Geister von Onyx (Autor: Eric Nylund; Halo Band 4)
 
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Geister von Onyx von Eric Nylund

Reihe: Halo Band 4

Rezension von Thomas Götz

 

Inhalt:

Während der Master Chief die belagerte Erde verteidigt und die Allianz ihren Kreuzzug gegen die Menschheit überall im Weltraum fortsetzt, entwickelt die inoffizielle „Fraktion 3“ des Geheimdienstes einen Plan, der den UNSC-Streitkräften eine Atempause verschaffen soll. Dazu werden hunderte Freiwillige benötigt… und ein Spartaner. Der verlassene Planet Onyx scheint der perfekte Ort zu sein, um dieses Projekt umzusetzen. Doch als der Master Chief HALO zerstörte, erwachte offenbar tief im Inneren des Planeten eine uralte Technologie zum Leben. Sowohl Allianz als auch UNSC setzen nun alles daran, dieses antike Wissen zu bergen, um damit dem Krieg eine entscheidende Wende zu geben. Doch die mysteriöse Macht in der Tiefe hat ihre ganz eigenen Pläne…

 

Kritik:

Der mittlerweile 4.Halo-Band setzt dort an, wo der Vorgänger aufhörte - wobei sich Einige sicher fragen werden, wie das sein kann, immerhin wurde Halo doch schon im Vorgänger (bzw. im zweiten Band) zerstört. Nun, im vorliegenden Band finden sich Hinweise, das es mehrere Halos gibt (mindestens vier), so dass der Weg für weitere Fortsetzungen geebnet ist.

 

Allerdings wird auch der zweite Haupthandlungsstrang - der Allianzangriff auf die Erde, der ja begonnen hatte - nicht fortgesetzt sondern nur kurz erwähnt. Die Handlung des vorliegenden Bandes konzentriert sich nämlich auf die neue Spartaner-Generation, die klammheimlich ausgebildet wurde, um die alten zu ersetzen. Rein zufällig wurde als Stationierungsort Onyx gewählt, eine Welt, die auch Blutsväter-Technologie (mit anderen Worten: Halo-Technologie) aufweist. Schon allein dies wirkt etwas konstruiert. Und bis auf zwei Ausnahmen handelt der Roman auch von Unbekannten Personen, den "Neuen" eben, altbekannte Charaktere wie den Master Chief sucht man vergebens.

 

Natürlich spult sich dann die Geschichte im weiteren Verlauf ohne große Überraschungen ab, denn es beginnt der übliche "Run" zwischen Allianz und Menschen auf Onyx, da natürlich jeder der Erste sein will, der die Technologien dort in Händen hält.

Wenigstens wurde auf die großen "Ballerorgien", die noch im zweiten Band einen Großteil ausmachten, verzichtet. Diese kommen lediglich im Finale vor, lassen aber auch dort kein echtes 3d-Shooter-Feeling aufkommen.

Der Rest des Bandes beschäftigt sich mit dem Wettlauf auf die Technik-Kammer wie bereits erwähnt, wobei auch Verstärkung in Form von Raumschiffen eintrifft (für beide Seiten), was zu einigen Weltraumkämpfen führt.

Als recht interessant erweist sich dabei der Bürgerkrieg innerhalb der Allianz, denn einige sind der Meinung, die Gefahr, die von Halo ausgeht, sollte zerstört werden, andere wollen die Flut komplett nutzen. Leider beschränken sich diese Szenen auf wenige Ausnahmen und geraten schnell wieder in Vergessenheit. Auch die Szenen auf Onyx selbst wirken daher eher flach und können nicht wirklich eine Charakterentwicklung aufzeigen bzw. ein Mitfühlen mit dem Tod einiger Hauptcharaktere wecken. Man hat eher den Eindruck, dass sich der Roman an vielen Stellen nicht entscheiden kann, ob man nun action- oder charakterlastig sein soll.

 

Auch das offene Ende lässt einen eher zwiespältig zurück, denn es kommt darauf an, wie die Reihe fortgeführt wird. Im Moment hat dieser Band eher Füllwertcharakter und es wird sich zeigen, ob die Entdeckungen dieses Bandes noch Auswirkungen auf künftige Bände haben werden.

 

Fazit: Mittelmaß.

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 20240518062448077e3aee
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Buch:

Geister von Onyx

Autor: Eric Nylund

Reihe: Halo Band 4

Original: Halo - Ghosts of Onyx, 2006

Übersetzerin: Claudia Kern

Broschiert, 384 Seiten

Panini Books; 15. Mai 2007

ISBN-10: 3833214589

ISBN-13: 978-3833214585

Erhältlich bei: Amazon

 


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Erstellt: 12.05.2007, zuletzt aktualisiert: 27.03.2024 18:28, 3862