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Gezeichnet von P. C. Cast und Kristin Cast

Reihe: House of Night Bd. 1

Rezension von Christel Scheja

 

Auch wenn der Vampir-Hype langsam am Abflauen ist, schaffen es jedoch immer noch Reihen, die Leser aufs neue zu begeistert. Dazu gehört auch die „House of Night“-Reihe von Mutter und Tochter Cast. Neben der Hardcover-Ausgabe von Fischer erscheint nun auch endlich die preisgünstigere Taschenbuchausgabe der Serie.

 

In „Gezeichnet“ lebt die sechzehnjährige Zoey Heffer noch ein ganz normales Leben, wenn man einmal davon absieht, dass die Probleme mit ihrem Stiefvater wachsen, der ein fanatischer Anhänger einer fundamentalistisch-christlichen Kirche ist.

Ihr Leben verändert sich mit einem Mal als plötzlich fremder junger Mann auf sie zutritt und Zoey zeichnet. Ein bläulich schimmernder Halbmond erscheint auf deren Stirn und macht damit für alle anderen deutlich, dass sie sich in einen Vampyr verwandeln wird .

Da sich alle von ihr abwenden, findet das Mädchen nur noch bei seiner Großmutter Sylvia Redbird Zuflucht. Sie nimmt Zoey auf, bis diese in das „House of Night“ gehen kann. Es handelt sich dabei um ein Internat in dem die jungen Vampyre in ihr neues Leben hineinwachsen sollen.

Zoey findet freundliche Aufnahme durch Neferet, die nicht nur Lehrerin ist sondern sie auch als Mentorin begleiten wird. Sie freundet sich sehr schnell mit ihrer Zimmerkameradin Stevie Rae und deren Freunden Erin, Shaunee und Damien an. Allein die arrogante Aphrodite, die ziemlich großen Einfluss im „House of Night“ zu haben scheint, ist von Anfang an gegen sie, und das nicht ohne Grund.

 

Der Unterschied zu „Twilight“ und anderen Reihen oder Romanen ist, dass sich die Geschichte nicht nur auf die Liebesgeschichte zwischen der Heldin und ihrem Auserwählten konzentriert, sondern auch noch andere Themen behandelt. Denn die Vampire der Casts sind mehr als untote Blutsauger. Sie sind Auserwählte der Göttin Nyx und besitzen besondere Kräfte, die sie mit der Natur und den Elementen verbinden. So können die meisten von ihnen Erde, Luft, Feuer oder Wasser beeinflussen.

So vermischen sich High-School-Alltag und Hexenrituale, zusammen mit den üblichen Rivalitäten zwischen Teenagern zu einem abenteuerlichen Ganzen. Zwar dient der erste Band als reine Einführung des Settings und der Figuren, man merkt aber auch, dass im Hintergrund noch so einiges schwelt, was im Verlauf der Serie interessant werden könnte.

Die Casts bedienen dabei viele Klischees und machen auch keinen Hehl daraus, dass natürlich Zoey die besonders begabte Auserwählte ist. Damit sie nicht ganz zu einer Superheldin wird und menschlich bleibt, geben sie ihr wenigstens genug Schwächen.

Letztendlich gelingt es ihnen sympathische Charaktere zu schaffen, die mehr als nur klassische Archetypen der amerikanischen Highschool-Geschichten sind. Das ganze wird zudem noch sehr lebendig und unterhaltsam erzählt, so dass weder Langeweile aufkommt und man gespannt mit den Figuren mitzittert.

Dabei gibt es immer wieder überraschende Wendungen, die die Geschichte auch für ältere Leserinnen interessant machen, da nicht alles nach Schema F verläuft.

 

Somit ist „Gezeichnet“ der gelungene Auftakt des „House of Night“- Zyklus, der nicht nur „Twilight“-Fans ansprechen dürfte, sondern auch die Leser und Leserinnen, die Fernsehserien wie „Charmed“ und Romane über junge Hexen lieben und neben Beziehungen auch spannende Abenteuer schätzen.

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Gezeichnet

Reihe: House of Night Bd. 1

Autorinnen: P. C. Cast & Kristin Cast

Deutsche Erstausgabe 2009

Amerikanische Originalausgabe 2007 „Marked – A House of Night Novel“

Broschiert, 464 Seiten

Bastei, erschienen Januar 2011

Aus dem Englischen von Christine Blum

Titelbild Elke Hesser

ISBN-10: 3404165195

ISBN-13: 978-3404165193

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 13.03.2011, zuletzt aktualisiert: 18.04.2019 11:14