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Höhle des Todes von Darren Shan

Reihe: Dämonicon Bd.5

Rezension von Carina Schöning

 

„Höhle des Todes“ ist jetzt schon der fünfte der Teil der Reihe „Darren Shans Dämonicon“ und bezieht sich direkt auf die Geschehnisse im dritten Teil „Dämonenspiel“. Der englische Autor Darren Shan, alias Darren O´Shaughnessy hat die Reihe (bis jetzt) auf insgesamt zehn Teile geplant.

 

Grubbs Grady hat sich von dem Angriff der Dämonen auf dem Filmset der bekannten Horrorfilm-Produzentin Davida Hayms halbwegs wieder erholt und Normalität kehrt langsam wieder in die Kleinstadt Karzertal ein. Obwohl Grubbs innerlich zerrissen ist und sich viele Gedanken um sich und seinen Onkel Derwisch macht, gibt er sich nach Außen hin wie ganz normaler Junge in seinem Alter. Niemand würde auf den Gedanken kommen, dass er seine Eltern und seine Schwester Gretelda in der düsteren Dämonenwelt verloren hat oder dass hinter dem unscheinbarer Äußeren die Anlagen zu einem mächtigen Magier stecken. Selbst sein Onkel Derwisch, der nach dem Tod der Eltern die Fürsorge für ihn übernommen hat, ahnt nichts von seinen stetig wachsenden Kräften.

 

Bei einer Schatzsuche auf dem alten Familienanwesen findet Grubbs zusammen mit seinem Halbbruder Bill-I und seinem Schulfreund Loch eine verschüttete Grube. Nachts sieht er sich in seinen Träumen immer wieder als Werwolf, der mit seinen Pranken die Grube weiter aufreißt. Am nächsten Tag stellen sie erstaunt fest, dass die Grube wirklich vergrößert wurde und der Gang hinab führt in einen unheimlichen Tunnel weit unterhalb der Erdoberfläche. Plötzlich fällt Loch beim Klettern hinunter und schlägt sich den Kopf auf. Während Bill-I Hilfe holt, stellt Grubbs erstaunt fest, dass die dunkle Macht in dem Tunnel sofort das Blut aufsaugt. Anscheinend steckt hinter der Grube ein weit größeres Geheimnis als vermutet.

 

In der Schule spricht sich der unheimliche Unfall schnell herum und auch die neue Schulpsychologin Juni Schwan befragt Grubbs zu Lochs Tod und seinen Gefühlen darüber. Obwohl er sie schon von den früheren Dreharbeiten kennt und sie sehr einfühlsam und verständlich ist, kann er ihr zunächst nichts über seine wahren Ängste und Albträume verraten. Denn auf seiner Familie lastet ein alter Fluch und ein unbekannter Gendefekt verursacht die Verwandlung in einen Werwolf. Grubbs befürchtet, dass beim nächsten Vollmond seine Albträume endgültig wahr werden könnten.

 

Darren Shan bleibt sich auch in seinem neusten Abenteuer rund um den ungewöhnlichen Jungen Grubbs Grady treu und präsentiert mit „Höhle des Todes“ einen durchaus spannenden Mix aus den bekannten Horror- und Mysteryelementen. Im Mittelpunkt stehen diesmal verstärkt seine Gefühle und Ängste. Wie auch andere Jugendliche in seinem Alter hat er die klassischen Sorgen und Nöte wie Cliquenzugehörigkeit, Außenseitertum und die erste zarte Verliebtheit. Zusätzlich muss er sich aber noch mit seinem Familienfluch herumschlagen und auch sein jung gebliebener Onkel und seine neue Freundin (ausgerechnet die Schulpsychologin) machen es ihm nicht immer leicht. Auch wird er Schritt auf Schritt von der Geheimorganisation „Die Lämmer“ verfolgt, die sein Verhalten genaustens kontrollieren und ihn töten, falls er sich in einen Werwolf verwandelt.

Die Handlung wird hier wieder einmal aus der Sicht von Grubbs erzählt und der Autor schafft es zunehmend besser die Gedanken seines jungen Helden glaubwürdig darzustellen. Mittlerweile kommt die ganze Reihe auch langsam in Fahrt und die einzelnen Andeutungen lassen schon erste Spekulationen über das bevorstehende Schicksal und die nächsten Teile der Reihe zu. Der Schluss endet dann ungewöhnlich spannend mit Verrat und einem klassischen Cliffhänger.

Negativ ist hier leider wieder einmal der Anteil an Gewalt und der damit verbundenen Altersempfehlung. Laut Verlag wäre der Jugendroman für Kinder ab zwölf Jahren, was aber gerade beim überzogenen Auftritt des Dämonenmeisters Lord Loss etwas unterschätzt wurde. Gerade empfindliche Kinder könnte sowas vielleicht erschrecken?

 

Insgesamt ist „Höhle des Todes“ ein durchaus spannender Mix aus Horror- und Mysteryelementen, der die Reihe „Darren Shans Dämonicon“ interessant weiterführt. Wie auch die Vorgänger bietet der Roman durch den geringen Umfang eher kurzweilige Unterhaltung und ist als reiner Jugendroman eher mit Vorsicht zu genießen.

 

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Höhle des Todes

Reihe: Dämonicon Bd.5

Autor: Darren Shan

Deutsche Erstausgabe 2008

Englische Originalausgabe 2008 „Blood Beast“

Übersetzung Sabine Reinhardus

Knaur Verlag

Taschenbuch, 287 Seiten

ISBN 978-3-426-63817-0

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 28.03.2008, zuletzt aktualisiert: 15.11.2019 09:07