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Handbuch für den jungen Piraten von Sam Taplin

Rezension von Christine Schlicht

 

Soso, Kleiner, du willst also ein furchterregender Pirat werden, die sieben Weltmeere bereisen und Gold scheffeln? Stellst du dir wohl romantisch vor, du kleine Landratte, was? Ich lach mich weg. Aber gut, dann setzt dich mal, ich erzähl’ dir, wie das Leben eines Piraten wirklich abläuft. Mal sehen, ob du dann immer noch Pirat werden willst.

 

Wie wird man eigentlich Pirat, was muss man alles dafür können? Wie reden Piraten eigentlich und was bedeuten bloß die ganzen Fachbegriffe? Das ist ja wie auf einer Schule, erst mal muss man nämlich lernen, Steuerbord und Backbord zu unterscheiden und, hey, ich kann doch kaum links und rechts auseinander halten?

 

Na, kein Problem, es gibt ja eine Grundrisszeichnung vom Schiff, da ist alles beschrieben, aber das ist eine Wissenschaft für sich! Na, so toll scheint das Piratenleben doch nicht zu sein, denn man muss ständig um sein bisschen Leben fürchten. Wenn einen nicht die üblen Krankheiten befallen, dann macht uns der Sturm alle. Und bevor wir in den Piratenhäfen ein bisschen prassen und uns vergnügen können, müssen wir kämpfen – und das ist nicht einfach und ziemlich lebensgefährlich.

 

 

Das Buch räumt in kindgerechter Sprache und mit viel hintergründigem Humor, der aber eher was für die älteren Leser ist, mit den ganzen Mythen auf, die so über das tolle Piratenleben kursieren. Sei es nun so was einfaches wie das berüchtigte Holzbein oder der Haken statt der Hand, die den Träger für das Piratenleben eher disqualifizieren oder die vergrabenen Schätze auf einsamen Inseln. Denn Piraten gaben ihr Geld aus, solange sie noch konnten, die bunkerten nicht für ein nie erreichbares Später.

 

Durchgehend hervorragend illustriert wird den Kindern – oh, Verzeihung, ist wohl eher nur was für die Jungs – das wüste Piratenleben und auch die schrecklichen Seiten gezeigt, ohne zu verstören. Dazu kommen Risszeichnungen von Schiffen, auf denen man wunderbar alle Teile benannt bekommt. Die einfachen dreidimensionalen Darstellungen sind auch für Nicht-Architekten problemlos verständlich und nachvollziehbar. Die Texte sind kurz und lassen keinen Aspekt aus.

 

Na, Landratte, schon den wiegenden Gang geübt, mit dem du die Bewegungen des Schiffs ausgleichen kannst? Dann... willkommen an Bord.

 

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Handbuch für den jungen Piraten

Autor: Sam Taplin

Illustrator: Ian McNee

Gebundene Ausgabe: 80 Seiten

Verlag: Boje Verlag; Auflage: 1 (September 2008)

Sprache: Deutsch Übersetzung aus dem Englischen von Daniela Kaminsky

ISBN-10: 3414821273

ISBN-13: 978-3414821270

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 19.11.2008, zuletzt aktualisiert: 19.02.2015 23:40