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Fabelheim von Brandon Mull

Reihe: Fabelheim Band 1Rezension von Frank W. WerneburgVerlagsinfo:
Kendra und Seth verbringen die Ferien bei ihren Großeltern – und das eher widerwillig. Dann bekommen sie jedoch mit, dass ihr Großvater der Hüter von Fabelheim ist, einem der weltweit letzten Refugien für vom Aussterben bedrohte magische Kreaturen. Als die Geschwister sich plötzlich inmitten von Trollen, Satyren, Hexen und Feen wiederfinden, beginnen ihnen die Ferien noch richtig Spaß zu machen. Bis sie erkennen, dass im bezaubernd schönen Fabelheim auch schreckliche Wesen und dunkle Gefahren lauern …

Rezension:
Als der Großvater mütterlicherseits stirbt, hinterlässt er ein eigenartiges Testament: Seine Kinder und deren Ehepartner sollen gemeinsam eine Kreuzfahrt unternehmen. Leider ist darin von Enkeln keine Rede. So müssen die 13-jährige Kendra und ihr 11-jähriger Bruder Seth die Zeit, während ihre Eltern auf Kreuzfahrt sind, bei den Großeltern väterlicherseits verbringen. Sie waren noch nie auf dem im tiefsten Nirgendwo liegenden Grundstück, das sich als riesig erweist. Doch bald finden sie heraus, dass ihr Opa hier ein Reservat für seltene magische Wesen betreibt – von denen sich allerdings viele als nicht besonders friedlich herausstellen.

 

Die Tatsache, dass dieser 1. Band aus Brandon Mulls Jugend-Urban-Fantasy-Reihe Fabelheim (im Original Fablehaven) keinen Titelzusatz trägt, dürfte wohl darauf hinweisen, dass er ursprünglich als Einzelband konzipiert war. Mittlerweile sind 5 Bände daraus geworden, was wohl für den Erfolg der Reihe spricht. Dem möchte ich auch nicht widersprechen, denn es handelt sich bei diesem 1. Band um eine solide Urban-Fantasy-Geschichte mit jungen Protagonisten, die auch erwachsene Leser überzeugen kann. Neben zahlreichen üblichen und auch weniger üblichen Fantasy-Wesen kann das Buch auch mit einer Handlung glänzen, die sich vom gewohnten Grundaufbau ähnlicher Ideen etwas abhebt. Zudem werden die vorkommenden Wesen teilweise auch atypisch charakterisiert. Auch die menschlichen Protagonisten sind gelungen, wobei mir allerdings auffällt, dass der Autor dem klassischen Rollenbild von der eher braven Schwester und einem rebellischen, sich gegen Regeln auflehnenden Bruder folgt. Positiv herausstellen möchte ich, dass die 13-jährige Protagonistin während des gesamten Buches keinen Gedanken an Verliebtsein und ähnliches verschwendet.

 

Der Autor lässt seinen Erzähler meist Kendra folgen, sodass der Leser alle Geschehnisse erst erfährt, wenn auch diese sich derer bewusst wird. Das Buch macht definitiv Lust auf mehr.

Die deutsche Taschenbuchausgabe ist mit ihrer relativ aufwändigen Gestaltung hochwertig. Allerdings würde ihr ein etwas gründlicheres Lektorat/Korrektorat guttun, da doch einige Textfehler durchgerutscht sind. Auch wurden beim Übersetzen die amerikanischen Einheiten in die hier üblichen metrischen umgerechnet, während Batterien mit der hierzulande eher unüblichen »Größe C« (statt R14) bezeichnet werden.

Fazit:
Der Start in ein jugendliches Urban-Fantasy-Abenteuer kann mit einem recht außergewöhnlichen Setting überzeugen.

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Buch:

Fabelheim
Reihe: Fabelheim Band 1
Original: Fablehaven, 2006
Autor: Brandon Mull
Übersetzung: Hans Link
Taschenbuch, 356 Seiten
adrian & wimmelbuchverlag, 25. April 2022

ISBN-10: 3985850216
ISBN-13: 9783985850211

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 05.09.2022, zuletzt aktualisiert: 19.09.2022 17:52