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Gefangen von Rebecca Lim

Reihe: Mercy – Ist Liebe ewig, Bd. 1

Rezension von Christel Scheja

 

Rebecca Lim wurde zwar in Singapur geboren, wuchs aber in Australien auf und lebt noch heute mit ihrer Familie in Melbourne. Nach ihrem Studium der Wirtschaftswissenschaften und Jura wandte sie sich dem Schreiben zu. Ihre ersten Bücher kommen nun auch nach Deutschland. Erschienen ist aktuell „Gefangen“ der erste Band des Zyklus „Mercy – Ist Liebe ewig?

 

Mery weiß nicht, wer sie ist oder wo sie herkommt. Nur eines ist ihr vollauf bewusst. Sie übernimmt immer wieder den Körper eines jungen Mädchens, um Dinge um sich herum zu verändern, sei es nun nur für ihren unfreiwilligen Wirt oder dessen nähere Umgebung. Nach unzähligen Wechseln erinnert sie sich nur noch an Bruchstücke früherer Leben und muss jedes Mal fast von neuem anfangen.

Diesmal landet sie im Körper von Carmen, die mit anderen begabten Sängerinnen ihrer Internatsschule in einen kleinen Ort reist, um sich dort in Ruhe auf ein großes Konzert vorzubereiten. Schnell merkt sie, dass das Mädchen nicht nur regelmäßig von ihrer Rivalin Tiffany, sondern auch von einer Lehrerin untergebuttert wird.

Aber das Problem ist schnell vergessen und beiseitegeschoben, als sie mitbekommt, dass Carmens Gastfamilie noch immer darunter leidet, dass ihre Tochter Lauren vor knapp einem Jahr verschwunden ist. Vor allem der ältere Sohn Ryan gibt sich die Schuld dafür, denn das Mädchen gilt mittlerweile als tot.

Weil sie sich – ohne es zu wollen – in den jungen Mann verliebt, der ebenfalls Außenseiter ist, beschließt sie ihm zu helfen. Denn sie hat das Gefühl, dass sie das auch ihrer eigenen Vergangenheit näher bringen könnte.

 

Noch immer sind Romane mit übernatürlichen Heldinnen im Trend, aber die Autorinnen wenden sich immer mehr von Vampiren, Werwölfen und Engel ab. Auch Rebecca Lim lässt offen, was Mercy eigentlich ist – nur eine ehemalige Menschenseele, die eine Schuld abzutragen hat oder einfach noch nicht aufgeben will, oder vielleicht sogar ein höheres Wesen.

Denn das Bewusstsein, der Geist, der Mercy ist, erfüllt zwar seine Aufgaben und verändert die Welt herum um Carmen und Ryan, aber es hat auch eigene Träume und Sehnsüchte, verflucht manchmal die Gabe des „Souljacking“, weil sie dadurch niemals ein normales Leben führen kann, sondern immer wieder aus der Umgebung und dem Freundeskreis gerissen wird, die sie lieb gewonnen hat.

Das ganze wird mit gängigen und immer funktionierenden Highschool-Klischees ergänzt, da es natürlich auch die übliche hochnäsige Zicke mit ihrem Freundeskreis gibt, die sich alle für etwas Besseres halten und die voreingenommenen Lehrer mit hässlichen Vorurteilen, die die andere Clique favorisieren.

Dazu kommt ein Schuss Romantik und natürlich die Bedrohung im Hintergrund, die gar nicht einmal so harmlos ist, wie sich zeigt. Denn auch Mercy hat einiges auf Lager um dem wirklich Schuldigen die Krallen zu zeigen. Doch bis es so weit ist, darf man ihre durchweg sarkastisch kommentierten und damit doch sehr sympathisch geschilderten Erlebnisse um die Chorproben und den Verlauf ihrer Vermittlungen genießen.

 

„Gefangen“ aus der Reihe „Mery – Ist Liebe ewig?“ bietet damit eine eine ansprechende Mischung aus romantischem Highschool-Drama und Fantasy, das vor allem lesehungrige Teenager auf der Schwelle zum Erwachsenwerden ansprechen dürfte.

 

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Gefangen

Reihe: Mercy – Ist Liebe ewig, Bd. 1

Autorin: Rebecca Lim

gebunden, 254 Seiten

Ravensburger, erschienen Oktober 2011

Aus dem Amerikanischen von Ilse Rothfuss

Titelbildgestaltung: Büro für Gestaltung

ISBN-10: 3473400645

ISBN-13: 978-3473400645

Erhältlich bei: Amazon

Kindle-Edition

ASIN: B005SZ44YA

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 04.11.2011, zuletzt aktualisiert: 10.09.2019 19:06