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Hexen mögen´s heiß von Anette Blair

Reihe: Zufällig Hexe Band 2

Rezension von Christel Scheja

 

Die in Rhode Island lebende Autorin Annette Blair widmet sich schon seit einigen Jahren dem Thema Liebesroman und hat entsprechende Preise gewonnen. Ihre Geschichten landen immer wieder auf den einschlägigen Bestsellerlisten, so dass ihre Bücher nun nach und nach auch in Deutschland veröffentlicht werden. Den Auftakt bei Lyx macht nun die locker zusammenhängende Reihe um ihre „Hexen“, die sich in und um Salem herum treiben. Der erste Roman „Hexen mögen’s heiß“ ist gerade eben erschienen.

 

Logan Kilgarven hat es nach einer turbulenten Teenagerzeit und wilden Jahren als Twen endlich geschafft, Fuß zu fassen, einen Job anzunehmen, mit dem er sogar eine Familie ernähren könnte. Daran hat vor allem sein kleiner Sohn Shane einen Anteil. Diesen erzieht er inzwischen ganz alleine, weil dessen Mutter, mit der er nie verheiratet war, keine Lust mehr hatte, sich um den Jungen zu kümmern.

Deshalb ist es nicht immer leicht, Arbeit und Familie miteinander zu koordinieren. Gerade an einem Tag an dem er überraschend zu dem Fernsehsender muss, bei dem er arbeitet, findet er keinen an den üblichen stellen.

Glücklicherweise erklärt sich aber seine Nachbarin Melody dazu bereits, sich um den Jungen zu kümmern. Logan hat zwar gehört, dass sie eine gefährliche Hexe sein soll, sie muss es aber in Kauf nehmen, weil er keine andere Wahl hat.

Als er wiederkommt ist sein Sohn hin und weg von der netten jungen Frau und auch Logan fragt sich wie die Gerüchte überhaupt erst aufkommen konnten, da sie überhaupt nichts Hexenhaftes an sich hat, fröhlich und unbeschwert ist, und ihre Umgebung durch Charme zu bezaubern weiß.

Deshalb kommt er auf die Idee, sie doch seinem Chef als Küchenfee für die neu geplante Kochsendung vorzustellen. Auch der ist ganz angetan von ihr, als er sie kennen lernt, weil sie genau den richtige Ausstrahlung besitzt und das Publikum schon bei einem Test gehörig in den Bann schlägt.

Allerdings gibt es bei der ganzen Sache nur ein einziges und leider sehr großes Problem – Melody kann eigentlich nicht wirklich kochen.

 

Alles in allem klingt das ganze nicht nur wie eine der seichten Sitcoms und Daily Soaps, wie sie inzwischen auch das Fernsehen in Deutschland überfluten, der Roman stellt auch eine solche dar, denn der phantastische Anteil der Geschichte ist kaum spürbar – selbst Serien aus den 1950ger Jahren wie „Verliebt in eine Hexe“ hatten mehr Zauberei in ihren Folgen.

Alles in allem hat man hier eine klassischen, wenn auch augenzwinkernd aufgemachten Liebesroman vor sich, der weder im Verlauf der Geschichte noch in der Konstellation der Geschichte wirklich neu ist. Wie immer darf der Held mit einer Mischung aus Misstrauen und Begierde kämpfen, ehe er zu dem einzig möglichen Schluss kommt, der dann auch das Happy End garantiert, während die Heldin durch ihr fröhlich, naives Auftreten jeden bezaubert. Sie tritt ganz und gar weiblich auf, so als wolle sie gar keine moderne Frau sein.

Heraus kommt eine gängige Liebesgeschichte, bei der man nicht weiß, ob man sie überhaupt als romantische Urban Fantasy bezeichnen sollte.

 

Gefallen dürfte „Hexen mögen’s heiß daher vermutlich nur Mädchen und jungen Frauen, die bei diesen Romanen bewusst den Beziehungspart schätzen. Jene, die auch die phantastischen Elemente mögen werden eher enttäuscht sein.

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Hexen mögen’s heiß

Autorin: Anette Blair

Klappbroschur, 350 Seiten

Egmont Lyx, erschienen im Februar 2009

Übersetzung aus dem Englischen von Regina Winter

Titelbild von Hildendesign unter Verwendung eines Motivs von Weiffenbach

ISBN-10: 3802582055

ISBN-13: 978-3802582059

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 26.02.2009, zuletzt aktualisiert: 17.09.2020 17:33