Da ihr auf dem Ritt buchstäblich ein besonderes Amulett in die Hände fiel hat sie ein finsteres Wesen auf sich aufmerksam gemacht, den „Spürer“.

 

Zwar ist das Mädchen sicher in die Realität zurück gekehrt, aber die Erlebnisse lassen ihr keine Ruhe, zumal auch ihr Bruder Phillip und ihre Freundin Melanie eine seltsame Begegnung mit einem fremdartigen Jungen namens Darian hatten, der behauptete, ein Prinz zu sein. Und sie fürchtet um Nachtfrost, der kurz nach ihrer Ankunft auf der Erde von einer seltsamen Frau mitgenommen wurde, die behauptet hat, seine Besitzerin zu sein.

Die drei machen sich auf die Suche nach der mysteriösen Frau von Stetten und entdecken ihr Geheimnis: Sie weiß um Nachtfrost, Darian und das Amulett. Und sie macht Sonja klar, dass sie ihrem Schicksal nicht entgehen kann und sich mit dem jungen Prinzen in das magische Land zurückbegeben muss, um einen Krieg zu verhindern, der ihren Nomadenfreunden das Leben kosten könnte.

Durch einen Fehler und die Selbstsucht Melanies geht Darian in den Nebeln verloren und Sonja muss sich der schweren Aufgabe alleine stellen, die um so schwerer ist, nun da der „Spürer“ weiß, wen er jagen muss.

Auf den jungen Prinzen und die unvorsichtige Melanie, die sich durch eine unheimliche Landschaft kämpfen müssen, warten in den Nebeln die „Weißen Schwestern“, die eigene Pläne mit „ihren“ Auserwählten haben...

 

Wie schon der erste Band ist auch „Die weißen Schwestern“ warmherzig und lebensnah erzählt. Sonja, Melanie und ihre Umgebung sind glaubwürdig dargestellt, zeigen auch schon einmal Schwächen, machen fatale Fehler und reiten sich in Schwierigkeiten hinein. Die Welten in denen sie sich bewegen sind keine idyllischen Paradiese, in denen Probleme schnell gelöst werden und es für alles ein Happy End gibt. So umschifft die Autorin sicher die für Mädchenbücher so typischen romantischen und herzerweichenden Klischees.

Zwar stellt sie auch die Bösewichte kindgerecht da, aber nicht so harmlos, als dass man sich nicht vor ihnen fürchten müsste. Vor allem die Darstellung des Spürers ist erschreckend plastisch.

Man erfährt nun mehr über die magischen Hintergründe und die Bedeutung des Amulettes, begegnet neben den Elarim auch noch anderen Völkern der neuen Welt und ahnt, in welch gefährlichen Konflikt Sonja verwickelt werden wird. Die Andeutungen und Hinweise machen Lust auf mehr, auch wenn dieses Buch wieder in sich geschlossen ist.

 

Auch „Die weißen Schwestern“ besitzt all das, was Mädchen zwischen zehn und vierzehn sehr gefallen dürfte: Zunächst ist da eine Heldin, die Pferde über alles liebt und mit Leidenschaft an ihre Pläne und Aufgaben geht; Freunde und Geschwister ohne die man irgendwie nicht auskommt, die man öfters aber auch in den Hintern treten könnte, weil sie üble Fehler machen, und nicht zuletzt ein magisches Abenteuer, das es in sich hat, und mit immer neuen Überraschungen und spannenden Situationen aufwartet.

Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 2023060416195204c9de4b
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Die weißen Schwestern

Reihe: Einhornzauber Bd. 2

Autorin: Astrid Vollenbruch

gebunden, 192 Seiten

Kosmos, Stuttgart, erschienen Februar 2007

ISBN 978-3-440-10847-5

Titelbild von n.n, Karte von Astrid Vollenbruch

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 19.02.2007, zuletzt aktualisiert: 11.03.2023 10:39