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Dunkle Fesseln von Diana Pharao Francis

Reihe: Shadowblade, Bd. 1

Rezension von Christel Scheja

 

Die amerikanische Autorin Diana Pharao Francis unterrichtet im Hauptberuf Englische Literatur an der Universität von Montana und hat bereits sechs High-Fantasy-Romane und mehrere Kurzgeschichten veröffentlicht, von denen jedoch nichts in Deutschland veröffentlicht wurde.

So ist sie hierzulande noch ein unbeschriebenes Blatt und debütiert für den deutschen Leser mit ihrer „Urban Fantasy“-Reihe „Shadowblade“, dessen erster Band „Dunkle Fesseln“ gerade erst erschienen ist.

 

Vor mehr als dreißig Jahren besuchte Max zusammen mit ihrer besten Freundin Giselle eine Party. Damals stellte ihr diese eine Frage, die alles in ihrem Leben verändern sollte: Wisst du nicht unsterblich sein, stärker und schneller als jeder Mensch?“ Die junge Frau antwortete damals spontan mit „Ja!“. Kurze Zeit später schlief sie ein und erwachte in einem ihr fremd gewordenen Körper.

Seit dieser Zeit ist sie eine „Shadowblade“ eine Kriegerin der Nacht, die immer dann zur Höchstform aufläuft wenn alles ganz dunkel ist. Ihre neu gewonnenen Kräfte haben einen hohen Preis: Sie muss mehr essen als jeder normale Mensch und bereits Sonnenlicht würde sie qualvoll töten.

Giselle hat damals ihr wahres Gesicht gezeigt, aber vor Max auch kein Blatt vor den Mund genommen. So weiß die Kriegerin alles über sich und den Bund, der zwischen ihr und der Zauberin besteht und ahnt auch, dass dieser nur endet, wenn sie stirbt. So lange wird Giselle immer bemüht sein, sie bei sich zu behalten.

Max hingegen hadert seit dreißig Jahren mit ihrem Schicksal und erweist sich deshalb auch jetzt noch als sehr störrisch und rebellisch, selbst gegenüber ihrer Herrin Giselle. Daran kann auch Alexander nicht viel ändern, der Shadowblade einer anderen Hexe, der sich unsterblich in Max verliebt und auch in dieser seltsame Gefühle weckt.

Dann entdeckt Max bei der Erfüllung eines Auftrages zufällig, dass die sogenannten Hüter – mächtige, engelsgleiche Wesen, eine Apokalypse heraufbeschwören wollen, die das Gesicht der Erde nachhaltig verändern und vielen, wenn nicht allen Lebewesen den Tod bringen könnte.

Ausgerechnet Max scheint aufgrund einer Vision dazu ausersehen zu sein, eine tragende Rolle in dem Bemühen zu spielen, das Verhängnis aufzuhalten.

 

Man merkt, dass Diana Pharaoh Francis bereits die Routine einer erfahrenen Autorin besitzt. Der Roman ist sauber durchkomponiert, es gibt weder logische Lücken noch Schwächen. Die Handlung ist spannend und lässt sich flüssig lesen. Auch die Figuren sind soweit ausgearbeitet, dass man sie sich plastisch vorstellen kann und mit ihnen fühlt.

Vor allem Max gewinnt sehr schnell Sympathien, weil sie stark und selbstbewusst wirkt und Vorbildfunktion bekommt, auch wenn sie selbst noch eine Gefangene ihrer Herrin ist. Denn ihr Wille ist ungebrochen.

Die Handlung selbst nimmt Fahrt auf, als Max und die anderen wichtigen Figuren eingeführt. Der etwas längere Einstieg macht nämlich Sinn, da das komplizierte Beziehungsgefüge zwischen Hexen und Shadowblade im Allgemeinen und Giselle, Max und Alexander im Speziellen, später noch an Bedeutung gewinnt.

Eine Romanze ist zwar auch vorhanden, bleibt aber eher im Hintergrund. Im Mittelpunkt stehen eher das Abenteuer und die Gefahren, die auf Max und die anderen in der Gegenwart und Zukunft lauern.

Da das Tempo schnell und der Umgangston recht rau ist, gehört das Buch eher zu den Thrillern als zu den paranormalen Romanzen, was es auch für Leser interessant macht, die nicht ganz so viel mit Liebesgeschichten anfangen können.

 

Alles in allem gehört „Dunkle Fesseln“, der Auftakt der Serie „Shadowblade“ zu den ausgereifteren Titeln der actionreichen aber düsteren Mystery-Thriller mit Urban Fantasy Einschlag, denn die Autorin versteht es ausgezeichnet eine spannende Handlung mit einprägsamen Figuren, interessanten Hintergründen und einem Hauch von Liebe und Magie zu verbinden.

 

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Buch:

Dunkle Fesseln

Shadowblade, Bd. 1

Autorin: Diana Pharao Francis

broschiert, 432 Seiten

Knaur, erschienen November 2010

Übersetzung aus dem Englischen von Jacob Schmidt

Titelbildgestaltung von Zero Werbeagentur

ISBN-10: 3426652420

ISBN-13: 978-3426652428

Erhältlich bei Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 20.02.2011, zuletzt aktualisiert: 31.05.2019 18:27