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Hergé

Biographie

 

Hergé wurde als Georges Remi in Brüssel am 22. Mai 1907 geboren. Durch seine Aktivitäten bei den Pfadfindern kommt er 1921 mit einigen Zeichnungen bei der Pfadfinderzeitung Jamais assez unter und ab 1923 zeichnete er für die den belgischen Le Boy-Scout.

Seit 1924 signiert er seine Bilder mit der Abkürzung Hergé, eine Umdrehung seiner Namensinitialien (R.G. - französisch Her Gé).

 

Nach der Schule arbeite Hergé zunächst für die Zeitung Le XXe Siècle, vom Wehrdienst unterbrochen.

Ab 1928 ist er verantwortlich für die Kinderbeilage Le Petit XXe. Hier erscheinen seine Abenteuer um Totor parallel zu einer neuen Serie:

Im Le Petit Vingtième fand sich vom 10. Januar 1929 bis 8. Mai 1930 Tim im Lande der Sowjets, ein Jahr später Zeichnungen zu den Kurzgeschichten über Quick und Flupke (dt.:Stups und Steppke).

 

1932 heiratet Hergé Germaine Kieckens, die Sekretärin des Direktors vom Le XXe Siècle.

Der Verlag Casterman veröffentlicht ab 1934 die Abenteuer von Tim und Struppi. Nach einigen Kritiken an Der Blaue Lotos in dem Hergé entgegen der herrschenden Meinung den japanischen Kolonialismus kritisierte, entwickelt er zunächst Die Abenteuer von Jo, Zette et Jocko für die Coeurs vaillants.

 

Die Besetzung Frankreichs führte auch zur Auflösung des Le XXe Siècle und des Le Petit XXe. Hergés Kriegsdienst bedingte eine Unterbrechung seiner Arbeiten an der Geschichte Im Reiche des schwarzen Goldes und so bringt er zunächst Die Krabbe mit den goldenen Scheren bei der Tageszeitung Le Soir heraus.

Umdenken erfordert die Begrenzung der Seitenzahl für Comic-Alben auf 64 bei Casterman im Jahre 1942, allerdings darf Hergé nun eine Farbüberarbeitung seiner Comics vorantreiben.

Der Papiermangel der Kriegsjahre führte auch zur Umstellung von der wöchentlichen Doppelseite auf tägliche Comic-Stripes. Hergé reagierte darauf, in dem er mehr Witz und Action in die Handlung brachte. Die Nebenfiguren Haddock und Bienlien stießen hinzu und mischten die Serie gehörig auf. Die Auflösung von „Le Soir“ durch die Alliierten traf die Serie kurz vor Ende von Die sieben Kristallkugeln.

 

1946 ist die Geburtsstunde des Magazins Tintin, geleitet vom Mitglied der Resistance Raymond Leblanc, der dadurch auch die öffentliche Ächtung Hergés brach, dem man als Angestellter ein faschistisch kontrollierten Zeitung Kollaboration vorgeworfen hatte und der daraufhin keine Arbeit bekommen hatte. Im Tintin konnten endlich auch Die sieben Kristallkugeln beendet werden.

 

Mit der Gründung seiner eigenen Studios 1950, erhält Hergé endlich die notwendige Unterstützung, um mit den Arbeiten an Tim und Struppi weitermachen zu können. Die Künstler Jacques Martin und Bob de Moor sind die wichtigsten Helfer jener Jahre.

 

Nun kamen Filmprojekte hinzu. Tim und das Geheimnis um das Goldene Vlies Realfilm von 1960 mit Jean-Pierre Talbot in der Rolle von Tim, der ihn auch 1964 in Tim und die blauen Orangen verkörperte. 1969 kam der erste abendfüllende Trickfilm in die Kinos: Der Sonnentempel.

 

Privat läuft es nicht ganz so gut und Hergé verlässt seine Frau Germaine, von der er sich 1975 scheiden lässt um zwei Jahre später Fanny Vlamynck zu heiraten.

 

Inzwischen sind Tim und Struppi Nationalhelden geworden und erhalten 1979, zur 50-Jahre-Feier ein eigenes Museum, das Le Musée imaginaire de Tintin. Hergé selbst wird zu seinem 75. Geburtstag von der der belgischen "Société d'Astronomie“ mit der Benennung Hergé eines Kleinstplanetoiden zwischen Mars und Jupiter geehrt.

 

Am 3. März stirbt Georges Remi, genannt Hergé, das 24. Abenteuer Tim und die Alpha-Kunst blieb unvollendet. Hergé hatte in seinem Testament verfügt, dass niemand seine Abenteuer um Tim und Struppi fortsetzen sollte.

Sein Stil, eine typische Art zu zeichnen, die Ligne claire, beeinflusste viele Comickünstler.

 

Bibliographie

ohne Anspruch auf Vollständigkeit

 

Tim und Struppi

Gebundene Ausgabe - Weltbild Buchverlag

Erscheinungsdatum: 19. September 2005

ISBN: 3898972534

erhältlich über: Amazon

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Erstellt: 22.11.2005, zuletzt aktualisiert: 04.02.2019 13:30