Eobal (Autor: Dirk van den Boom; Daxxel 1)
 
Zurck zur Startseite


  Platzhalter

Eobal von Dirk van den Boom

Reihe: Daxxel Band 1

 

Rezension von Ralf Steinberg

 

Verlagsinfo:

Casimir Daxxel, der junge Konsul der Galaktischen Akte auf der Randwelt Eobal, hat es nicht leicht: Er wird von allen gehasst und sein Job ist mühsam. Als er eines Morgens die Leiche seines einzigen Freundes, des turulianischen Botschafters Dhloma, im Foyer seines Konsulats findet, beginnen die Probleme erst richtig. Er wird mit Dingen konfrontiert, die er sich niemals hätte träumen lassen: Galaktopolitische Spannungen, reizende Echsenfrauen, korrupte Polizeichefs, höchst gefährliche Drogengeschäfte und mehrere Versuche, ihn vom Leben zum Tode zu befördern. Daxxels einzige Verbündete ist die Marinesoldatin Josefine Zant, offiziell für die Sicherheit des Konsulats verantwortlich, aber offenbar vielfältiger begabt. Als schließlich auch noch Söldner, Kampfkreuzer und sehr seltsame Verwandtschaftsverhältnisse dazu kommen, spürt der junge Diplomat, dass er mit dieser Situation offenbar leicht überfordert ist...

 

Rezension:

Dirk van den Boom ist ein fleißiger Autor der regelmäßig auf seinem Blog Wasserstandsmeldungen seiner parallel betriebenen Romanprojekte kundtut. Seine Vorliebe für Military SF kommt auch in seiner jüngsten Veröffentlichung Eobal, wenn auch am Rand, zum Tragen.

Denn in erster Linie ist »Eobal« der Schauplatz eines waschechten Krimis. Der Planet Eobal ist ein galaktischer Sündenpfuhl und für die Erde nur von geringerer Bedeutung. Daher gibt es dort auch nur ein Konsulat. Dieser Minderstellung ist sich nicht nur Konsul Casimir Daxxel bewusst sondern auch die der Erde feindlich gesinnten Meraner patriarcharlich organisierte Echsenwesen, umso problematischer ist daher die Ermordung des turulianischen Botschafters im Konsulat, der zudem noch Daxxels Freund war. Ein gefundenes Fressen für die Feinde Erde, die schon lange einen Keil zwischen den befreundeten Mächten Turulia und Erde treiben wollten.

Doch just in diesem Moment erscheint der neue Begleitschutz des Konsuls: Josefine Zant, Sergeant der Marineabteilung. Gemeinsam begeben sie sich auf halblegale Pfade, um den Mord aufzuklären ...

 

Mit dem ersten Satz bereits weist der Autor den Weg. »Eobal« enthält eine Menge Humor und stellt in erster Linie fluffige Unterhaltung dar.

Um den Leser von der richtigen Spur abzubringen, legt der Autor falsche Fährten, von denen einige leider nicht sauber genug konstruiert wurden, sodass sie recht schnell als bloße Zierrat erkennbar werden.

Aber von diesen Schnitzern lenkt die Handlung immer wieder und schnell ab. So etwa mit einem erotischen Intermezzo zwischen Daxxel und der Echsenfrau Leda. Das hohe Erzähltempo schlägt sich natürlich auf die Ausarbeitung des Hintergrundes nieder. Hier bietet der Autor eher Standardkost, davon aber eine ganze Menge. Es gibt diverse Parteien, die zwar alle Dreck am Stecken, aber keinen Grund, den turulianischen Botschafter Dhloma zu ermorden haben. Diese Verwicklungen machen gerade dann besonders viel Spaß, wenn der eher tollpatschige Daxxel in sie hinein tappt. Erst nach und nach kommt er in die Ermittlerrolle hinein und ergibt zusammen mit seiner Partnerin ein interessantes und vergnügliches Duo. Zant ist die coolere der beiden und für die harte Action zuständig.

Im zweiten Teil kann sie dann auch ihre militärischen Fähigkeiten unter Beweis stellen und dem Autor die Gelegenheit bieten, harte Kämpfer und ihre Wummen in Szene zu setzen.

 

Am Ende erweist sich der Mordfall als leidlich vorhersehbar. Nur der Weg dahin war es nicht und ganz besonders Daxxel bekommt es zum Schluss noch mit besonders delikaten Verwicklungen zu tun, deren Witz den besonderen Reiz des Romans ausmachen. Auch eine Art Cliffhanger zu weiteren Fällen gibt es, jedoch betonte der Autor bereits, dass eine Fortsetzung in erster Linie vom Erfolg »Eobals« abhängig ist.

 

Fazit:

Humorvoller und flockig verfasster Space-Krimi. Der mögliche hoffnungsfrohe Auftakt einer Kultreihe.

Nach oben

Platzhalter

Buch:

Eobal

Reihe: Daxxel Band 1

Autor: Dirk van den Boom

Cover: Tony Andreas Rudolph

gebunden, 170 Seiten

Atlantis Verlag, Juni 2011

 

ISBN-10: 3941258583

ISBN-13: 978-3941258587

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B005D9GGD8

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 20230603140542bf734d92
Platzhalter
Platzhalter
Erstellt: 09.08.2011, zuletzt aktualisiert: 08.02.2021 15:48