Gefangene des Blutes (Autorin: Lara Adrian ; Mitternachtsbrut Bd. 2)
 
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Gefangene des Blutes von Lara Adrian

Reihe: Mitternachtsbrut Bd. 2

Rezension von Christel Scheja

 

In „Geliebte der Nacht“ stellte Lara Adrian ihre Vampire als Nachkommen einer außerirdischen Rasse vor. Anders als ihre Väter haben diese mit Menschen gezeugten Hybriden gelernt, ihren Blutdurst zu zügeln und sich zu zivilisieren, um mit den Sterblichen in friedlicher Co-Existenz zusammen zu leben. Wenn einer dieser Vampire allerdings bewusst eine bestimmte Grenze der Zügellosigkeit überschreitet, verfällt er in die Wildheit und den Wahnsinn und wird zu einem „Rogue“, der von seinesgleichen gejagd wird, um die Rasse vor Entdeckung zu schützen.

 

Zu den Getreuen von Lucan Thorne gehört auch Dante. Er lernt die hübsche aber resolute Tierärztin Tess kennen, als er sich bei einem Kampf mit Rogues schwer verletzt in ihre Klinik flüchtet und sich zur Heilung an ihrem Blut bedient. Das nimmt sie ihm aber ziemlich übel. Sie weiß allerdings nicht, dass er sich rechtzeitig gestoppt hat, weil er ein ganz bestimmtes Muttermal an ihrem Körper gesehen hat: Auch Tess ist eine Stammesgefährtin - eine der Frauen, die genetisch dazu fähig sind, sich mit einem Vampir zu verbinden und dessen Nachkommen zu gebären.

Zunächst trennen sich die beiden wieder, denn Dante hat dringlichere Probleme zu erledigen. Irgend jemand, ob Mensch oder Vampir lockt junge Vampire aus den „Dunklen Häfen“, den geheimen Zufluchtsorten, an denen das Nachtvolk seine Familien verbirgt und ihn Frieden lebt. Mittels einer Droge namens „Crimson“ bringt er sie dazu, die Kontrolle über sich zu verlieren und zu einem „Rogue zu werden“.

Die Krieger der Vampire versuchen den Drahtzieher zu entdecken und weitere Tragödien zu verhindern, zumal es auch enge Verwandte von ihnen trifft. Dante ist bei den Ermittlungen an vorderster Front und muss erkennen, dass ihn seine Spur immer wieder zu Tess zurückführt, der Frau, die er einfach nicht vergessen kann.

Dabei stellt er fest, dass sie schon längst im Mittelpunkt des Geschehens steht, denn sie hat sich ausgerechnet einem Mann anvertraut, der mehr über die Vampire weiß als sie alle ahnen...

 

Lara Adrian baut ihren interessanten Hintergrund noch ein wenig mehr aus und gibt nun auch leichte Einblicke in das Leben in den „Dunklen Häfen“ oder der Stammesgefährtinnen. Sehr spannend ist dabei eine sich anbahnende Tragödie zwischen einigen der Nebencharaktere. Es lässt sich aber nicht verleugnen, dass der Hauptplot wieder einmal auf eingefahrenen Bahnen verläuft.

Wie auch schon in „Geliebte der Nacht“spüren die beiden Auserwählten schon beim ersten Aufeinandertreffen, dass sie füreinander bestimmt sind. Allerdings zieren sich beide wesentlich mehr als Gabrielle und Lucan. Es kommt auch nicht zu so vielen deftigen Sex-Szenen wie im ersten Band. Tatsächlich setzt die Autorin mehr auf Action und stellt die Weichen für einen Konflikt, der vermutlich in den folgenden Bänden das große Thema sein wird. Die Handlung selbst ist aber in sich geschlossen. Bis Tess und Dante zusammen finden geraten sie mehrfach in Lebensgefahr und am Ende wehren sie sich nicht länger gegen das, was ihre Hormone schon lange wollen.

Dabei sollte man wirklich keine Charakterentwicklung oder Tiefe erwarten, dazu handeln die Figuren zu sehr nach Schema F und entsprechen klassischen Archetypen: Er ist der harte Macho mit dem weichen Kern und sie die spröde Schöne, die am Ende doch wie Butter in seinen Armen dahin schmilzt.

Trotzdem ist der Roman nicht langweilig. Auch hier bedient ein rasanter Mix aus Action, einem Hauch Romantik und deftiger Erotik alle Wünsche der Leser.

 

„Gefangene des Blutes“ erreicht zwar nicht unbedingt die prickelnde erotische Qualität seines Vorgängers „Geliebte der Nacht“ kann damit aber mit einer actionreichen und spannenden Thrillerhandlung punkten, die hohen Unterhaltungswert besitzt und überhaupt nicht langweilig. Trotzdem sollte man schon auf Vampir-Romanzen stehen, um wirklich glücklich mit der Handlung werden zu können.

 

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 202404141531272fb7b4b3
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Gefangene des Blutes

Reihe: Mitternachtsbrut, Bd. 2

Autor: Lara Adrian

broschiert, 410 Seiten

LYX/Egmont Verlagsgesellschaften, Köln, erschienen November 2007

ISBN 978-3-8025-8131-1

Übersetzung aus dem Englischen von Esme Beatenberg und Rene Satzer

Titelbildgestaltung von Maximilian Meinzold unter Verwendung eines Motives von shutterstock

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 02.12.2007, zuletzt aktualisiert: 03.12.2021 16:09, 5407