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Extinction von Keith R.A. deCandido

Reihe: Resident Evil

Rezension von Thomas Götz

 

Inhalt

Die mysteriöse Kämpferin aus Resident Evil: Apocalypse ist zurück! Zusammen mit den wenigen Überlebenden der grauenhaften Ereignisse in Raccoon City, bahnt sich die geheimnisvolle Alice einen Weg durch die verwüsteten Vereinigten Staaten. Ihr Ziel ist Alaska. Gejagt von den Lakaien des hinterhältigen Dr. Isaac, sehen sich Alice und ihre Begleiter mit weiteren tödlichen Bedrohungen konfrontiert: Mordlüsterne Zombies, die es auf ihr Fleisch abgesehen haben und die monströsen Laborratten der Umbrella Corporation, die es nach ihrem Blut dürstet. Alice hingegen sinnt nur auf eines: Rache für die vielen Opfer und für das, was ihr angetan wurde ... ALLES IST MÖGLICH ...

 

Kritik

Der neueste Streich aus der Resident Evil-Reihe stellt das Buch zum neuen Film dar.

Gleich zu Beginn fallen einige Sachen ins Auge: So tauchen zum einen aus früheren Publikationen (und Spielen) bekannte Chars auf, so das sich das Buch (oder der Film, je nachdem wie man es sehen will) und damit quasi auch Alice besser in das Universum von RE einfügt, als dies zuvor der Fall war. Sehr schöne Detailliebe und Schmankerl für Fans also.

 

Desweiteren fällt auf, das viel Zeit damit zugebracht wurde, das Innenleben der Charaktere darzustellen. Selbst die Bösewichte bekommen mehrseitige "Denkpassagen" spendiert, die einem deren Motive näher bringen. Auch dies ist schön gemacht und dadurch fällt auch kaum auf, das das Buch im Grunde nicht viel mehr hergibt als die übliche Monsterhatz. Denn zur Zeit dieses Buches ist die ganze Erde eine Zombiebrutstätte und die wenigen Überlebenden, darunter Alice, suchen eine sichere ZUflucht, wobei erschwerend hinzukommt, das die "Superfrau" Alice von Umbrella aufgespürt und gejagt werden kann (natürlich ist klar, das die sie haben wollen). So stellt sich - zumindest die letzte Hälfte des Buches - als reine Jagd durch die verwüsteten Gegenden dar, gepaart mit immer wieder auftretenden Zombiemetzeleien.

Im vorliegenden Buch wird dies wie bereits erwähnt durch die schönen Gedankengänge der Protagonisten erstaunlich gut 'übertüncht', so das es immer noch nett zu lesen ist. Im Film selbst wird sich allerdings zeigen müssen, ob er mehr als eine bloße Monsterhatz ist.

 

Der Anfang des Romanes stellt unterdessen die Ereignisse im Anschluss an "Apocalypse" dar und wie sich die Welt verwandelt. Dies ist insofern schön, da ein Großteil dieser Szenen, darunter wohl die um Jill Valentine, es angeblich nicht in den Film geschafft haben (da diese Szenen aber knapp 190 Seiten (von 316!) umfassen, stellt sich hier erneut die Frage, was der Film wohl bieten wird).

Diese Szenen haben allerdings ein großes Manko: Sie wechseln ständig von "Vorher" zu "Danach" und bringen Szenen zur Zeit des Ausbruchs des T-Virus auf der Erde, nur um dann im nächsten Kapitel einige Jahre in die Zukunft zu springen (so erlebt man z.B. Jill in einem Kapitel auf der Flucht bzw. umherziehend, während sie ein Kapitel vorher noch im FBI Gewahrsam sitzt ("Davor"-Passage)). Dies ist nicht nur sehr verwirrend (die vielen Handlungssprünge nerven auf Dauer einfach doch etwas) sondern nimmt auch etwas Spannung weg, da man ja schon weiss, welcher Protagonist überleben wird und welcher nicht.

 

Auch das Ende mit einer neuen Superkreatur ist teils vorhersehbar (und kurz) und kommt, zumindest für einige offene Handlungsstränge, etwas abrupt.

Aber, die letzten beiden Worte des Buches künden es schon an: Fortsetzung folgt. Man darf also gespannt sein.

 

 

Fazit:

Die Story an sich bietet wenig Neues. Wer aber nicht zu sehr in die Tiefe geht und sich einfach nur unterhalten lassen will, für den funktioniert das Buch perfekt.

 

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Extinction

Reihe: Resident Evil

Autor: Keith R.A. deCandido

Panini, 2007

Broschiert, 317 Seiten

ISBN-10: 3833216492

ISBN-13: 978-3833216497

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 18.09.2007, zuletzt aktualisiert: 12.01.2019 12:03