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Die Zeitdiebe von Val Tyler

Reihe: Die Greenwich-Chroniken

Rezension von Heike Rau

 

Als Tid Sofie kennen lernt, ahnt er nicht, dass sie eine Wracka ist. Das Mädchen ist schließlich gewaschen, gekämmt und sauber angezogen. Es macht Spaß mit ihr zu spielen. Tid zeigt ihr sogar den geheimen Ort. Versteckt in einem Baum befindet sich die Werkstatt seines Großvaters. Im Auftrag von Old Killjoy machen sich Snot, so heißt Sofie in Wirklichkeit, Sniff und Spit auf den Weg, den Tick aus der Werkstatt zu klauen.

Als Zeitvater Tim, der Großvater von Tid, feststellt, dass der Tick verschwunden ist, ist er über alle Maßen erschrocken. Ohne den Tick im neuen Zeitmesser, der bald seine Arbeit zum Jahreswechsel aufnehmen muss, wird die Zeit für alle Ewigkeiten stehen bleiben. Tid weiß natürlich sofort, was er angerichtet hat. Doch zunächst schweigt er. Vor dem Hüterrat fasst er sich allerdings ein Herz und gesteht die Wahrheit. Er hat einer Fremden die Werkstatt gezeigt und nun ist der Tick verschwunden. Die Ratsmitglieder sind entsetzt. Zeitvater Tim bleibt nur der Rücktritt. Es ist nun nicht mehr seine Aufgabe, den Tick zu finden.

Doch Tid findet keine Ruhe. Unruhig streift er herum und entfernt sich viel zu weit. Doch er trifft Sofie wieder, die nämlich aus der Drunterwelt abgehauen ist, weil sie es da unten nicht mehr ausgehalten hat. Zusammen mit Zeitvater Tim schmieden die beiden eine Plan, um den Tick von den Wrackas zurückzuholen. Doch dazu müssen sie den Hüter, der für diese Gegend zuständig ist, um Hilfe bitten. Zeitvater Tim ist der Weg zu weit und so machen sich Sofie und Tid auf den Weg.

 

Die Geschichte ist außergewöhnlich originell, das fällt sofort auf. Sie spielt in der Drüberwelt und in der Drunterwelt. Die Zeithüter der Drüberwelt leben im Verborgenen und können von Menschen nicht gesehen werden. Sie sind ein Volk der Denker. Die Wrackas der Unterwelt haben es nicht so mit dem Nachdenken. Ihnen mangelt es an Intelligenz. Sie stinken vor sich hin, leben von Abfällen und vertreiben sich die Zeit damit, ihre Bösartigkeit untereinander auszuleben.

Diese Unterschiede der Mitspieler im Buch, macht die gut ausgedachte Handlung sehr spannend. Die gute Ausarbeitung des Planes zur Rückholung des Ticks nützt nämlich nichts, weil die Wrackas in ihrem Verhalten nicht einzuschätzen sind. Sie handeln aus ihren Launen heraus und sogen für viele urkomische Szenen. Nur jemand, der sich in ihrer Welt auskennt, kann gegen die Wrackas ankommen und das ist Überläufer Sophie. Sie kennt sich in dem unterirdischen Labyrinth aus. Aber auch die Wrackas spannen sie für ihre Interessen ein. So wird Sofie praktisch zur Doppelagentin. Das sorgt für ungeahnte Wendungen im Buch. Es gibt noch eine solche Figur, die allerdings von der Drüberwelt in die Drunterwelt wechseln will, weil sie sich zu den Bösewichten hingezogen fühlt und das ist Shelton. Auch er gerät zwischen die Fronten.

Für eine abwechslungsreiche Lektüre ist gut gesorgt. Als Leser wird man gefesselt von der turbulenten Handlung. Die Geschichte ist flott und kurzweilig geschrieben und trägt eine klare Botschaft. Man muss sich wie Sofie und Shelton im Leben entscheiden, ob man auf der Seite des Guten oder des Bösen stehen will. Dieses ernste Thema wurde mit viel Humor umgesetzt.

 

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Die Zeitdiebe

Reihe: Die Greenwich-Chroniken

Autor: Val Tyler

432 Seiten, gebunden

Coppenrath Verlag; Auflage, Juni 2008

ISBN-10: 381579269X

ISBN-13: 978-3815792698

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 10.07.2008, zuletzt aktualisiert: 13.08.2019 20:21