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Fergus Crane auf der Feuerinsel von Paul Steward

Rezension von Bine Endruteit

 

Fergus Cranes Mutter ist nicht sehr reich und sein Vater war auf einer Reise verschollen, bevor Fergus überhaupt auf die Welt kam. So kann er leider auf keine Schule gehen, es fehlt einfach das Geld dafür; seine Mutter unterrichtet ihn abends nach ihrer Arbeit im Bäckerladen Beiderbecker. Aber nach zwei Jahren, in denen Fergus bei seiner Mutter gelernt hat, passiert etwas Unglaubliches: Das Schulschiff „Betty Jane“ legt im Hafen an und sucht Schüler. Auch Fergus bewirbt sich, denn die Ausbildung soll völlig kostenlos sein. Tatsächlich schafft er es, sich mit vier anderen Kindern einen der begehrten Plätze auf dem Schiff zu sichern.

 

Hier werden die Kinder von den rauen Gestalten Mr. Spicer, Mrs. Blood, Mr. Woodhead, Mr. Gilroy und Käpt’n Kralle unterrichtet. Besonders verhasst ist den fünf Freunden Horatius, Maus, Sylvia, Spike und Fergus das Stollenkriechen. Durch verschiedene im Schiff eingebaute Stollen müssen sie sich bis zu einem Ausgang kämpfen. Und das in völliger Dunkelheit. Fergus ist als Ersatzmann eingeteilt, denn es gibt nur vier dieser Höhlen. Falls einer seiner Freunde mit Hilfe einer Trillerpfeife einen akustischen Notruf schickt, muss er in den entsprechenden Stollen klettern, um zu helfen.

 

Nach einer dieser ermüdenden Sportstunden passiert jedoch etwas absolut Ungewöhnliches: Nachts klopft es an Fergus’ Fenster, was besonders verwunderlich ist, da er im vierten Stock wohnt. Verschlafen blickt er hinaus und findet ein metallenes Kästchen mit Flügeln auf der Fensterbank. In diesem Kästchen befindet sich eine Nachricht von höchster Wichtigkeit, die den Grundstein für ein absolut aberwitziges Abenteuer legt.

 

 

Der Autor Paul Stewart und der Illustrator Chris Riddell sind in Deutschland vor allen Dingen durch ihre Klippenland-Chroniken bekannt geworden. Mit „Fergus Crane auf der Feuerinsel“ liegt nun der erste Band ihrer neuen Reihe „Aberwitzige Abenteuer“ vor. Band 1 ist in sich abgeschlossen, aber durch einen „Hilferuf“ am Ende des Buches wird der Leser doch sehr neugierig, wie es weitergeht.

 

Die Geschichte ist durchweg mit wunderschönen Schwarzweiß-Bildern versehen. Riddells Zeichnungen strahlen alle eine ganz besondere Leichtigkeit aus und sprühen vor Einfällen. Stewarts Geschichte wird perfekt illustriert. Schon wenn man sich den Schutzumschlag des Buches einmal genauer anschaut, kann man sich dem Zauber der Bilder kaum entziehen. Auf seiner Innenseite sind nämlich eine Karte des Landes und Portraits aller handelnden Personen abgedruckt.

 

Das aufregende Abenteuer von Fergus ist mit Bildern von Briefen, Zeitungsausschnitten und Plakaten, die in der Handlung vorkommen, gespickt. Das Buch eignet sich hervorragend zum Vorlesen oder kann jungen Lesern als Einstieg in die große Welt der Bücher dienen. Mit dem fliegen Pferd aus Metall, den lustigen Pinguinen Finn, Bill und Jackson, der völlig überdrehten Schauspielerin Eulalia Beckham und natürlich Fergus, seinen Freunden und den gefährlichen Piraten können Kinder und Erwachsene gleichermaßen jede Menge Spaß haben.

 

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Fergus Crane auf der Feuerinsel

Autor: Paul Steward

Gebundene Ausgabe: 222 Seiten

Verlag: Sauerländer; Auflage: 1 (Juni 2006)

ISBN: 3794160576

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 01.12.2006, zuletzt aktualisiert: 13.08.2019 20:21