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Drachenglut von Jonathan Stroud

Rezension von Carsten Kuhr

 

Fordrace, ein kleines, verschlafenes Örtchen an der Englischen Küste wird aus seinem Dornröschenschlaf geweckt. Bei Grabungen an der anglikanischen Kirche wird ein altes Keltenkreuz gefunden. Tom Aubrey, der erst kürzlich zum Pfarrer bestellt wurde, ist die Publicity gerade recht. Endlich kann er seine Gemeinde aufrütteln, kann seine etwas behäbigen Schäfchen aus ihrer Selbstgefälligkeit wecken. Archäologen reisen an, das beschädigte Kreuz und dessen Relief zu untersuchen. In der folgenden Nacht wird in die Kirche eingebrochen, und auch die Fundstätte heimgesucht. Unbekannte haben den abgebrochenen Arm des riesigen Kreuzes entwendet, das Motiv bleibt zunächst rätselhaft. Unser wackerer Pfarrer macht sich auf, das Geheimnis des Kreuzes zu lüften. In der örtlichen Bücherei wird er fündig. Überlieferungen berichten davon, dass die Gegend vor Jahrhunderten von Hexen heimgesucht wurde, von schlafenden Drachen wird gemunkelt. War das Kreuz dazu da, das Böse zu bannen? In der Zwischenzeit geschehen rätselhafte Dinge rund um Fordrace. Menschen fallen ins Koma, erwachen nach absonderlichen Träumen mit übernatürlichen Fähigkeiten. Ist wirklich etwas dran, an der Mähr des bösen Drachen, und ist dieser nach der Zerstörung des Kreuzes gar wieder erwacht...?

 

 

Jonathan Stroud hat die Herzen unzähliger Leser mit seiner Bartimäus Trilogie im Sturm erobert. Kein Wunder, dass der Boje Verlag versucht sich mit einem früheren Roman des Autors an diesen Erfolg anzuhängen.

Den Leser erwartet ein Buch, das ganz anders als die Bartimäus Bände nicht für ein Publikum jeglichen Alters verfasst wurde. Hier erzählt der Autor eine letztlich einfach gestrickte Geschichte für eine jugendliche Klientel.

Sowohl stilistisch als auch von der Anlage des Plots her ist das Buch einfach gestrickt, was nicht heißen soll, dass es nicht spannend und kurzweilig zu lesen sei. Doch den besonderen Reiz der Bartimäus Bücher mit den munteren Dialogen, den zugrunde liegenden, durchaus tiefsinnigen, Überlegungen und der vielschichtigen Handlung sucht der Leser hier vergebens.

 

Die Protagonisten in Drachenglut sind einprägsam gestaltet, die Suche nach Auflösung des Rätsels kurzweilig aufbereitet. Aber, und das ist ein großes Aber, es gelingt Stroud in diesem Band nie, mich wirklich in seinen Bann zu schlagen. Das liest sich alles recht nett und flüssig, doch eben auch ziemlich vorhersehbar, und das Finale lässt doch sehr zu Wünschen übrig.

 

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Buch:

Drachenglut

Autor: Jonathan Stroud

Original: Buried Fire

Übersetzerin: Nina Schindler

Umschlagillustration: Inge Miehr

Boje Verlag, Januar 2007

Hardcover mit Schutzumschlag, 316 Seiten

ISBN-10: 3414820277

ISBN-13: 978-3414820273

Erhältlich bei Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 06.05.2007, zuletzt aktualisiert: 10.09.2019 19:06