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Eisiges Herz von Giles Blunt

Rezension von Andreas Hammerschmidt

 

Als seine Frau Catherine mit einem Abschiedsbrief in der Hand tot aufgefunden wird, bricht für Detective John Cardinal die Welt zusammen. Für seine Kollegen von der Polizei in Algonquin Bay ist der Fall klar: Selbstmord. Doch der vom Dienst suspendierte Cardinal kann und will nicht an dieses Urteil glauben und beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln.

 

Inhalt:

Gleich mit dem ersten Kapitel findet die Polizei Catherine Cardinal, die Frau des Detective John Cardinal. Die beginnenden Ermittlungen weisen durch einen Abschiedsbrief und keine weiteren Spuren auf klaren Selbstmord hin. Zusätzlich litt Catherine an Depressionen und wurde deswegen schon häufiger in eine Psychiatrie eingewiesen. Doch John Cardinal erfährt einige Ungereimtheiten am eigenen Leib: Ein Unbekannter schickt hämische Kondolenzkarten, der Abschiedsbrief wurde dem Notizblock zufolge vor drei Monaten geschrieben und ein unbekannter Daumenabdruck befindet sich darauf. Parallel startet währenddessen eine Ermittlung gegen Kinderpornographie, die eine Kollegin von Cardinal, Delorme, führt. In dessen Zentrum steht Dr.Bell, der Psychiater von Catherine, und alles scheint zu passen. Doch plötzlich taucht Roger Felt, den Cardinal für acht Jahre hinter Gittern brachte, durch erdrückende Beweislast als Hauptverdächtiger im Fall der Beileidskarten auf.

Wurde Catherine wirklich ermordet? Wer ist in der Sache mit Kinderpornographie verwickelt? Stehen die beiden Fälle überhaupt in einer Beziehung zueinander?

 

Kritik:

Ohne große Nebengeschichten steigt Giles Blunt mit dem Tod von Catherine in die Geschichte ein, was die Spannung gleich mit dem ersten Kapitel hochschnellen lässt. Nach einer kurzen Verschnaufpause kommen langsam die Ungereimtheiten des Selbstmordes ins Spiel, die den Leser zwingen, das Buch nicht zurück ins Regal neben den anderen verstaubten Büchern zu stellen. Auch wird die Haupthandlung nicht sonderlich von Nebengeschichten, die wahrlich rar sind, gestört, was durchaus den Geschmack vieler Thriller-Fans trifft. Kompliziert und unverständliche Szenen? Weit gefehlt – ein auf 428 Seiten super verständlicher Roman, an dem nur wenig auszusetzen ist.

Die Spannung fällt während des ganzen Buches keineswegs ab, sondern bleibt auf sehr gutem Niveau. Als Dr. Bell als Verdächtiger ins Visier gerät, kommen beide bis dorthin getrennt erzählten Geschichten (Selbstmord und Kinderpornographie) sehr schön zusammen. Man erahnt schon das Ende der Geschichte mit Bell als Täter. Doch so leicht macht es uns der Autor durch Roger Felt nun doch nicht, was eine neue und gelungene Ansicht der Situation darstellt. Diese löst sich zwar schon nach einem Kapitel in Luft auf, aber so etwas macht einen guten Schriftsteller meines Erachtens aus.

 

Fazit:

Ein kompakter und spannend geschriebener Thriller, den man gerne nach einem anstrengenden Arbeitstag in die Hand nimmt.

Eure Meinung:


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Buch:

Eisiges Herz

Autor: Giles Blunt

Droemer/Knaur, März 2007

Gebundene Ausgabe, 432 Seiten

ISBN-10: 342619757X

ISBN-13: 978-3426197578

Erhältlich bei Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 14.05.2007, zuletzt aktualisiert: 12.01.2019 12:03