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DREAM - Ich weiß, was du letzte Nacht geträumt hast von Lisa McMann

Rezension von Bine Endruteit

 

Inhalt:

Janie hat eine ungewöhnliche Gabe: Sie kann in die Träume von anderen Menschen eintauchen. Genau genommen tut sie das nicht freiwillig, sondern wird automatisch in die nächtlichen Fantasielandschaften eines Menschen gezogen, wenn er in ihrer Nähe in Schlaf fällt. Mit der Zeit hat sie gelernt, sich aus Träumen zurückzuziehen, allerdings funktioniert das nur bei solchen der angenehmen Variante, Alpträume kann sie nicht verlassen. Auch sonst muss sie noch viel trainieren, wenn sie sie irgendwann steuern will wie einen Film. Das Schlimmste sind allerdings die Taubheitsgefühle, die ihren kompletten Körper durchziehen und die Schwärze, die sie umgibt, wenn sie wieder aufwacht.

 

Das Mädchen hat sich dafür entschieden, mit ihren Fähigkeiten der Polizei zu helfen. Als sie gefragt wird, ob sie an einem Fall mitarbeiten will, der an ihrer eigenen Schule für Aufregung sorgt, sagt sie ohne zu zögern zu. Carl, ihr Freund, würde sie zwar lieber in Sicherheit wissen, Janie hat jedoch ihren eigenen Kopf. Es wird vermutet, dass an der Schule Schülerinnen von Lehrern sexuell belästigt werden und sie will dem unbedingt ein Ende bereiten. Zu diesem Zweck versucht sie sogar selbst, sich ihren Lehrern gegenüber möglichst aufreizend zu verhalten und beginnt sogar, mit einem zu flirten. Klar, dass ihr Freund Carl da eifersüchtig wird. Aber vielleicht bringt Janie das auf eine heiße Spur. Sie beginnt, sich in den Träumen ihrer Mitschüler umzusehen...

 

Rezension:

"Dream – Ich weiß, was du letzte Nacht geträumt hast" ist der zwei Teil aus der Serie um das Mädchen Janie mit ihren ungewöhnlichen Fähigkeiten. Nachdem die Autorin Lisa McMann sie uns in "Wake" bereits vorgestellt hatte und man als Leser schon vertraut mit dem "Traumfangen" ist, konzentriert sie sich hier mehr auf die Ausarbeitung der Charaktere.

 

Schon nach den ersten Sätzen wird einem aber erneut die große Schwäche von McManns Schreibstil bewusst: Der Roman ist komplett im Präsens verfasst. Zusätzlich sind die Satze sehr kurz und einfach gehalten. Diese Kombination sorgt dafür, dass man das Gefühl hat, einen sehr unbeteiligten Bericht zu lesen. Als Leser kann man nicht wirklich gut in die Geschichte eintauchen, sondern wird nur an die Hand genommen und es werden einem von Außerhalb auf sachliche Weise die Fakten dargelegt. Deswegen geht leider komplett das Gefühl einer spannenden Geschichte verloren.

 

Dabei hätte gerade dieses Buch wirklich viele Möglichkeiten, den Leser zu berühren. Lisa McMann lässt Janie ein intensives Gefühlschaos durchleben. Einerseits natürlich durch ihre Besuche in anderen Träumen, dazu kommen aber auch ihre eigenen Gefühle gegenüber ihrem Freund Carl und sein Verhalten ihr gegenüber. Ihr neuer Job stellt die Beziehung auf eine harte Probe. Und nicht zuletzt ist es die latente Bedrohung durch einen Sexualtäter, die sie begleitet. Da ist es schon fast eine Kunst, die komplette Handlung so dermaßen emotionslos zu gestalten.

 

Das Thema selbst ist durchaus interessant, gibt es doch immer wieder Fälle, in denen junge Mädchen sind von älteren Männern sexuell in Bedrängnis gerückt sehen. Allerdings hätte man sich auch hier mehr Informationen dazu gewünscht, was man denn wirklich tun kann, wenn einem selbst so etwas passiert, schließlich richtet sich der Roman deutlich an eine ebenso junge und weibliche Leserschaft, wie Janie es ist.

 

Fazit:

Insgesamt ist der Roman also eher enttäuschend, auch wenn er auf einer guten Idee aufbaut. Der Schreibstil ist so auffallend leserunfreundlich, dass er den kompletten Spaß an der Geschichte unterbindet, der hier entstehen könnte.

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Buch:

DREAM - Ich weiß, was du letzte Nacht geträumt hast

Original: Fade

Autor: Lisa McMann

gebundenen, 272 Seiten

Bastei Lübbe, 25. August 2010

ISBN-10: 3414822652

ISBN-13: 978-3414822659

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 29.10.2010, zuletzt aktualisiert: 20.09.2019 15:49