Höllenbrut (Autor: Brian Lumley, Necroscope 8)
 
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Höllenbrut von Brian Lumley

Hörbuch

Reihe: Necroscope Band 8

Rezension von Christel Scheja

 

Im Festa-Verlag sind bereits über 20 Bände der Necroscope Saga erschienen. Nachdem einige Jahre Ruhe herrschte, beginnt die Hörbuchreihe aus dem Verlag LPL-Records langsam aber sicher aufzuholen. In den letzten sechs Monaten sind gleich drei Folgen erschienen, zuletzt mit „Höllenbrut“, die achte Episode. Die nächste ist bereits in Vorbereitung.

Der bekannte Synchron-Regisseur und Schauspieler Lutz Riedel, den einige vielleicht als die deutsche Stimme von Timothy Dalton wiedererkennen werden, liest den Text. Die ca. 300 min sind auf 4 CD’s verteilt, die in einer ansprechenden, zu den anderen Ausgaben passende gestalteten, aufklappbaren Verpackung zu finden sind.

 

Die Wamphyri sind eine parasitäre Lebensformen, die zum Überleben und vor allem zur Fortpflanzung einen menschlichen Wirtskörper benötigen. Deshalb war es ein Glücksfall, dass sie Tore zur Erde fanden und dort nicht nur Nahrung fanden, sondern auch brauchbare Gefäße für ihren eigenen schwachen Körper. Manchmal geschieht es, dass einer von ihnen sich mit einem menschlichen Partner verbindet und ein von Menschen geborenes Kind zeugt. Ein solcher „Necroscope“ ist Harry Keough, der schon früh mit dem Wissen um seine besondere Abstammung und die daraus resultierenden Gaben vertraut gemacht wurde.

Er ist nicht nur dazu fähig, die Toten zu hören und mit ihnen zu sprechen, er besitzt auch die Möglichkeit Tore in das Moebius-Kontinuum zu öffnen und damit Tore in Raum und Zeit zu schaffen.

Weil er sich damit schon mehrfach gegen die Wamphyri gestellt hat, nahmen ihm diese Frau und Kind. Trotzdem hat Harry Keogh den Kampf nicht aufgegeben und arbeitet noch immer mit dem E-Dezernat zusammen. Er weiß zwar um das Verschwinden von Jazz Simmons, hat aber keine näheren Anhaltspunkte. Die liefert ihm erst der Geist von Kasimir Girescu, der Kontakt mit Harrys Mutter aufgenommen hat. Er berichtet von Jazz Simmons Eindringen in das streng geheime russische Forschungsinstitut Perchorsk und von der Hilfe für den Briten, die ihm das Leben gekostet habe. Als Gegenleistung erwartet er, dass Harry seiner Tochter Tassi hilft, die ebenfalls im Forschungsinstitut gefangen gehalten werde.

Und so dringt der Necroscope, nachdem er das E-Dezernat informiert hat, mittels seiner besonderen Fähigkeiten in den gut bewachten Gebäudekomplex im Herzen Sibiriens ein und verschafft sich Klarheit über das, was dort getrieben wird. Schnell findet er heraus, dass die Russen ein Tor zur Welt der Wamphyri geschaffen haben, und eine der Kreaturen in einem Glaskasten gefangen halten ohne zu wissen, was es ist.

Nachdem er Tassi befreit und in Sicherheit gebracht hat, kehrt er noch einmal zurück, im vom Forschungsleiter Victor Luchov alles Wesentliche zu erfahren und diesen vor der Gefährlichkeit der fremden Wesen zu warnen. Dann begibt er sich durch ein anderes Tor in Rumänien selbst auf die Welt der Wamphyri. Ehe er sich versieht wird er mitten in einen Krieg verwickelt, den die Beherrscher der Welt gegen den „Herrn des Gartens“ führen. Der Necroscope schreitet ein und rettet dem Unbekannten das Leben. Als dieser seine goldene Maske abnimmt, erlebt er die größte Überraschung seines Lebens, denn derjenige, der sich gegen die Wamphyri erhoben hat ist kein anderer als sein eigener Sohn...

 

 

„Höllenbrut“ schließt die Geschichte ab, die in „Das Dämonentor“ begannt und in „Blutlust weiter geführt wurde“ und endet daher in sich geschlossen und nicht wieder mit einem Cliffhanger. Während die Handlungsstränge aus den ersten beiden Teilen konsequent weiter geführt werden, knüpft Lumley auch eine Verbindung zu den vorherigen Bänden, in denen Harry Keogh die Hauptrolle spielte und klärt das Schicksal einiger Personen auf, die ihm damals genommen wurden.

Aber das ist nicht alles. Bereiteten die beiden vorherigen Folgen den Showdown nur vor, so wird dieser in „Höllenbrut voll ausgelebt. Schon Harry Keoghs Wirken in der russischen Forschungseinrichtung ist filmisch spannend geschildert, die Dynamik der Handlung steigert sich noch auf der Welt der Wamphyri und gipfelt in einem actionreichen Showdown, in dem es sich Lumley nicht nehmen lässt, die einzelnen Schritte des Kampfes genüsslich auszuwalzen.

Gerade deswegen sollte man sich in dieser Folge nicht all zu viel Tiefgang erhoffen, auch wenn man noch ein paar interessante Hintergrundinformationen über die Wamphyri und ihre Heimat erhält. Gerade in dieser Folge steht rasante Action im Vordergrund, wie man sie aus Filmen und Pulpromanen kennt. Lutz Riedel trägt als Sprecher seinen Teil dazu bei. Er setzt die Stimmen sehr differenziert ein und liest hin und wieder auch etwas hektischer ohne dabei nervös zu machen.

 

Das macht „Höllenbrut“ zum spannenden Hörerlebnis, das die Geschichte um Jazz Simmons, Harry Keogh und der ersten Schlacht auf der Welt der Wamphyri zu einem würdigen Abschluss bringt und die Weichen für neue Abenteuer stellt, denn am Ende ist nichts mehr so, wie es einmal war.

 

Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 20240620215720423fbc6e
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Hörbuch:

Höllenbrut

gekürzte Lesung nach dem gleichnamigen Roman aus dem Festa Verlag

Reihe: Necroscope, Folge 8

Autor: Brian Lumley

Regie, Produktion und Dramaturgie: Lars Peter Lueg

Sprecher: Lutz Riedel

Hörbuch auf 4 CDs, ca.290 min Laufzeit

LPL-Records/Bastei Lübbe Hörbuch, erschienen Januar 2008

ISBN-10: 3785734107

ISBN-13: 978-3785734100

Erhältlich bei Amazon

Zur Serie:

Necroscope


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Erstellt: 29.02.2008, zuletzt aktualisiert: 05.05.2024 13:20, 5940