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Falsche Versprechen von Richelle Mead

Reihe: Bloodlines Band 1

 

Rezension von Christel Scheja

 

Mit ihren Romanen um die „Vampire Academy“ feierte Richelle Mead bisher ihre größten Erfolge. Doch die Geschichte um Rose und Lissa hat nach dem sechsten Band erst einmal ihr Ende gefunden. Dennoch verlässt die Autorin mit ihrer neuen Serie „Bloodlines“ das Universum nicht, sondern spinnt die Geschehnisse mit neuen Figuren weiter, was aber nicht bedeutet, dass Rose und Co. nicht auch noch einen Auftritt haben werden.

 

Sydney ist seit sie denken kann eine Alchimistin und hat mit ihren achtzehn Jahren schon einiges erlebt. Allerdings gilt sie bei ihresgleichen als Verräterin, weil sie nach dem Geschmack der meisten Angehörigen dieses geheimen Bundes die Dhampirin Rose Hathaway bei den letzten Ereignissen zu sehr unterstützt hat.

Allerdings bekommt sie nun eine weitere Chance. Sie soll für die Sicherheit von Jill Dragomir sorgen, der Halbschwester und letzten lebenden Verwandten der frisch gekrönten Moroi-Königin Lissa Dragomir.

Da es bereits ein Attentat auf sie gegeben hat, soll sie in Sicherheit gebracht werden und ihre schulische Laufbahn fernab der Vampire Academy beenden. Sydney soll dabei als ihre ältere Schwester auftreten.

Zunächst scheint alles gut zu gehen, auch wenn es Jill nicht zu behagen scheint, unter ständiger Beobachtung zu stehen, weil sie immer noch damit zu kämpfen hat, dass ihre Moroi-Kräfte erwachen und ausgerechnet der leichtlebige Moroi Adrian ein Band zu ihr hat.

Doch Sydney fallen auch andere Dinge in der gutsituierten High-School in Palm Springs unangenehm auf. Die Bosheiten der Klassenschönheit Lauren sind noch das geringste Problem, viel schlimmer wiegt es, dass im nahegelegenen Los Angeles immer wieder junge Mori-Frauen sterben und einige der sportlichen Stars der Schule ungeahnte Kräfte zeigen, ohne dass sie selbst Vampire sind...

Kann es sein, dass sich das Netz bereits zuzieht und neben feindlichen Moroi nun auch die Strigoi Interesse an Jill zeigen – oder steckt noch mehr dahinter als Sydney lieb ist? Denn auch sie fühlt sich überwacht.

 

Vor allem Fans wird es freuen, dass die Geschichte weiter erzählt wird und durch die veränderte Personenkonstellation nun auch Figuren ins Licht rücken, die gerade im letzten Band noch nur eine Nebenrolle spielten.

Nun gibt es die Gelegenheit, sie besser kennen zu lernen – sei es Adrian, der zwar leichtlebig wirkt, aber nun auch seine verletzlichen und unsicheren Seiten zeigt, sei es Sydney, die immer wieder zwischen Loyalität zu den Alchimisten und Freundschaft gegenüber den Moroi abwägen muss und spürt, dass sie die Vampire nicht so distanziert sehen kann, wie sie möchten. Auch Jill bekommt ein wenig mehr Profil, da man sie nun in der Umbruchsphase vom Jugendlichen zur Erwachsenen miterleben kann, inklusive aller Gefühlsausbrüche und Rebellion gegenüber den Anordnungen der Älteren.

Dadurch rücken glücklicherweise die auch von Richelle Mead gerne bedienten Highschool-Klischees ein wenig in den Hintergrund. Die Schulzicke Lauren ist eher ein nebensächliches Problem, interessanter sind da schon die Sorgen und Vorurteile mit denen sich Sydney herumschlagen muss. Denn wieder einmal zeigt sich, dass sie ihrem Instinkt durchaus vertrauen kann.

Alles in allem entwickelt sich das Buch wie schon die Romane der „Vampire Academy“ auf mehreren Ebenen. Die Spannung entsteht durch die Intrigen im Hintergrund, die viel weitreichender sind, als man zunächst denkt, und die scheinbar falschen Spuren, die am Ende doch gelungen miteinander verknüpft werden.

Fans werden sich jedenfalls gleich wieder in der Welt und unter den Figuren zurecht finden und die Geschichte genießen können. Schwieriger sieht es da für Neueinsteiger aus, da die Autorin bei aller Mühe, die Geschichte unabhängig zu gestalten, doch immer wieder Andeutungen auf frühere Geschehnisse macht und die Beziehungsgefüge nicht so ausarbeitet, wie sie müsste.

Dennoch ist der Roman flüssig geschrieben und bietet durch kleine Wendungen immer wieder den Anreiz noch weiter zu lesen, um mehr über die Ereignisse an der Westküste der USA und die Intrigen zu erfahren.

 

Wer die Romane um die „Vampire Academy“ mochte, der wird auch „Bloodlines“ lieben. „Falsche Versprechen“ ist jedenfalls ein angemessener Auftakt für die Saga der neugierig auf mehr macht – vor allem für die Fans der Serie, die das Universum nicht mehr missen möchten.

 

Eure Meinung:

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Buch:

Falsche Versprechen

Reihe: Bloodlines Band 1

Autorin: Richelle Mead

Egmont Lyx, April 2012

Taschenbuch, 350 Seiten

Übersetzerin: Michaela Link

Titelbild: Birgit Gutschier

 

ISBN-10: 3802587863

ISBN-13: 978-3802587863

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B007QXVJHW

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Weitere Infos:


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Erstellt: 14.04.2012, zuletzt aktualisiert: 11.05.2021 21:25