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Ein Sukkubus in Nöten von Jackie Kessler

Reihe: Die Schönen der Hölle, Bd. 1

Rezension von Christel Scheja

 

Schon als Kind träumte Jackie Kessler davon, Autorin zu werden, wenn auch weniger für Romane als für Comics. Letztendlich verkaufte sie ihr erstes Werk doch im Bereich der romantischen Fantasy und ist dieser bisher treu geblieben. Allerdings auch der Liebe zu den graphischen Erzählungen, denn ihre Familie teilt sich das Haus in New York mit sehr vielen Comics.

 

„Ein Sukkubus in Nöten“ ist der Auftakt einer ganzen Reine von Romanen, in der die Hölle eine etwas andere Aufgabe hat – nämlich nicht unbedingt um die Bösen dort festzuhalten, sondern um den wahren Teufel abzulenken und die Seelen der Sünder zu reinigen.

Allerdings verschwendet Jezebel, ein Sukkubus, nur wenige Gedanken an diese besondere Aufgabe, sie geht voll und ganz in dem auf, was sie tut – bis zu dem Tag, an dem sie etwas aufrüttelt.

Sie beschließt aus der Hölle zu fliehen, weil sie es nicht länger aushält und entzieht sich den Dämonen schließlich mit Hilfe einer Hexe, die sie mit einem Zaubertrank menschlich macht.

Doch auch in der Welt der Sterblichen ist das Leben nicht ganz so einfach wie sie gedacht hat. Neben vielen neuen Eindrücken muss sie auch verarbeiten, dass ihr Nahrung, Unterschlupf und Geld so in den Schoß fallen. Sie merkt sehr schnell, dass sie auch nicht alles und jedem vertrauen kann und die Menschen mit sehr vielen unterschiedlichen Gefühlen zu kämpfen haben.

Spätestens als sie den gut aussehenden Paul kennen lernt, ist es um sie geschehen, denn er lässt sie vergessen, dass sie immer noch in Gefahr ist, von ihren direkten Herren aufgespürt und bestraft zu werden und auch andere Menschen durchaus ein doppeltes Spiel mit ihr treiben.

Doch es ist die Liebe zu dem sterblichen Mann, der Jezebel schließlich dazu veranlasst, eine folgenschwere Entscheidung zu treffen.

 

„Ein Sukkubus in Nöten“ ist einer jener Romane, die man ohne faden Nachgeschmack lesen kann. Der Roman ist flüssig geschrieben, unterhaltsam und humorvoll, spart nicht mit kleinen Seitenhieben auf die ach so sündige Menschenwelt und strahlt knisternde, ja fast schon derbe Erotik aus.

Mehr als eine entspannende Lektüre sollte man allerdings nicht erwarten, denn sowohl die Handlung als auch die Charaktere baden im Klischee. Man merkt dabei sehr deutlich, dass die Autorin Comics liebt, sie neigt zu munteren Übertreibungen und gelegentlichen Plattheiten, wie man sie oft in den gezeichneten Geschichten findet.

Der phantastische Hintergrund ist dabei eher Mittel zum Zweck und nicht unbedingt notweniger Teil der Handlung, denn vieles hätte mit kleinen Abstrichen auch in einer magiefreien Umgebung spielen können.

So kann die Geschichte gar nicht sonderlich in die tiefe gehen oder gar einen interessanten Hintergrund bieten, der auch den Genrefan anspricht.

 

Alles in allem ist „Ein Sukkubus in Nöten“ ein zwar solide geschriebener und unterhaltsamer Liebesroman, für den Genrefan selbst allerdings zu uninteressant, da die phantastischen Elemente eher schmückendes Beiwerk sind. Vor allem Leserinnen, die etwas leidenschaftlichere und derbere Liebesgeschichten mögen, sind bei der augenzwinkernden Story gut aufgehoben.

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Buch:

Ein Sukkubus in Nöten

Reihe: Die Schönen der Hölle, Bd. 1

Autoren: Jackie Kessler

Klappbroschur, 378 Seiten

Lyx, erschienen August 2010

Aus dem Englischen von Anja Hackländer

Titelbild von Ramona Popa

ISBN-10: 3802583000

ISBN-13: 978-3802583001

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 25.09.2010, zuletzt aktualisiert: 12.01.2019 12:03