Götter der Nacht (Autor: David Mack; Star Trek - Destiny Bd.1)
 
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Götter der Nacht von David Mack

Reihe: Star Trek - Destiny Bd.1

Rezension von Thomas Götz

 

 

Inhalt

Jean-Luc Picard von der U.S.S. Enterprise, William T. Riker von der U.S.S. Titan und Ezri Dax von der U.S.S. Aventine kämpfen gemeinsam gegen den größten Feind der Föderation: die Borg. Welten gehen unter, Helden werden sterben. Nach dieser fulminanten Crossover-Trilogie ist im STAR TREK-Universum nichts mehr wie vorher! Ein halbes Jahrzehnt nach dem Dominion-Krieg und mehr als ein Jahr nach Aufstieg und Fall des Praetors Shinzon, kehrt die größte Geißel der Galaxis zurück, um der Föderation verheerenden Schaden zuzufügen und dieses Mal besteht ihr Ziel in nichts geringerem als der vollkommenen Auslöschung. Andernorts, tief im Gamma-Quadranten, wird ein uraltes Rätsel gelöst. Ein Raumschiff der ersten Generationen der Erde, seit Jahrhunderten verschollen, wird tot und verlassen auf einem einsamen Planeten gefunden. Aber seine Entdeckung, so weit von seinem Heimatort entfernt, wirft beunruhigende Fragen auf und die Antworten greifen zurück auf einen Überlebenskampf, den einst ein Captain und ihre Mannschaft an die Grenzen ihrer Menschlichkeit gebracht hatte. Von diesem erschreckenden Unruheherd beginnt eine apokalyptische Odyssee, die Zeit und Raum umfassen, die Vergangenheit enthüllen, die Zukunft bestimmen und drei Captains Jean-Luc Picard von der U.S.S. Enterprise, William Riker von der U.S.S. Titan und Ezri Dax von der U.S.S. Aventine zeigen wird, dass manche Schicksale unabwendbar sind.

 

Kritik

Der Auftakt der Destiny-Reihe und der Borg-Invasion, welche das Star Trek-Universum in ihren Grundfesten erschüttern wird. Nunja, oder es zumindest versucht... doch der Reihe nach.

 

Fangen wir zunächst mit dem großen Plus des Buches an, das wären zum einen die vielen guten Charakterszenen und Entwicklungen, mit denen wir es hier zu tun haben. Angefangen bei Picard, über Riker und Troi bis hin zu Dax ist alles vertreten und natürlich schlägt des Fanherz höher, wenn man gleich drei bekannte Serien in einem "Crossover" miteinander verbunden hat (zählt man Tom Paris' Auftreten noch dazu, sind es eigentlich sogar vier). Das die Action dabei etwas auf der Strecke bleibt ist verzeichlich, denn der Autor schafft es, selbst bei Nebenfiguren einige spannende Szenen herauszuschlagen, bis hin zur eben in diesem Buch erst eingeführten Columbia-Crew, mit deren Schicksal man auch gern mitfiebert.

 

Allerdings muss man den Charakterszenen auch ein Manko aussprechen, denn es wiederholt sich einfach zu vieles, das bereits leidlich bekannt ist: Picards Bessessenheit mit den Borg, eine Kinderszene mit Troi und Riker (gerade hiervon hatten wir im Vorgänger "Mehr als die Summe" bereits leidlich zuviele) und auch sonst wiederholen sich Szenen aus der Serie oder anderen Vorgängerbänden. Auch wenn eine Weiterentwicklung der Charaktere erkennbar ist, wirken vor allem in der zweiten Hälfte diese Szenen teilweise doch etwas langweilig. Zum Glück zieht der Roman aber gerade hier dann wieder sprunghaft an und läßt einiges davon verzeihen.

 

Womit man aber bereits beim nächsten Punkt ist: der Handlung. Die eigentliche Borg-Invasion findet, trotz einiger zugegeben schön geschriebener Actionszenen vor allem am Anfang, eher im Hintergrund statt (in einer Serie würde man von "im OFF" sprechen). Allzuviel von der "großen Invasion" bekommt man also nicht mit. Sicher, es werden ein paar Gräuel (Auslöschen von Planeten) und Schlachten beschrieben, aber vor allem in der zweiten Hälfte hat man immer mehr den Eindruck, es passiert eigentlich gar nicht groß etwas und die große Invasion war nur eine große Seifenblase. Und auch die Erklärung, warum nur die Enterprise mit der Transphasentechnik der Voyager ausgestattet wird, ist mehr als dürftig (aber das war sie bereits im Vorgänger).

 

Die wahre Haupthandlung des Romans spielt auf der 200 Jahre alten Columbia und zeigt die Odyssee dieses Schiffes. Vor allem am Anfang ist dieser Handlungsstrang allerdings noch ziemlich langweilig und zieht erst am Ende gut an. Aber dann hat man hier alles, was man sich wünscht: Charakterszenen und eine gehörige Portion Action - und leider auch mal wieder eine Supermacht, die der Föderation ach so toll überlegen ist. Ob man die wirklich gebraucht hätte, ist natürlich debattierbar, es schmälert aber nicht diesen gut geschriebenen Teil der Story.

 

Sicher, die Columbia wird später noch eine tragende Rolle spielen, dennoch hat man beim Lesen des vorliegenden Bandes eher den Eindruck, zu einem Großteil einen "Columbia"-Band denn einen "Borg-Invasions-Band" zu lesen und gerade deswegen stellt sich die Frage, ob man das Schicksal der Columbia-Crew nicht in einem separaten Buch hätte klären sollen.

 

Nichtsdestotrotz ein eher etwas ruhiger Auftakt, der aber Lust auf mehr macht. Es bleibt natürlich zu hoffen, das der zweite Band hier noch extrem anzieht und endlich die hohen Erwartungen, die man an diese "größte Borg-Invasion aller Zeiten" stellt, erfüllen kann. Aber das ist eine Rezension für ein anderes Mal ;).

 

Fazit:

Ein etwas ruhiger Auftakt der Destiny-Reihe, der sich eher weniger mit der großangelegten Borg-Invasion sondern eher mit Nebenschauplätzen beschäftigt. Es bleibt abzuwarten, ob die Folgebände dieses Niveau halten können. Für sich allein gestellt bietet er wenig Neues - aber möglicherweise in Kombo mit den anderen Bänden die gute durchschlagende Reihe, von der alle sprechen.

 

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Götter der Nacht

Reihe: Star Trek - Destiny Bd.1

Autor: David Mack

Broschiert: 430 Seiten

Verlag: Cross Cult; Auflage: 1., Auflage (Juni 2010)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3941248839

ISBN-13: 978-3941248830

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 05.10.2010, zuletzt aktualisiert: 27.03.2024 18:28, 11056