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Feuerschwingen von Sabrina Železný

Rezension von Ralf Steinberg

 

Verlagsinfo:

Gold! Für Inka und Iberer der wichtigste Rohstoff ihrer Weltraumflotten, seit sie die Erde verließen – und ein Zankapfel, der die alte Feindschaft ihrer Völker neu befeuert.

Umso verbissener suchen zwei ungleiche Männer nach dem sagenhaften Eldorado. Manco, Sonnenstaffelpilot der Inka, wittert ein Abenteuer, während Gonzalo, suspendierter Kommandant einer iberischen Sterngaleone, den eigenen Ruf retten will. Doch als Manco und Gonzalo auf der Erde stranden, müssen sie zähneknirschend zusammenarbeiten. Plötzlich steht mehr auf dem Spiel als Rätsel und Reichtum, aber kann das Zweckbündnis der beiden anders als mit Verrat enden?

 

Rezension:

Die in Berlin lebende Autorin Sabrina Železný entführt in ihrer Space Opera Feuerschwingen in eine alternative Zeitlinie. In ihr eroberte der Mensch bereits zur Zeit der Inka den Weltraum und verließ die Erde. Die Feindschaft zwischen Spaniern und Inka überstand dabei die Jahrhunderte und obwohl beide raumfahrenden Völker eigene Einflusssphären beherrschen, prallen die Kulturen immer wieder aufeinander. Militärische Konflikte sind dabei die Ausnahme, denn weder die Inka noch die Iberer verfügen über ausreichende Ressourcen dafür. Kein Wunder also, dass der junge Inka Manco, ein begnadeter Pilot der wendigen Jäger der Sonnenstaffel, den Plan fasst, das legendäre Qori Qori zu finden, besser bekannt unter dem iberischen Namen Eldorado. Auf die Spur dorthin führten ihn die Stimmen eines Hologrammwürfels, einer Technik, die aufgrund ihrer gesundheitsschädlichen Strahlung bei anderen Völkern verpönt ist. Doch Manco ist sich sicher, den Einfluss der Stimmen im Griff und mit seiner Suche Erfolg zu haben. Im Überschwang erzählt er in einer Kneipe einem flüchtigen Bekannten davon. Gonzalo wollte eigentlich nur seinen Frust über die Beurlaubung als Kommandant eines iberischen Raumschiffs herunterspülen, erkennt aber sofort die sich bietende Chance, seine vermasselte Karriere zu kitten. Heimlich schleicht er sich an Bord der Ninakuru und so stranden bald zwei verfeindete Männer auf der verlassenen Erde, durch die Umstände vereint, ein uraltes Geheimnis zu entdecken …

 

Tatsächlich werden sie auf der Erde noch etwas anderes finden, das aber hier nicht verraten werden soll. Sabrina Železný starten ihren Roman zunächst als eine reine Abenteuergeschichte in einem durchaus ungewöhnlichem Setting. Dabei dienen die klassischen Kulturen der Inka und Spanier als atmosphärische Kulisse. Die technische und soziale Weiterentwicklung hält sich in Grenzen und wird auch kaum thematisiert, denn der Fokus der Autorin liegt ganz eindeutig auf der komplexen Beziehung der zwei Männer, die aus verfeindeten Kulturen stammen. Der eine ist gewohnt, sich in einer von Intrigen und Betrug geprägten Gesellschaft zu behaupten, der andere ist der Wahrheit verpflichtet, kaum vertraut mit Verrat und Lügen. Das gemeinsame Bestehen von Gefahren verbindet sie zwar, doch ihre soziale Prägung stellt sich ihnen immer wieder in den Weg. Dieser Konflikt entwickelt eine große Spannung und führt nicht nur für die beiden zu großen Veränderungen.

Auch wenn der SF-Anteil gering ist, gelingt Sabrina Železný ein überzeugender Ausflug in eine phantastische Welt, in denen sowohl Killer-Lamas als auch goldene Raumschiffe ihren Platz finden.

 

Fazit:

»Feuerschwingen« von Sabrina Železný ist ein Science-Fiction-Abenteuer der etwas ungewöhnlicheren Art, das sein wahres Gewand erst nach und nach offenbart.

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Eure Meinung:

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Buch:

Feuerschwingen

Autorin: Sabrina Železný

Taschenbuch, 527 Seiten

ohneohren Verlag, 13. Mai 2019

Cover: Tithi Luadthong

 

ISBN-10: 3903296082

ISBN-13: 978-3903296084

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B07MD1LHF6

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Weitere Infos:


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Erstellt: 04.12.2019, zuletzt aktualisiert: 03.04.2020 10:37