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Eine Vampirin auf Abwegen von Lynsay Sands

Reihe: Argeneau-Saga Bd. 3

Rezension von Christel Scheja

 

Bisher waren es immer die Männer der „Argeneau“-Saga, die sich unter den sterblichen Frauen ihre Gefährtinnen suchten und sie dann in ihresgleichen verwandelten. Doch nun wird der Spieß umgedreht, denn nach Lucern und Etienne ist nun auch beider Schwester Lissiana an der Reihe. Interessanterweise erschien „Eine Vampirin auf Abwegen“ in den USA als erster Band der Reihe, noch vor „Verliebt in einen Vampir“ und „Ein Vampir zum Vernaschen“ und ist damit eigentlich der erste Band der Reihe. Allerdings fällt nicht auf, dass die Brüder der Heldin bisher noch unbeweibt sind, da sie so gut wie gar nicht auftreten.

 

Im Gegensatz zu ihren Geschwistern hat Lissiana ein Problem: Sie kann kein Blut sehen. Es ist kein Problem für sie von einer lebenden Quelle zu trinken, weil sie dann nicht hinsehen muss, aber wenn sie nur in die Nähe eines Blutbeutels kommt, fällt sie in Ohnmacht. Damit quält sie sich schon seit ihrer Kindheit herum, die auch schon zweihundert Jahre zurück liegt. Bevor die Vampire ihre Ernährung vollständig auf Blutbeutel umgestellt haben, um wieder besser unter den Menschen leben zu können, war das auch kein Problem, heute in der modernen Zeit ist es das schon. Deshalb bekommt sie, wenn sie schläft Infusionen und arbeitet seit einiger Zeit auch freiwillig in einem Obdachlosenasyl, um sich zusätzliche Nahrung zu verschaffen.

Um Lissiana zu helfen und endgültig von diesem Problem zu befreien, fasst ihre Mutter Martine einen Entschluss. Sie entführt zu Lissianas Geburtstag den Psychiater Dr. Gregory Hewitt, der in der Presse und Fachwelt Aufsehen wegen seiner erfolgreichen Behandlungsmethoden von Phobien für Aufsehen gesorgt hat.

Ihre Tochter findet ihn deshalb als sie nach Hause kommtgefesselt und nackt mit einer Schleife um den Hals auf ihrem Bett und weiß zunächst gar nicht, was sie mit ihm anfangen soll, außer sich von ihm zu nähren.

Leider klärt sich durch das Eingreifen der Familie schon bald alles auf. Doch die Beziehung ist damit noch lange nicht zu Ende, denn jetzt wo sie nach und nach mehr über einander erfahren, beginnen zwischen der hübschen Vampirin und dem attraktiven Doktor erst richtig Funken zu sprühen. Doch wie immer gibt es auch Neider im Hintergrund, die ihnen nur all zu gerne ans Leben wollen.

 

Der Roman läuft nach einem ähnlichen Schema ab wie die um die Argeneau-Brüder. Mit einem Unterschied: Lissiana muss sich wesentlich weniger anstrengen, um ihren Partner zu erobern und an sich zu binden. Sie spielt nicht erst lange Hund und Katze mit ihm, tatsächlich bietet der Roman eher eine Einführung in die Welt und Gesellschaft der Vampire in Lynsay Sands Phantasie.

Natürlich gibt es auch diesmal wieder freche Wortduelle und humorvoll geschilderte Peinlichkeiten, aber die Protagonisten sind sehr schnell ein Herz und eine Seele – die Autorin nutzt die so gewonnenen Seiten eher dazu, um mehr über die Vergangenheit der Familie und die Regeln, denen sich die Vampire unterwerfen, zu erzählen. Die Spannung ist eher gering, nur am Ende müssen die Helden noch eine Bedrohung durch einen mordlüsternen Priester und seinen Vasallen überleben. Genau das aber wirkt sehr aufgesetzt und fast schon störend.

 

Letztendlich ist „Eine Vampirin auf Abwegen“ mehr als seine Vorgänger eine humorvolle Liebeskomödie, die zudem in den Zyklus einführt und vieles plausibler macht. Wer Spannung und Action erwartet ist hier allerdings fehl am Platz, die Geschichte eignet sich mehr für romantische Gemüter, die hin und wieder auch schon einmal schmunzeln oder grinsen wollen.

 

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Buch:

Eine Vampirin auf Abwegen

Reihe: Argeneau-Saga Bd. 3

Autorin: Lynsay Sands

broschiert, 392 Seiten

LYX/Egmont, März 2009

Übersetzerin: Regina Winter

Titelbild: Mares Lucian

 

ISBN-10: 3802581830

ISBN-13: 978-3802581830

 

Erhältlich bei: Amazon

 

weitere Infos:


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Erstellt: 01.04.2009, zuletzt aktualisiert: 12.01.2019 12:03