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Dunkler Lord – Der Aufstieg des Darth Vader von James Luceno

Rezension von Christel Scheja

 

Längst ist das Star Wars Universum nicht mehr nur auf die von George Lucas geschriebenen und produzierten sechs Filme beschränkt. Längst gehören auch Romane und Comics, ja selbst die Computerspiele zum offiziellen Kanon und werden in den jeweils anderen Medien berücksichtigt.

Man arbeitet Hand in Hand, um den Hintergrund auszuarbeiten, und die Abenteuer zu erzählen, für die in den Filmen kein Platz war. So ist zum Beispiel das Schicksal von Anakin Skywalker alias Darth Vader oder den Jedi nicht schon mit dem Ende von „Episode 3 – Die Rache der Sith“ besiegelt.

 

Der Übergang vom gefallenen Jedi zum Sith-Lord ist für Anakin Skywalker nicht ganz so einfach, wie es zunächst den Anschein hat. Gefangen in seinem Überlebensanzug hadert er mit dem Schicksal und lässt seiner Wut freien Lauf, nun ein Krüppel zu sein und viele von seinen Fähigkeiten verloren zu haben. Er weiß, dass er von Darth Sidious alias Imperator Palpatine keine Hilfe erwarten kann, sondern nur das Angebot, weitere Macht zu erlangen. Unter den Sith ist es nicht üblich sich zu unterstützen, wie Verrat aussehen kann, hat er selbst miterlebt, als er zum Henker von Count Dooku wurde.

Und auch seine Stellung ist noch lange nicht gefestigt. Viele halten ihn für eine ähnliche Missgeburt wie General Grievous und nehmen ihn nicht gerade ernst, versuchen seine Befehle zu unterlaufen oder geben ihm Widerworte.

Nichtsdestotrotz erhält Darth Vader den Auftrag, sich auf die Jagd nach Jedi zu begeben und geflohene Senatoren aufzuspüren, die mit der diktatorischen Regierung und den strengeren Gesetzen nicht ganz einverstanden sind.

Er lernt dabei zunächst einmal seine Grenzen kennen, was ihn noch wütender und verzweifelter macht. Erst auf Kashyyk, der Welt der Wookies findet er durch den Kampf mit einem Jedi-Meister, der ihm mehrfach Schwierigkeiten machte, seine Kräfte und das Vertrauen in sich wieder. Das ist der erste Schritt zu dem Darth Vader, dessen Name zwanzig Jahre später die Galaxis mit Angst und Schrecken erfüllt.

Auch andere versuchen ihren Platz in der neuen Ordnung zu finden, ohne ihre Ideale zu verraten. Dazu gehören nicht nur Bail Organa und Mon Mothma, die ihr gefährliches Spiel gegen das Omperium beginnen, sondern auch die Jedi, die Order 66 überlebt haben, und nun lernen müssen, im Untergrund weiter zu leben...

 

„Dunkler Lord – Der Aufstieg des Darth Vader“ ist wie viele der neuen Star-Wars-Romane sorgfältig recherchiert und führt offene Enden des Films logisch und glaubwürdig weiter. Zwar wird der Hauptteil der Handlung von unbekannten Figuren getragen, man erfährt aber auch viel über das Schicksal der Haupthelden und – schurken kurz nach dem Duell auf Mustafar.

Das ganze bewegt sich allerdings auf Unterhaltungsniveau und geht nicht sonderlich in die Tiefe, die Motivation von Darth Vader und sein Kampf gegen das, was noch von anakin Skywalker in ihm übrig geblieben ist, werden zwar angerissen, aber nicht richtig ausgeführt.

Das Buch kann aber in der Dynamik des Handlungsaufbaus mit dem Film gut mithalten.

Insgesamt rundet der Roman die Ereignisse um Anakin Skywalkers Fall gut ab und richtet sich daher vor allem an die Fans der Saga und all jene, denen das Ende von „Episode 3: Die Rache der Sith“ zu abrupt war.

Eure Meinung:


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Dunkler Lord - Der Aufstieg des Darth Vader

Autor: James Luceno

broschiert, 336 Seiten

Blanvalet, erschienen Dezember 2006

ISBN: 3-442-36609-7

Übersetzung aus dem Amerikanischen von Regina Winter

Titelbild von David Stevenson

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 12.12.2006, zuletzt aktualisiert: 16.04.2019 09:45