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Feen von Alice Peebles

Rezension von Christel Scheja

 

In den letzten Jahren sind Feen neben Nixen und anderen Fabelwesen durch die Renaissance der Fantasy wieder zu einem nicht unwichtigen Teil der Kinderliteratur geworden. Deshalb bietet es sich durchaus an, die Mythen und Legenden, die mit ihnen zusammen hängen in immer neuen Bänden aufzubereiten „Feen“, herausgegeben von Alice Peebles, präsentiert die zarten Wesen diesmal sogar in einigen Pop-up-Szenen.

 

Das Buch erzählt nicht sonderlich viel über die Geschichte und Herkunft der Feen oder wie man mit ihnen umgeht, sondern stellt lieber die unterschiedlichen Feenarten vor, die man mittlerweile kennt.

Wer geduldig ist und die Augen offen hält, der kann die zarten Wesen vielleicht sogar sehen, denn sie sind nicht nur an magischen und alten Stätten oder im Wald, man findet sie heute auch in der Stadt. Da sie sehr scheu sind, kann man sie vor allem nachts entdecken.

Das Buch erzählt von dem höchst unterschiedlichen Wesen, der Garten- und Hausfeen, den magischen Feenkreisen und den Wesen, die auf den Feldern in Bäumen, in der Erde, der Luft und sogar im Meer oder in den Flüssen leben und stellt nicht zuletzt auch die Feenkönigin oder die Loreley vor.

 

Das Buch verzichtet auf all zu viele Texte, es lässt lieber die zahlreichen Bilder sprechen, die zumeist aus dem romantisierenden 19. Jahrhundert stammen. So ist die Vorstellung der Feen natürlich sehr von der viktorianischen Ära geprägt, die Naturgeister sind eher niedlich, verspielt und freundlich als böse und grausam, wie sie ältere Legenden gerne beschreiben. Dennoch wird natürlich auch hier gewarnt, ihnen nicht ganz zu vertrauen.

Das macht das Buch vor allem für Grundschulkinder interessant, die Elfen und Feen gerade erst durch eine entsprechende Lektüre entdeckt haben und mehr über sie erfahren wollen. Das Buch bietet ihnen die entsprechenden Informationen einschließlich der passenden Bilder. Die Beschreibungen sind so gehalten, dass sie auch Sieben- oder Achtjährige nicht überfordern.

Das Herzstück des Buches sind übrigens die Pop Up-Bilder, die dazu einladen mehr zu entdecken und zu erforschen. Allerdings muss man beim Aufklappen etwas aufpassen, damit sie nicht einreißen oder sich verhaken.

Ältere Leser werden zwar nichts neues an Informationen finden, erhalten aber einen kleinen Überblick über die romantische Vorstellung der Feen und Elfen mit denen sie vermutlich ebenfalls aufgewachsen sind. Die Bilder erinnern nicht selten an die Darstellungen, die man in Poesiealben eingeklebt hat und mit denen manche Mädchen sicherlich auch noch heute ihre Hefte und Bücher verschönern.

 

Alles in allem ist „Feen“ ein schönes Geschenk für kleine Feen-Fans, weckt bei Älteren nostalgische Erinnerungen an ihre eigene Kindheit, aber nicht unbedingt so informativ wie andere Bücher zum Thema. Damit ganz junge Leser die Welt der Feen genauer entdecken und bestaunen können, dafür ist es allerdings ideal.

 

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Buch:

Feen

Herausgeberin: Alice Peebles

Hardcover, 32 Seiten

Ars-Edition, München, erschienen Februar 2010

Übersetzung aus dem Englischen von Ute Löwenberg

Titelbild und Innenillustrationen von Daniela Jaglenka Terrazzini und aus alten Quellen

ISBN-10: 3760731988

ISBN-13: 978-3760731988

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 07.05.2010, zuletzt aktualisiert: 08.01.2015 10:06