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Entführt von Stephanie Tyler

Reihe: Navy Seals, Bd. 1

Rezension von Christel Scheja

 

Längst dürfte es sich herumgesprochen haben, dass Lyx nicht mehr nur romantische Fantasy und Mystery-Romane veröffentlicht, sondern auch ganz normale Liebesgeschichten ohne übernatürlichen Inhalt. Ein solcher Romantic Thriller ist „Entführt“ aus der Reihe „Navy Seals“.

Die Autorin Stephanie Tyler arbeitete lange Jahre als Englischlehrerin und Buchhändlerin, ehe sie beschloss, das Schreiben zum Beruf zu machen. 2001 veröffentlichte sie ihre ersten Romane. Durch mehrere Reisen nach Afrika wurde dieser Kontinent schließlich auch zu einem der beliebtesten Schauplätze ihrer Romane.

 

Jake Hansen ist Lieutenant der Nay Seals und weiß, worauf es bei seinen Einsätzen ankommt, denn er hat gelernt, seine Gefühle vollständig auszuschalten, schnell und effektiv zu handeln. Doch auf eines haben ihn seine Lehrgänge und früheren Missionen nicht vorbereitet - dass es auch Menschen gibt, die diese Mauern durchbrechen können und nicht einmal viel dafür tun müssen.

Einer davon ist Dr. Isabelle Markham, eine junge amerikanische Ärztin. Er muss die Frau, die afrikanischen Rebellen in die Hände gefallen ist, retten und sicher vom schwarzen Kontinent bringen. Doch anders als andere Opfer rührt die schwer verletzte Tochter einer Senatorin sein Herz. Auch nachdem er sie abgeliefert hat, kann er sie nicht wirklich vergessen.

Gut drei Monate später kommt es zu einem Wiedersehen. Auf Befehl seines Admirals wird er zur Bewachung von Isabelle abgestellt, denn offensichtlich trachtet ihr jemand auch in der Heimat nach dem Leben.

Und so muss er bald feststellen, dass er nicht der einzige ist, der den Vorfall in Afrika nicht vergessen kann, denn genau wie er fühlt sich die junge Frau von ihm angezogen. Doch wird ihr es je gelingen den verschlossenen und eigenwilligen Navy Seal ganz für sich zu gewinnen?

 

„Entführt“ richtet sich an die Leserinnen, die romantische Gefühle für harte und kernige Kerls haben, die sie mit ihren starken Armen sicher aus der Gefahrenzone bringen und trotz der vielen Muskeln auch noch Hirn im Kopf haben.

Noch vor ein paar Jahrzehnten nahmen Marines diese Stellung ein - nun sind es die noch etwas härteren Elitesoldaten der Navy Seals, die als dynamische Helden und zärtlich-leidenschaftliche Liebhaber herhalten müssen. auch wenn die Geschichte spannend und actionreich beginnt, so merkt man doch schon auf den ersten Seiten, dass die Autorin etwas anderes im Sinn hat.

So bleibt der Hintergrund recht schwammig. Man erfährt sehr wenig über das Szenario in Afrika und die Aufgaben wie auch das Selbstverständnis der Elitesoldaten. Statt dessen stehen die persönlichen Beziehungen der Figuren im Vordergrund zu denen in Amerika auch Jakes Brüder und Vater, sowie Isabelles Patenonkel herhalten müssen. Denn letztendlich geht es nicht um politische Verwicklungen, sondern nur um private Fehden aus der Vergangenheit, die bereits vor einer Generation begonnen haben. Deshalb sollte man letztendlich auch nicht mehr als Geplänkel zwischen den Figuren erwarten, aufgemischt durch gelegentliche Augenblicke, die eine größere Bedrohung vorgaukeln und doch schnell wieder gelöst werden.

 

Alles in allem ist „Entführt“ ein typischer moderner Liebesroman, der zwar flüssig zu lesen ist, aber schnell an Spannung verliert, da die wenigen actionreichen Momente und möglichen Wendungen einfach zu durchschaubar sind, ebenso wie die blassen Figuren und schwammigen Szenarien.

 

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Buch:

Entführt

Reihe: Navy Seals, Bd. 1

Autorin Stephanie Tyler

Egmont Lyx, Mai 2011

Klappbroschur, 400 Seiten

Übersetzung aus dem Amerikanischen von Juliane Korelski

Titelbild von Birgit Gutschier

ISBN-10: 3802583868

ISBN-13: 978-3802583865

Erhältlich bei: Amazon

 

weitere Infos:


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Erstellt: 18.06.2011, zuletzt aktualisiert: 12.01.2019 12:03